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Overview / Politik & Wirtschaft

Kapitalismus, Mensch und Gesellschaft

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10/22/18, 02:16 pm

Der Kapitalismus als Garant von Wohlstand?

 

Im Neuen Testament heißt es „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe“ (1. Korinther 13,13) – leider ist die Liebe als schwächstes Glied dieser Trias irgendwo dem Fortschritt- und marktkonformen Wachstum im Wege gewesen und hat sich als ökonomisch unbrauchbar erwiesen. Ökonomie aber ist das Herzstück einer Gesellschaft die sich dem Wohlstand als zentrales Ziel verschrieben hat, einem Wohlstand der im Gehäuse des Kapitalismus resp. einer sog. Marktstruktur – so die verbreitete Ansicht und Überzeugung vieler Politiker, Ökonomen aber auch vieler Menschen die diesem Narrativ folgen- alles und jedes wie von unsichtbarer Hand regeln soll oder anders formuliert: Das Leben des Menschen ist dem Wechsel zwischen Angebot und Nachfrage als Alleinstellungsmerkmal gesellschaftlicher Funktionalität und Stabilität offenbar unterworfen.

Natürlich wird niemand ernsthaft bestreiten wollen, dass es im ökonomischen Bereich einer Gesellschaft eines Marktes erfordert. Was aber sehr wohl politisch und gesellschaftlich zur Disposition stehen könnte, ist die aus der „Großen Transformation“seit dem späten 18. Jahrhundert hervorgegangene kapitalistischeMarktwirtschaftmit ihrem zirkulär geschlossenen, nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sondern die Produktionsfaktoren [sc. arbeitende Mensch und Boden als Vermarkungsmasse] selbst einbeziehenden Marktsystem. (Christoph Deutschmann „Soziologie kapitalistischer Dynamik“, S.62 – nachzulesen unter: http://www.mpifg.de/aktuelles/SiR/MPifG-deutschmann_0902.pdf)

Boden und der arbeitende Mensch sollten, ja müssen aus diesem Zirkelkreis mit Waren- und Dienstleistungs- und damit Renditeabsicht wieder zurück in die Gesellschaft als deren eigentlicher Überbau und Unterbau und nicht als bloßer Gewinn- oder Kostenfaktor betriebswirtschaftlicher Gleichungssätze. Es braucht einer Retransformation die einer - diesmal globalisierter Umwelt- und Sozialordnung mit politischen, aber noch mehr gesellschaftlichen Formatierung zu folgen hat.

Bleiben wir bei dieser momentanen kapitalistischen Übergewichtung werden zum einen die Gesamteinkommenverhältnisse sich nicht nur noch stärker verschieben,[1] sondern die ökologischen Verwerfungen [2] ein nicht mehr reversibles Ausmaß annehmen, denn Globalisierung kann nicht nur den Rhythmen (Algorithmen) eines Hochfrequenzhandels (implizit von Futuretrading mit Lebensmitteln) folgen oder neoliberaler Prinzipien.

„Die neoliberale Irrlehre glaubt, wenn nur Bedingungen wie Liberalisierung, freier Kapitalverkehr, ein schlanker Staat verwirklicht würden, gäbe es einen wahren Goldregen – das ist so Irrational wie das Paradies im Christentum. Die Fakten sehen anders aus: Goldberge türmen sich auf und daneben Leichenberge. Infolge des Prinzips der Profitmaximierung bekämpfen sich die Multis untereinander, und sie führen Krieg gegen die Menschen.“ (der ehemalige UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler)

 

Und ach ja, zu recht kritisierte der Soziologe Armin Nassehi, das in solcher Kapitalismuskritik zu oft der eigentliche Adressat fehle, weil – und das ist ebenfalls berechtigt – die postmodernen Dienstleistungsgesellschaften sich als zu komplex erweisen. Nun der Adressat sind wir alle als Träger, als Inhalt und Generator dieses Gesellschaftsvertrages auf Wohlstand.

Übrigens es gibt auch Alternativen zum Kapitalismus – z.B. den Konvivialismus – das nur nebenbei bemerkt. Das erfordert aber ein radikales Umdenken oder wenigstens zunächst ein Neu-Denken wie es der französische Philosophen Édouard Glissant in folgenden Sätzen formuliert:

"Wir gehen davon aus, dass man nicht leben kann, wenn man nur ökonomisch denkt und handelt. Man muss versuchen, an das zu denken, was nach dem Kapitalismus kommt. Die beste Art den Kapitalismus zu bekämpfen, besteht darin, sich schon jetzt einen "Après-Kapitalismus" vorzustellen, das heißt eine Welt, in der die Zwänge des Kapitalismus keine Zwänge mehr sind. Eine Welt, in der es möglich ist, über die Unentgeltlichkeit der Existenz nachzudenken, zeitweilig und ortsgebunden. Eine Welt, in der das Konzept individueller Verantwortung weiter gefasst werden kann und über die wirtschaftlichen, verkaufs - und werbetechnischen Bestimmungen und Ähnliches hinausreicht, die man Völkern und Menschen aufzwingt. Diese Dimensionen sind die Produkte, die wir dringend benötigen. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass sie mit den Produkten zusammenkommen, mit denen wir die Grundbedürfnisse der Menschen abdecken. In dem Moment, in dem wir diese Art von Verbindung herstellen, werden die Menschen anfangen, tatsächlich zu leben, statt in ein Räderwerk eingezwängt zu sein, das der kapitalistische Liberalismus antreibt."

 

[1]  "Die unteren 50 Prozent der Gesellschaft haben in den letzten Jahren massiv an Anteil am Gesamteinkommen verloren. In   den 60er Jahren verfügten sie noch über etwa ein Drittel, heute sind es noch 17 Prozent“. (Charlotte Bartels vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nachzulesen unter: https://www.zeit.de/news/2017-12/14/einkommen-studie-oekonomische-ungleichheit-ist-gewachsen-14090403

[2] siehe dazu den Living Planet Report unter https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-LivingPlanetReport-2016-Kurzfassung.pdf und die

 

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"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

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https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neuordnung-des-zugverkehrs-gefaehrdet-fluechtlinge-sollen-lokfuehrer-werden.f0aa9ddc-a6ad-484a-b7bd-6bf22621a37b.html

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01/04/19, 02:48 am

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https://m.bild.de/video/clip/franck-ribery/bayern-star-ribery-isst-goldenes-tomahawk-steak-59339456.bildMobile.html

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12/13/18, 09:58 am

 

Keine Ahnung, wohin mit diesem Thema. Also landet es mal hier.

 

--- Spenden für Wikipedia. Ja oder nein? ---

 

Ich habe gespendet, weil ich Wikipedia nutze und auch daran mitarbeite.

 

Wie seht Ihr das?

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12/13/18, 12:42 am
https://www.greenpeace.de/microsite/general/56?utm_source=facebook.com &utm_medium=ad&utm_campaign=agriculture&utm_content=signers_l&utm_term=meat&fbclid=IwAR3yx4U1qUWe06DnRjstYV1PKgJunPzKYh3OGcN95TvPFMAq5z8ErjJNFfU

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12/07/18, 11:05 am
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11/06/18, 03:41 pm
Am 13.11.2018 um 17:00 Uhr startet unsere Folge von #bloggertalk auf wieichFM.

In unserer ersten Ausgabe sprechen wir Nick über seine Projekte beim BLN Streetsupport. Unter anderem auch darüber, warum die Unterstützung eines WATOTOWEMA Hilfsprojektes in Afrika gerade jetzt so wichtig ist.

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