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Übersicht / Aktuelles

Flüchtlingsthread, die 3.!

  • 3169 Beiträge
Autor Beitrag

2moro 22

2moro

Superkwickie
6 Beiträge

04.09.18, 21:36 Uhr
Beitrag von Mindmaker 57 :

Der Linke ist der edle Retter der Menschheit.

Ganz unpassend. Das müssen die Menschen selbst leisten.

Da wird dann eine Revolution fast schon zu einem Akt der Nächstenliebe und die Millionen Toten unter Stalin und Mao - um mal…

Das mit dem Retter war Polemik. Da konnte ich nicht widerstehen.

 

Nun aber ernsthaft: Natürlich bringt das Aufrechnen gar nichts. Die Atombomben auf Japan waren das Ende und somit auch die Folge des Zweiten Weltkriegs und zahlloser Kriegsverbrechen, die sich die Japaner schuldig gemacht haben. Man kann nun Hitlers Rassenwahn für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verantwortlich machen oder den Kapitalismus oder man trennt es gar nicht. Aber darum geht es nicht.

Mir ging es darum, zu zeigen, dass der Kommunismus eigentlich überall gescheitert ist, wo er versucht wurde. Und dass Linke nicht per se bessere Menschen sind als die bösen Rechten. Und wenn du selbst nicht genau weißt, ob der Kommunismus funktionieren könnte, dann einigen wir uns doch darauf, dass er keine Gesellschafts-oder Regierungsform ist, sondern eine Utopie. Vielleicht sogar gut gemeint, aber eben nicht umsetzbar.

 

Äh...es war Lohn, mehr aber nicht? Ich meine...eigentlich...ist das so, wenn man wo angestellt ist, bekommt man einen Lohn. Ein Gehalt. Was genau hast du von dem Mann erwartet? Dass er dich zum Teilhaber macht?

Der Unternehmer trägt übrigens auch ein Risiko. Er ist kein Investmentbanker, der auch bei Unfähigkeit mit Boni rechnen kann. Wenn der Unternehmer in deinen Augen so viel verdient, ohne viel zu leisten, warum hast du dann nie daran gedacht, dich selbstständig zu machen? Das wäre dann doch konsequent gewesen?

 Du sagst, manche erkennen ihre gesellschaftliche Stellung nicht und merken nicht wie sie ausgebeutet werden. Ich sage, sie werden gar nicht ausgebeutet. Da kommen wir uns wohl nicht näher.

 

Also ich weiß ja nicht wie das bei dir war, aber normalerweise bewirbt man sich auf einen Job, den man möchte. Man hat also schon die Wahl. Später, wenn man Leistungen bezieht, kann man natürlich auch vom Amt gezwungen werden. das ist unbestritten.

Es gibt viele Gründe, warum es mit dem Traumberuf nichts werden kann. Keine Frage. Aber dass es in sozialistischen Ländern leichter war, das zu arbeiten, was man gerne wollte...halte ich dann doch für unwahrscheinlich.

 

Danke für das Zitat. Also wenn sie den Satz mit der Religion wirklich so gesagt hat, ist sie noch übergeschnappter als ich je dachte.

 

Aber abschließend noch als Ergänzung: Ich sehe durchaus Fehler im Kapitalismus wie er in Deutschland ist. Ich halte ihn nicht für den Heilsbringer. Aber ich sehe ihn nach wie vor als das best-mögliche System, wenn man alle Vorteile und Nachteile abzieht.

 

 

 

 

 

2moro 22

2moro

Superkwickie
6 Beiträge

04.09.18, 21:07 Uhr
Beitrag von Der_Staufer 37 :

>>>Eine Kultur, die gesellschaftlich eine reines Fantasie-Produkt wie eine Religion so auslegt, dass sie damit anderen Menschen aufgrund ihres Geschlechts (Frauen) oder ihrer sexuellen Vorlieben (Homosexuelle, Transgender usw) oder ihr…

Nicht ganz richtig.

