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Overview / Glaube & Philosophie

Das Für und Wider des (A)Theismus

  • 6173 Posts
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Uljanowa 27

Uljanowa

Guru
9,556 posts

01/15/16, 04:55 pm (modified 04/08/17, 09:30 am)

Einleitung verfaßt von @Notcho-Ke, (teil)modifiziert von der Moderation:

Zuerst ein paar Beispielfragen, und ein paar Anreize um einen Überblick zu haben, um welche Themen Ihr hier diskutieren könntet:

Besteht die Möglichkeit der Existenz Gottes, und in wieweit ist sein Wort zu fassen?

Ist dafür ein religiöses Konstrukt von Nöten und lässt sich die Debatte von richtiger" und falscher Religion losgelöst beantwoten?

Was ist Gott und was ist Religion; sind sie in der heutigen Zeit der wissenschaftlichen Erkenntnis noch relevant, oder gerade deswegen auch unentbehrlich?

Von jeher hatte der Mensch das Bedürfnis an etwas „höheres“ als sich selbst zu glauben. Dies geschah oft auch mit dem Wunsch an ein „besseres Leben“, als jenes das man gerade hatte. Wo wir auch zum Wunsch „Leben nach dem Tod“ gelangen. Ist etwas „dran“ am Nachleben? Letztendlich könnte das ganze auch wieder eine „Glaubensfrage“, oder eine Sache der persönlichen Einstellung sein?

Viele Mythen ranken sich um die Götter verschiedener Epochen, doch was ist wahr, was ist erfunden, und was zählt überhaupt?
Kann man von Menschen, in der Annahme im Auftrag eines höheren Wesens, niedergeschriebene Worte in z.B. Visionen empfangen zu haben, als DAS was zählt nehmen? Oder sollte man dies vielleicht sogar ohne wenn und aber?

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Letzendlich legt IHR die Grundlage für die zu diskutierenden Themen.

Ich kann lediglich einen kleinen Anreiz dafür geben, was man in Betracht ziehen könnte.

Stellt Eure Fragen, und gebt Eure Antworten!

 

Velgar 46

Velgar

Mythos
22,971 posts

06/12/19, 04:15 pm
Post from Anubisx 30 :

Atheismus scheint mir häufig ein Euphemismus für Antitheismus zu sein.

Zumindest wenn ich mir ansehe wer sich Atheist nennt.

Oder sind vielleicht die Antitheisten einfach nur lauter als die Agnostiker?

Aber vielleicht ist …

"Atheismus scheint mir häufig ein Euphemismus für Antitheismus zu sein."

Jop. Viele Leute kapieren nicht, daß "Atheismus" einfach nur heisst, "glaubt nicht an Gott". 

Und eben nicht "glaubt, es gibt keine Götter" oder "glaubt, daß Gott Scheisse ist" bzw. "glaubt, der Glaube an Gott ist Scheisse". (das wäre "Antitheismus")

"Antitheismus" ist normalerweise eine "Untergruppe" von "Atheismus". Wobei, auch das nicht unbedingt.

 

"Zumindest wenn ich mir ansehe wer sich Atheist nennt."

Irrelevant.

WER etwas glaubt und aus dessen Charakter einen Rückschluß auf den Inhalt oder Wertigkeit des "Glaubens" (oder "Nichtglaubens") zu schliessen ist ein klassischer argumentativer Fehler.

 

"Oder sind vielleicht die Antitheisten einfach nur lauter als die Agnostiker?"

"Agnostiker" sind eine komplett andere Kiste. Weil "Agnostizismus" sich auf Wissen bezieht und nicht auf Glauben.

"Agnostiker" läßt sich völlig zwanglos mit "Atheist", "Theist" oder "Antitheist" (uvm.) kombinieren.

Jemand kann sagen "der Glaube an Gott ist Scheisse" und dennoch sagen "ich weiß nicht, ob ein Gott existiert".

Das wäre ein "Antitheist" und ein "Agnostiker" zeitgleich.

 

"Aber vielleicht ist es auch einfach nur logisch auch Antitheist zu sein wenn man Atheist ist?!"

Je nach Definition von "Antitheist". Denn es gibt mindestens zwei.

Einmal "glaubt, daß Gott/der Glaube an Gott Scheisse ist" (die "übliche" Bedeutung) und "glaubt, daß es keine Götter gibt" (genaugenommen ist das sogenannter "starker Atheismus".

Logisch kann die erste sein (weil sie eigentlich nichts damit zu tun hat), die zweite ist logisch tatsächlich schwächer als "schwacher Atheismus".

Und zwar, weil die Aussage "es gibt keine Götter" eine positive Aussage ist, die die Beweislast hat, während "ich glaube dir nicht, wenn du sagst, es gibt Gott/Götter" oder "ich glaube die Aussage nicht, daß es Gott/Götter gibt" eben keine Beweislast hat.

 

Zum Veranschaulichen: Ich bin ein "Atheist": Ich glaube nicht an Götter/an die Existenz von Göttern. Ich bin zeitgleich ein "Agnostiker": Ich weiß nicht, ob es Götter gibt. Ich bin auch zeitgleich ein Antitheist: Ich bin überzeugt (und meine auch belegen zu können), daß der Glaube an Götter, speziell den christlichen Gott Scheisse ist.

Zum weiteren Veranschaulichen: Ich kann auch dann ein Antitheist sein, wenn ich zwar (sollten - hoho - mal Beweise für die Existenz eines Gottes auftauchen), wenn "Atheist" (und "Agnostiker") falsch sein würde: Ich wäre dann überzeugt von der Existenz eines oder mehrerer Götter und diesen Gott oder Glauben an diesen Gott immer noch für Scheisse halten.

 

Gerade in der heutigen Zeit, selbst wenn sich gerade der christliche "Gott" als richtig herausstellen sollte, so wäre ich immer noch ein Antitheist. Denn der christliche Gott ist so ziemlich die übelste Figur in der kompletten Literatur. 

Nichts kommt auch nur nahe dran. Sämtliche "Villains", die es quer Beet so gibt kommen auch nur nahe dran. 

 

Der christliche "Gott" ist die übelste Figur. Bei weitem. Nicht mal die angeblich "böse" Figur im selben Narrativ (der "Teufel") kommt an die Abscheulichkeit und Verwerflichkeit der Figur "Gott" der Bibel (und verwandte) heran.

 

Mit Abstand. Weitem Abstand.

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Ignition 45

Ignition

Großmeister
466 posts

04/18/19, 06:08 pm

Mir ist es nicht egal, was andere tun oder denken. 49.gif

Wem dem nicht so wäre, müsste ich mich nicht öfters aufregen, nicht nur weniger bei religiösen Themen.

Lieber Menschen mit positiver Lebenseinstellung, bzw. "Pro - Umwelt", als ein Antireligiöse Geldgierige Spinner, die auch noch etwas "zu sagen" haben, weil andere Deppen denen zuhören. 

Und ein "mir doch egal" gibt es nicht. Entweder "Ja und Amen.", oder "Nein, Schwachsinn!". 1.gif

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

Anubisx 30

Anubisx

Halbgott
14,357 posts

02/02/19, 06:02 am

Atheismus scheint mir häufig ein Euphemismus für Antitheismus zu sein.

Zumindest wenn ich mir ansehe wer sich Atheist nennt.

Oder sind vielleicht die Antitheisten einfach nur lauter als die Agnostiker?

Aber vielleicht ist es auch einfach nur logisch auch Antitheist zu sein wenn man Atheist ist?!

contra principia negantem non est disputandum

Velgar 46

Velgar

Mythos
22,971 posts

06/11/18, 09:27 pm
Post from Ignition 45 :

Wichtiger finde ich die Frage, wann, wo und warum ich etwas nicht sage.

Ich meine, die ganzen Atheismus/Theismuskisten würde man ja nun nicht in einer Kirche ablassen.

https://www.youtube.com/watch?v=WqblnTxMxj0

 

"Warum lässt niemand in einer Kirche etwas Atheistisches ab?"

Die Frage ist gut.

Sie sollte aber glaube ich etwas anders lauten:

"Ist in der Kirche alles erlaubt?"