 

Dass die AfD ein antiquiertes Frauenbild hat, müssen wir nicht diskutieren. Dass die AfD das Rad zurück drehen will und die Ehe für alle wieder abschaffen möchte - auch völlig korrekt. Die AfD hat in vielen Bereichen Rezepte, die die CDU unter Adenauer und später vielleicht noch ansatzweise unter Dregger hatte bzw die CSU unter Strauß.

Hinzu kommen dann noch weiter rechts stehende Irrläufer wie Höcke und andere.

 

Nur ist es für mich schon noch ein Unterschied, ob jemand die Ehe für alle wieder verbieten will, ob jemand am liebsten wieder die Hausfrau haben will, oder ob jemand seine Töchter dazu anhält, die Brüder zu bedienen, sie niemals oder nur kurz zu Schule schickt, ihnen ein Kopftuch aufzwingt und den Ehe-Partner für sie aussucht und sie mitunter noch vor der Teenager-Zeit verheiratet. Und sie als vogelfrei gilt, wenn sie es wagt, den ausgesuchten Partner zu verlassen.

Es ist ein Unterschied, ob jemand die Ehe für Schwule und Lesben verbieten will oder eine Auslegung einer Religion anhängt, die diesen Leuten jedes Recht auf Leben nimmt. Und die man dann nach Belieben jagen und drangsalieren oder gar töten kann.

 

Ich wüsste nicht, dass die AfD solche Dinge in ihrem Wahlprogramm hat.

 

Davon abgesehen nennst du aber unabsichtlich den Kern des eigentlichen Problems. Die liberale Gesellschaft und das, was in den letzten Jahrzehnten erreicht wurde, ist doppelt bedroht. Einmal von der AfD, die das Rad der Zeit gerne zurüclk drehen will. Und auf der anderen Seite von einem gewiss nicht kleinen und vor allem sehr lauten und sehr auffälligen Teil von Flüchtlingen, die hier zwar den Wohlstand gerne wollen, aber keineswegs geneigt sind, von ihren archaischen Prinzipien ab zu kehren.

Frei nach dem Motto, der Europäer ist der Depp, der zahlt, die Frau, die es wagt, ohne Typ feiern zu gehen, ist Freiwild, und eigentlich sind wir ja die Geilsten, weil wir haben Allah usw...

 

Aber das zu kritisieren, ist weder in kwick noch allgemein im Land opportun, denn der Stempel "Nazi" trifft ja mittlerweile nahezu jeden. Oder hättest du vor fünf Jahren gedacht, dass angeblich geistig gesunde Menschen mal Alice Schwarzer oder Karl Lagerfeld als Nazis bezeichnen? Einziges Vergehen der beiden war sachlich völlig richtige Kritik an der Flüchtlingspolitik der Grökaz.

 

Ein nicht kleiner Teil der Flüchtlinge und die AfD sind sich viel ähnlicher als sie denken. Und eine unfähige Regierung schaut dem Treiben interessiert zu.

Mindmaker 57

mindmaker

Veteran
44.035 Beiträge

04.09.18, 20:35 Uhr
Beitrag von DerHerrvonundzu 33 :

Leider kenne ich einige. Was du schreibst widerspricht nicht meiner Auffassung. Außer vlt, das dieser Protest nicht aufhören wird, also die Abwendung von den bishergen Parteien.

Wir müssen froh sein, wenn dieser Protest in geordneten …

Der Prostest wird so lange anhalten, solange die Regierung nicht am Bürger vorbei regiert und seine Sorgen und Kritiken ernst nimmt.