Also, darf von der Kanzel alles gepredigt werden, was die jeweilige Religion entsprechend erlaubt?

Hier muß die Antwort natürlich "nein" lauten. Die Grenzen die ansonsten auch gelten, gelten auch da.

Man kann natürlich noch diskutieren und überlegen, ob "Kirche" (also die "Predigt") privat oder öffentlich ist, da das ja durchaus Unterschiede macht. Ich weiß jetzt auch nicht, wie das in der Rechtsprechung aussieht.

Aber eine - als Beispiel - "Volksverhetzung" ist auch in einer Predigt entsprechend strafbar.

Das dürfte jetzt in deutschen Kirchen eher eine Rarität sein. Nicht zuletzt, weil ja die entsprechenden Prediger durchaus eher altruistischen Idealen folgen.

Aber wir sehen uns dem Problem in der Gesellschaft durchaus gegenüber. Weniger von Seiten des Christentums, das in Deutschland durchaus als"domestiziert" betrachtet werden darf. (Und ich meine "domestiziert" durchaus so wie es dasteht.)

 

Auch eine Predigt muß sich - wie jede andere öffentliche Rede - an die Gesetze halten. Sollten dabei gesetzeswidrige Inhalte "gepredigt" werden, so hat der Staat als Exekutive und als Ausdruck der Gesellschaft das zu beobachten und gegebenenfalls zu verfolgen.

 

Man könnte das durchaus als "etwas Atheistisches in der Kirche ablassen" bezeichnen.

Unsere Gesetze stehen fraglos über "religiösen Geboten", gleich welcher Religion. Das mag von Seiten der Legislative anders aussehen und an der Schnittstelle zwischen Legislative und Judikative - Den Verfassungsgerichten - auch anderes geregelt werden, indem die Gesetze geändert werden.

Aber die Gesetze stehen erstmal da und danach muß behandelt werden, ob ausserhalb der Kirche oder innerhalb.

Um die alte Leier zu bringen: Kein rechtsfreier Raum.

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Velgar 46

Velgar

Mythos
22,971 posts

06/03/18, 10:19 am
Post from Ignition 45 :

Wichtiger finde ich die Frage, wann, wo und warum ich etwas nicht sage.

Ich meine, die ganzen Atheismus/Theismuskisten würde man ja nun nicht in einer Kirche ablassen.

https://www.youtube.com/watch?v=WqblnTxMxj0

 

"Warum lässt niemand in einer Kirche etwas Atheistisches ab?"

Wenn wir schon sagen, daß Religion Privatsache ist, dann können Gläubige in Kirchen auch machen was sie wollen, ohne daß ich sie störe.

Nur bezahlen sollten sie es selbst.

 

"Wegen einer Art, sagen wir mal "Anstand", auch wenn der nicht immer passt?"

In einer öffentlichen Diskussion/Forum?

Sicher nicht.

Da sollten die "Gefühle" keine Rolle spielen.

 

"Du meinst so in der Richtung "Er / Sie hat etwas 'dummes", 'eine Dummheit' getan", was ja wirklich nichts über eine schlechte geistige Verfassung aussagt? Das würde ich direkt unterschreiben."

Ja, genau.

Nur nehmen so manche gerade religiöse Gläubige einen "Angriff" auf ihren Glauben persönlich.

 

"Du weißt ja schon ausgiebig wie das ist mit "Gläubige überzeugen wollen"?"

Jap. Funktioniert in der direkten Diskussion gar nicht. Ganz selten mal im Nachgang.

 

"Ok, kommt da wahrscheinlich auch auf den Zusammenhang an."

Nicht bei Jainisten.

Je extremer und fundamentalistischer, desto harmloser.

Das was ich auch immer sage und von Harris "geklaut" habe: Fundamentalismus ist nur dann ein Problem, wenn das Fundament ein Problem ist.

Wenn das Fundament ist "tu nichts und niemand weh, bring ja nix und niemand um", dann bist du bei "Wasser filtern, damit ja nix drin ist, was ich versehentlich essen könnte" und "vor mir auf den Boden schauen, damit ich ja nix platt trete". Und das ist dann extremer Jainismus.

 

"Biomagnetismus klingt sehr interessant. Habe da in ERinnerung, dass man damit auch die Lernfähigkeit erhöhen kann, durch gezieltes "Aktivieren", bzw. "Deaktivieren" von Hirnarealen?"

Nein, Biomagnetismus ist ganz simpel:

Nerven leiten Strom, nicht ganz wie Kabel, aber doch Strom. Dadurch entstehen Magnetfelder und die kann ich messen.

Da gibts und gabs schon ein paar Versuche, das zu nutzen um eine Art Funktionsaufnahme des Hirns und des Herzens zu machen. Wie bei EKG, nur nimmst du nicht den Strom auf sondern das Magnetfeld, daß durch den Strom erzeugt wird.

Ist sauaufwändig, weil die Magnetspulen runtergekühlt werden müßen, der Raum muß hochisoliert von jedem Strom und jedem Feld sein.

Das ist nix exoterisches. Das ist Wissenschaft und wissenschaftlich fundiert. Kommt bis jetzt noch nicht so rasend viel raus, weil der Aufwand riesig ist und die Störanfälligkeit auch.

Mag ja sein, daß es da auch was esoterisches dazu gibt. Aber im Grundsatz ist das pupsige Physik.

 

Velgar

 

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Ignition 45

Ignition

Großmeister
466 posts

06/02/18, 04:30 pm
Post from Velgar 46 :

"Kommt wahrscheinlich auch auf die Situation an, WANN, und WO ich so etwas sage? (Oder auch schreibe)"

Wichtiger finde ich die Frage, wann, wo und warum ich etwas nicht sage.

Ich meine, die ganzen Atheismus/Theismuskisten würd…

Wichtiger finde ich die Frage, wann, wo und warum ich etwas nicht sage.

Ich meine, die ganzen Atheismus/Theismuskisten würde man ja nun nicht in einer Kirche ablassen.

https://www.youtube.com/watch?v=WqblnTxMxj0

 

Mal was anderes.

 

Warum lässt niemand in einer Kirche etwas Atheistisches ab?

Das gehört in eine Diskussion oder ein Forum, auch ein öffentliches Forum (was ja auch ein Zeitungsartikel sein kann).

Und genau dort sollte man sich fragen, wann man was nicht sagt und vor allem WARUM?

Wegen einer Art, sagen wir mal "Anstand", auch wenn der nicht immer passt?

Vielleicht auch gepaart mit "Schüchternheit". Sieht man ja gut an DE, da wird oft erst der Mund aufgemacht, wenn es wirklich "brennt".

"Ich will jetzt nicht Korinthen kacken, doch auch bei mir hat der Begriff nichts direkt "positives"."

Hat auch niemand gesagt. Der Glaube, daß die Erde eine Scheibe sei ist schwachsinnig und auch in keinsterweise positiv gemeint.

Man kann natürlich auch "Unfug", "Unsinn", "BS" usw. dazu sagen.

Es bezieht sich auf den Glauben. "Dieser Glaube ist dumm" ist etwas anderes als zu sagen "du bist dumm".

Du meinst so in der Richtung "Er / Sie hat etwas 'dummes", 'eine Dummheit' getan", was ja wirklich nichts über eine schlechte geistige Verfassung aussagt? Das würde ich direkt unterschreiben.

Da ich jemand bin, der schon Wert darauf legt, daß das was ich für richtig halte auch richtig ist - so gut es eben geht - fliegt "Religion" und "religiöser Glaube" direkt raus.

Im Englischen wird es deutlicher: Da ist "religiöser Glaube" - "faith" und das ist "Glaube ohne Belege"/"belief without evidence".

Ich "glaube" auch nicht, nicht nur aus "Überzeugung", sondern aus Wissensgründen. Natürlich bin ich kein Sprachrekorder, und kann nicht immer, und alles so und überhaupt wiedergeben, was ich bis jetzt gesammelt habe. (---> Gott, so ein Quatsch)

Ich muß zu "Religion" nichts beitragen. Ich halte Religion im Allgemeinen und religiösen Glauben im Besonderen für mindestens Unsinn und auch in nicht wenigen Fällen für schädlich. Und wir wären meiner Überzeugung nach heute besser dran, wenn man als Menschheit einen solchen religiösen Glauben langsam aber sicher mal da hin steckt, wo er hin gehört: Da wo "Zeus", "Odin" und die anderen Vorgänger der aktuellen Religionen eh schon sind.