Ich halte das wirklich für ein Fehlurteil. Aus mehreren Gründen: Den schon von mir beschriebenen Umschlag im Denken von Nationalisten. Wenn man erst einmal eine bestimmte Meinung vom Staat erhalten hat, wird man die nicht so schnell, wegen einem günstigen Rentenbescheid zB, wieder los. Dann denkt die Regierung auch garnicht daran für irgendwelche 'Bürger' zu regieren, die nicht mindestens irgendwo für ne Menge Arbeitsplätze stehen. Die repräsentative Demokratie wurde nicht eingeführt weil es keine Alternative gäbe, sondern damit der 'Bürger' glaubt. Und drittens steckt in dem Satz ja schon die Vermutung, die Regierung könnte etwas anderes tun. Das Programm dieses Staates lässt das aber einfach nicht zu. Ganz allgemein.

Am Begriff Bürger störe ich mich in dem Kontext, weil es nunmal keine einheitliche Volksmasse gibt. Es gibt zahlreiche Gruppen in der Bevölkerung mit diversen, teils kompatiblen, teils sich widersprechenden, Interessen. Alle mit anderen Sorgen und Kritiken.

Ich persönlich denke, dass wir uns da einiges importiert haben, auf das wir besser verzichtet hätten.

Den Satz mag ich auch nicht. Wir haben da garnichts getan. Ich hab garkeine Zeit ständig zwischen Berlin und der Grenze zu pendeln. Teil des Staatsapparats bin ich auch nicht. Also, ich hab da nichts zu verantworten. Da gibt es kein wir.

Naja, die Worthülse Flüchtling ist ja auch so ein pauschales Ding, das viel zu inflationär gebraucht wird.

Ich begegne täglich Nordafrikanern und Arabern, die von ihrer Unterkunft zu Norma und Lidl pilgern doch kann ich diese Menschen sicher als echte Flüchtlinge identifizieren?

Ich kenne ja ihre Vita nicht, weiß nicht warum sie vor was geflüchtet sein wollen. Ich nehme sie wahr aber es ist auch irgendwie surreal und nicht greifbar. Sie sind da aber man bekommt keinen Input. Sie sind meist in Gruppen unterwegs und suchen auch nicht gerade intensiv den Kontakt zur Bevölkerung.

Ja, frag einfach mal einen der Schwarzen ob du an seinem Unterarm rubbeln darfst. Sozusagen als Beweis für die Echtheit. Kommste ganz schnell ins Gespräch.

Aktuell der Fall der Rohinya in Myanmar: Rohinyamilizen haben Regierungsstellen angegriffen und Beamte getötet. Darauf hin hat die Armee Myanmars reagiert und die bekannte Flüchtlingswelle der Rohinya ausgelöst. Thailand z.B. hat die Aufnahme von Rohinyas abgelehnt bzw. bereits im Land befindliche wieder ausgewiesen.

Das ist ein ganz kleiner Ausschnitt, der die Lage dieses Vokes nicht darstellt. Die Rohingya sind im Grunde völlig rechtlos, sie werden als Volk nicht anerkannt, aber auch nicht als Staatsbürger. Und da sie als vogelfrei angesehen werden, erhalten sie nie Dokumente, ihr aus Gewohnheitsrecht rührender Landbesitz wird beschlagnahmt, das Eigentum konfisziert, und sie selbst zum Abschuss freigegeben. Das die sich wehren ist mehr als normal. Das ist ja nicht neu, das geht schon ewig, das man die nicht haben will. Das hat auch mit buddhistischem Nationalismus zu tun.

...sich seperatistische Tendenzen einstellen mit dem Hang, der Mehrheitsgesellschaft  eher abweisend gegenüber zu stehen

Ich frage mich schon seit längerem, wieso die Koexistenz von Muslimen mit anders Gläubigen (Buddhisten, Christen, Juden, Hindus, Parse) immer so Konfliktaufgeladen ist.

1. Ist nicht so. Gibt es in den USA separatistische Tendenzen von Muslimen? In England? Frankreich?

2. Das ist dort der Fall, wo Religion Mittel des Herrschaftsanspruchs ist/ die weltliche, politische Herrschaft ideologisch unterfüttert. Sowohl in Israel, dem Iran oder Indien zB.. In Tibet würden manche gerne, lässt aber China nicht zu.