Da bin ich deiner Ansicht. Bei Filmen lasse ich mir Zeus & Co. noch gefallen, kann durchaus spannend sein, je nach Qualität vom Film.

Beispiel "Avengers" & Co.. Sagen dir diese Filmfiguren zu?

Wobei ich bei Filmen auch davon ausgehe, dass "man" schaut, was einem fehlt, auch wenn es nur zur "Unterhaltung" dient.

Bei manchen Filmen denke ich "voraus", was aber Kontraproduktiv fürs weitergucken des Films werden kann. Bei manchen Filmen lasse ich mich auf die Story ein. Da ich eh nicht mehr so viel schaue wie früher, macht das dann auch noch mal ein wenig Spaß.

Und dazu gehört, daß ich unsinnigen Glauben auch als solchen bezeichne und mich gegebenenfalls darüber lustig mache.

Je einflußreicher ein religiöser Glaube umso deutlicher.

Du weißt ja schon ausgiebig wie das ist mit "Gläubige überzeugen wollen"?

"Jainismus" ist zwar auch geeignet um sich drüber lustig zu machen, aber da ergibt es wenig Sinn: Ein "fundamentalistischer Jain" tut niemand weh. Im Gegenteil.

Ok, kommt da wahrscheinlich auch auf den Zusammenhang an.

Ich mache mich durchaus auch über andere semi-religiösen Glauben lustig. Homöopathie zum Beispiel. Bioresonanz. (Nebenbei: Biomagnetismus ist was anderes...)

Biomagnetismus klingt sehr interessant. Habe da in ERinnerung, dass man damit auch die Lernfähigkeit erhöhen kann, durch gezieltes "Aktivieren", bzw. "Deaktivieren" von Hirnarealen?

""Ich bin nicht direkt religiös, und ich will damit auch nicht so viel zu tun haben""

Und da ist das Problem: du kommst nicht drum rum.

Siehe Bayern im Moment. Das mag zwar eher trivial erscheinen, aber es ist wichtig.

 Hmmm, für manche könnte es durchaus richtig "Nervig" sein, alleine dadurch, dass da ein Kreuz in den Räumen hängt. Ohne jetzt weiter auszuholen.

Kirchensteuer, die Unterstützung der Kirchen durch den Staat, Kirchentag ("du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen"), die "Caritaslüge" uvm. 

Es gibt noch ein wenig mehr "Humane Organisationen", die (richtig!) Dreck am Stecken haben. 

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

Velgar 46

Velgar

Mythos
22,971 posts

06/02/18, 02:10 pm
Post from Ignition 45 :

"Wenn ich weiter stricke komme ich auch zu dem Ergebnis, das man zwar "Lächerlich" sagen kann, aber "sollte" man das auch?"

Drehen wir die Frage doch mal um.

Weil ein "sollte man" immer so ein "politisch korrekt"-Geschmäckle h…

"Kommt wahrscheinlich auch auf die Situation an, WANN, und WO ich so etwas sage? (Oder auch schreibe)"

Wichtiger finde ich die Frage, wann, wo und warum ich etwas nicht sage.

Ich meine, die ganzen Atheismus/Theismuskisten würde man ja nun nicht in einer Kirche ablassen.

Das gehört in eine Diskussion oder ein Forum, auch ein öffentliches Forum (was ja auch ein Zeitungsartikel sein kann).

Und genau dort sollte man sich fragen, wann man was nicht sagt und vor allem WARUM?

 

"Ich will jetzt nicht Korinthen kacken, doch auch bei mir hat der Begriff nichts direkt "positives"."

Hat auch niemand gesagt. Der Glaube, daß die Erde eine Scheibe sei ist schwachsinnig und auch in keinsterweise positiv gemeint.

Man kann natürlich auch "Unfug", "Unsinn", "BS" usw. dazu sagen.