Rule your mind or it will rule you

DerVorwinter 26

DerVorwinter

Urgestein
1.291 Beiträge

04.09.18, 19:40 Uhr
Beitrag von Nachlangerzeit 42 :

Mich kann die AfDauch mal kreuzweise. Nutzt nur nichts. Entweder ich wähle gar nicht mehr,was der AfD auch indirekt hilft, oder ich meine das klenere Übel zu wählen. Wenn ich sehe wie wir unsere Wohlfühlblase weiter füllen, Probleme schönred…

Und wem dürfen wir für dieses Desaster danken? Wieder mal der SPD. Wie traurig.

Nachlangerzeit 42

Nachlangerzeit

Gelegenheitskwickie
233 Beiträge

04.09.18, 17:14 Uhr
Beitrag von DerHerrvonundzu 33 :

Das sehe ich auch so:

Ich bin kein Fan der AfD und ich finde es sehr bedenklich, dass die ehem. großen Volksparteien jetzt zu lamentieren beginnen, wo denn die Stimme der sog. "Bürgerlichen Mitte" sei, wo diese Gesellschaftsschicht doch…

Mich kann die AfDauch mal kreuzweise. Nutzt nur nichts. Entweder ich wähle gar nicht mehr,was der AfD auch indirekt hilft, oder ich meine das klenere Übel zu wählen. Wenn ich sehe wie wir unsere Wohlfühlblase weiter füllen, Probleme schönreden und genau so weitermachen wie bisher, da kann ich nur den Kopf schütteln. 

 

DerHerrvonundzu 33

DerHerrvonundzu

Praktikant
56 Beiträge

04.09.18, 15:40 Uhr
Beitrag von Nachlangerzeit 42 :

Ich finde es schon merkwürdig dass man bis heute nicht begriffen hat dass die Masse reine Protestwähler sind.  Wähler die keine andere Möglichkeit mehr sehen als der Regierung das Messer auf die Brust zu setzen. 

Da kannst du lange mit…

Das sehe ich auch so:

Ich bin kein Fan der AfD und ich finde es sehr bedenklich, dass die ehem. großen Volksparteien jetzt zu lamentieren beginnen, wo denn die Stimme der sog. "Bürgerlichen Mitte" sei, wo diese Gesellschaftsschicht doch die von den etablierten Parteien die am meisten enttäuschte und desillusionierte ist. Zudem kommen sehr viele Opfer der Morde und Vergewaltigungen genau aus dieser Schicht. Die Frauen die in Köln auf der Domplatte ihr Martyrium erleiden mussten, waren ja keine Reanies, Frauen aus dem schrarzen Block etc. sondern Frauen aus der bürgerlichen Mitte.

Wer vorher extrem links oder rechts war, dem ist die AfD eh juck, aber wer vorher gemäßigt war und die Misstände sieht, der will mittels der AfD den etablierten auf die Finger klopfen.

Zudem bemängeln die europäischen Regierungen die Hinwendung der europ. Völker zum Nationalismus. Da Frage ich mich dann schon, wie reflektiert die Regierungen denn max. noch sein können bzw. was sie als Ursache dafür sehen.

Warum haben vornehmlich die älteren Briten für den Brexit gestimmt?

 

Das Böse hat viele Gesichter und eins davon ist für mich das Fürchterlichste:
die Gleichgültigkeit guter Menschen.
Denn es gibt nicht "das Böse" an sich,
sondern nur das Gute mit viel, wenig oder gar keiner Intensität.

DerHerrvonundzu 33

DerHerrvonundzu

Praktikant
56 Beiträge

04.09.18, 15:11 Uhr
Beitrag von Mindmaker 57 :

Ich denke das ist so zu trivial formuliert.

Ich habs natürlich verallgemeinert.

Du musst dir immer vor Augen halten, dass "der AfD-Wähler" früher mal SPD, FDP oder CDU/CSU gewählt hat. Hättest du ihn da auch als Nationalist be…

Leider kenne ich einige. Was du schreibst widerspricht nicht meiner Auffassung. Außer vlt, das dieser Protest nicht aufhören wird, also die Abwendung von den bishergen Parteien.

Wir müssen froh sein, wenn dieser Protest in geordneten Bahnen bleibt und sich gewaltfreie Kanäle sucht.

Der Prostest wird so lange anhalten, solange die Regierung nicht am Bürger vorbei regiert und seine Sorgen und Kritiken ernst nimmt.

Momentan steht wieder ein Afghane vor Gericht, der die 17-Jährige Mireille erstochen haben soll, weil sie sich von ihm getrennt hat.

Ich persönlich denke, dass wir uns da einiges importiert haben, auf das wir besser verzichtet hätten.

 

Wenn es geht wird der Kontakt zu Flüchtlingen vermieden.

Naja, die Worthülse Flüchtling ist ja auch so ein pauschales Ding, das viel zu inflationär gebraucht wird.

Ich begegne täglich Nordafrikanern und Arabern, die von ihrer Unterkunft zu Norma und Lidl pilgern doch kann ich diese Menschen sicher als echte Flüchtlinge identifizieren?

Ich kenne ja ihre Vita nicht, weiß nicht warum sie vor was geflüchtet sein wollen. Ich nehme sie wahr aber es ist auch irgendwie surreal und nicht greifbar. Sie sind da aber man bekommt keinen Input. Sie sind meist in Gruppen unterwegs und suchen auch nicht gerade intensiv den Kontakt zur Bevölkerung.

 

Das wird alles völlig überbewertet. Der religiöse Vorbehalt ist unstimmig mit dem moralischen Urteil. Die liberalen Freiheiten werden auch von Moslems geschätzt.

Die Frage ist halt, auf wie viele dies zutrifft.

Wenn man mal auf die Landkarte guckt bzw. sich mit der Geschichte der Neuzeit beschäftigt, dann wird man festellen müssen, dass in jedem nichtmuslimischen Land, in dem Muslime leben und eine signifikante Menge stellen, sich seperatistische Tendenzen einstellen mit dem Hang, der Mehrheitsgesellschaft  eher abweisend gegenüber zu stehen.

Dieser Fakt ist in Form von Parallelgesellschaften auch in Deutschland zu konstatieren.

Aktuell der Fall der Rohinya in Myanmar: Rohinyamilizen haben Regierungsstellen angegriffen und Beamte getötet. Darauf hin hat die Armee Myanmars reagiert und die bekannte Flüchtlingswelle der Rohinya ausgelöst. Thailand z.B. hat die Aufnahme von Rohinyas abgelehnt bzw. bereits im Land befindliche wieder ausgewiesen.

Ich frage mich schon seit längerem, wieso die Koexistenz von Muslimen mit anders Gläubigen (Buddhisten, Christen, Juden, Hindus, Parse) immer so Konfliktaufgeladen ist.

 

Das Böse hat viele Gesichter und eins davon ist für mich das Fürchterlichste:
die Gleichgültigkeit guter Menschen.
Denn es gibt nicht "das Böse" an sich,
sondern nur das Gute mit viel, wenig oder gar keiner Intensität.

Nachlangerzeit 42

Nachlangerzeit

Gelegenheitskwickie
233 Beiträge

04.09.18, 12:48 Uhr
Beitrag von Struppi07 56 :

Ganz ehrlich? Ich verstehe die Ossis. Du nicht?

 Nein

Du ich würde gar nicht so viel aus dem Zusammenhang reißen und kwicktypisch zerrupfen.

Ich finde eher das Zusammenmengen und eröffnen neuer Diskussionsfelder ist kw…

Ich finde es schon merkwürdig dass man bis heute nicht begriffen hat dass die Masse reine Protestwähler sind.  Wähler die keine andere Möglichkeit mehr sehen als der Regierung das Messer auf die Brust zu setzen. 