Es bezieht sich auf den Glauben. "Dieser Glaube ist dumm" ist etwas anderes als zu sagen "du bist dumm".

 

""Religion sagt mir nicht zu, weil ich zu ihr nichts beitragen kann""

Wenn du das so sagen willst...

Da ich jemand bin, der schon Wert darauf legt, daß das was ich für richtig halte auch richtig ist - so gut es eben geht - fliegt "Religion" und "religiöser Glaube" direkt raus.

Im Englischen wird es deutlicher: Da ist "religiöser Glaube" - "faith" und das ist "Glaube ohne Belege"/"belief without evidence".

Ich muß zu "Religion" nichts beitragen. Ich halte Religion im Allgemeinen und religiösen Glauben im Besonderen für mindestens Unsinn und auch in nicht wenigen Fällen für schädlich. Und wir wären meiner Überzeugung nach heute besser dran, wenn man als Menschheit einen solchen religiösen Glauben langsam aber sicher mal da hin steckt, wo er hin gehört: Da wo "Zeus", "Odin" und die anderen Vorgänger der aktuellen Religionen eh schon sind.

Und dazu gehört, daß ich unsinnigen Glauben auch als solchen bezeichne und mich gegebenenfalls darüber lustig mache.

Je einflußreicher ein religiöser Glaube umso deutlicher.

"Jainismus" ist zwar auch geeignet um sich drüber lustig zu machen, aber da ergibt es wenig Sinn: Ein "fundamentalistischer Jain" tut niemand weh. Im Gegenteil.

Ich mache mich durchaus auch über andere semi-religiösen Glauben lustig. Homöopathie zum Beispiel. Bioresonanz. (Nebenbei: Biomagnetismus ist was anderes...)

 

""Ich bin nicht direkt religiös, und ich will damit auch nicht so viel zu tun haben""

Und da ist das Problem: du kommst nicht drum rum.

Siehe Bayern im Moment. Das mag zwar eher trivial erscheinen, aber es ist wichtig.

Kirchensteuer, die Unterstützung der Kirchen durch den Staat, Kirchentag ("du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen"), die "Caritaslüge" uvm.

 

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Ignition 45

Ignition

Großmeister
466 posts

06/02/18, 01:22 pm
Post from Velgar 46 :

"Hmm, das wird von diversen (Web-) Seiten behauptet, und soll auch bei anderen Bildern von ihm zutreffen."

Oh, wie gesagt: Kann schon sein. Aber wahrscheinlicher finde ich immer noch, daß es falsch positive Mustererkennung ist.

"Wenn ich weiter stricke komme ich auch zu dem Ergebnis, das man zwar "Lächerlich" sagen kann, aber "sollte" man das auch?"

Drehen wir die Frage doch mal um.

Weil ein "sollte man" immer so ein "politisch korrekt"-Geschmäckle hat. "Das sagt man nicht." - Verstehst du, was ich meine?

Warum sollte man nicht? Was sollte daran hindern?

Ich weiß schon, was du meinst.

Kommt wahrscheinlich auch auf die Situation an, WANN, und WO ich so etwas sage? (Oder auch schreibe)

"Du bist doof" auf der anderen Seite ist eine Beleidigung. Und es bleibt eine Beleidigung auch dann, wenn ich ein "weil" dahinter setze.

Und die ist nicht in Ordnung.

Hmmm, wenn ich mal das Wort "Schwachsinnig" etwas genauer betrachte, sieht es auch nicht gerade "berauschend" im Sinne von "nicht so schlimmer Ausdruck" aus?

Wikipedia dazu:

"Schwachsinn

Als Schwachsinn wird eine leichte bis schwere Intelligenzminderung bzw. Minderbegabung bezeichnet. Während der Begriff in der Psychiatrie heute nicht mehr verwendet wird, ist er in der Rechtswissenschaft noch in Gebrauch. Umgangssprachlich wird der Ausdruck heute auch synonym für „Unsinn" verwendet."

Ich will jetzt nicht Korinthen kacken, doch auch bei mir hat der Begriff nichts direkt "positives".

Jetzt ist es dummerweise so, daß eine ganze Reihe von Gläubigen sich fürchterlich auf den Schlips getreten fühlen, auch wenn man sie gar nicht selbst angreift und/oder gar beleidigt, sondern ihren Glauben. Eine Religion tut sich da besonders hervor.

Aber kann das die Begründung sein, einen offensichtlich schwachsinnigen Glauben nicht auch schwachsinnig zu nennen?

"Das Kind beim Namen nennen", fällt mir noch dazu ein. Ich sage ja nicht, das ich Religion an sich für Superobergeil halte, eher das Gegenteil ist der Fall.

Ich würde es mal so formulieren:

"Religion sagt mir nicht zu, weil ich zu ihr nichts beitragen kann", oder

"Ich bin nicht direkt religiös, und ich will damit auch nicht so viel zu tun haben", und

"Ich bin eher Wissenschaftlich orientiert".

Je nachdem mit wem ich mich gerade unterhalte, auch davon abgesehen.

 

 

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

Velgar 46

Velgar

Mythos
22,971 posts

06/02/18, 10:57 am
Post from Ignition 45 :

Nuja, ob Michelangelo da wirklich ein Hirn im Kopf hatte, als er das gemalt hat, sei mal dahingestellt. Kann sein, zutrauen könnte man es ihm, aber ich würde da eher mal wieder eine falsch positive Mustererkennung vermuten.

Hmm, das…

"Hmm, das wird von diversen (Web-) Seiten behauptet, und soll auch bei anderen Bildern von ihm zutreffen."

Oh, wie gesagt: Kann schon sein. Aber wahrscheinlicher finde ich immer noch, daß es falsch positive Mustererkennung ist.

Macht ja nix. Kunst muß nicht nur die Botschaft des Künstlers tragen, sie kann auch anders gedeutet werden, als der Künstler eigentlich vorhatte.

 

"Wenn man den Begriff "weit macht", dann wird er nicht nur "Wertlos", sondern ggf. auch "Sinnlos"?"

Richtig. Den Unterschied hatte ich da gar nicht gemacht, aber er ist natürlich zutreffend. Wenn der "Sinn" = "Alles" ist, dann ist da effektiv kein Sinn.

 

"Wenn ich weiter stricke komme ich auch zu dem Ergebnis, das man zwar "Lächerlich" sagen kann, aber "sollte" man das auch?"

Drehen wir die Frage doch mal um.

Weil ein "sollte man" immer so ein "politisch korrekt"-Geschmäckle hat. "Das sagt man nicht." - Verstehst du, was ich meine?

Warum sollte man nicht? Was sollte daran hindern?

 

"Ich kann ja nicht zu jemandem ins Gesicht z. B. sagen "Du hast einen lächerlichen Glauben!", oder "Du bist doof, weil du xyz glaubst!"."

Und da hast die Antwort auch schon: "Dieser Glaube ist lächerlich." oder sogar "Dein Glaube ist lächerlich." ist etwas anderes als "Du bist doof, weil du das glaubst."

Das erste ist in Ordnung. Da kann man nichts Rationales dagegen sagen. Man kann es auch nicht sinnvoll angreifen. Das merkt man, wenn sich mal öfter mit dieser Sorte "Gläubige" unterhält. Da kommt dann eine Iteration von "Das ist mein Glaube und den darfst du nicht runtermachen, weil wir haben Religionsfreiheit!einself!" (Ein Satz der fraktal falsch ist: Je genauer man hinsieht, desto falscher wird er.)

"Du bist doof" auf der anderen Seite ist eine Beleidigung. Und es bleibt eine Beleidigung auch dann, wenn ich ein "weil" dahinter setze.

Und die ist nicht in Ordnung.

Jetzt ist es dummerweise so, daß eine ganze Reihe von Gläubigen sich fürchterlich auf den Schlips getreten fühlen, auch wenn man sie gar nicht selbst angreift und/oder gar beleidigt, sondern ihren Glauben. Eine Religion tut sich da besonders hervor.

Aber kann das die Begründung sein, einen offensichtlich schwachsinnigen Glauben nicht auch schwachsinnig zu nennen?

 

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"