Da kannst du lange mit dem Wahlprogramm der AfD oder Sonstigem kommen, es interessiert niemanden. 

Mindmaker 57

mindmaker

Veteran
44.035 Beiträge

04.09.18, 02:16 Uhr (geändert 04.09.18, 02:32 Uhr)
Beitrag von DerHerrvonundzu 33 :

Der AfD-Wähler ist Nationalist.

Ich denke das ist so zu trivial formuliert.

Du musst dir immer vor Augen halten, dass "der AfD-Wähler" früher mal SPD, FDP oder CDU/CSU gewählt hat. Hättest du ihn da auch als Nationalist bezeich…

Ich denke das ist so zu trivial formuliert.

Ich habs natürlich verallgemeinert.

Du musst dir immer vor Augen halten, dass "der AfD-Wähler" früher mal SPD, FDP oder CDU/CSU gewählt hat. Hättest du ihn da auch als Nationalist bezeichnet?

Nein, nicht in der Verallgemeinerung, denn damals hatte er ja vermutlich noch nicht dieselben Einsichten wie heute.

Ich denke, dass wenn es das platte Stereotyp vom AfD-Wähler überhaupt gibt, dass ist er ein von der Regierung enttäuschter Protestwähler, der die AfD genau so stark macht, so schwach die großen Volksparteien agieren.

Leider kenne ich einige. Was du schreibst widerspricht nicht meiner Auffassung. Außer vlt, das dieser Protest nicht aufhören wird, also die Abwendung von den bishergen Parteien.

Also dazu denke ich folgendes: die allerwenigstens haben pauschal etwas gegen Flüchtlinge, denn dies wäre extrem inhuman und auch völlig unpassend zum westl. Wertekanon.

Das ist die meistgehörte Aussage zum Thema. Da ist meine persönliche Erfahrung anders. Wenn es geht wird der Kontakt zu Flüchtlingen vermieden. Der westl. Wertekanon ist ja auch so ein ominöses Ding, im Prinzip genauso ungreifbar wie das Deutschsein. Nein, diese AfD-Anhänger möchten nicht als die unfreundlichen Typen dastehen, deshalb erwarten sie ja vom Staat, dass er solche 'Probeme' erst garnicht aufkommen lässt.

Womöglich denken tatsächlich einige hier, dass die Leute aus niederwertigen Kulturen kommen, das aufgrund versch. Fakten wie Schariagerichte, die wegen Nichtigkeiten Todesurteile verhängen, Intoleranz gegenüber anders denkenden (Homosexuelle, Atheisten, anders gläubige), Missachtung der Würde der Frau etc. sicher auch nicht ganz so einfach von der Hand zu weisen ist.

Auch ich erwarte natürlich, dass sich Einwanderer an die hiesigen Gesetze halten. Man muss diese Leute aber auch nicht für blöd halten. Die wissen doch ganz genau, dass das so ist. Und die ganz große Mehrzahl ist sehr bereit in einem relativ sicheren und Wohlstand versprechenden Land die vermeintlichen Regeln ihrer Religion hinten an zu stellen. Die lieben den demokratisch verwalteten Kapitalismus. Ich mein, man soll mal in so eine Notunterkunft gehen, sich mal mit den Leuten da etwas gemein machen. Wie soll man denn etwas über Menschen wissen, wenn man nicht mit ihnen spricht? Und ja die wenigen religiösen Extremisten und Strenggläubige gibt es dann auch. (Ich kenn da so eine Familie aus Syrien. Der ältere Bruder missbilligt meine Gespräche mit der Schwester, draussen vor seiner Türe, und durchlöchert mich regelrecht mit seinen Augen. Er lernt noch was in seiner Macht steht und was nicht. Da gibt es dann eben u.U. auch welche, die zurück wollen.)

Demgegenüber stehen dann genau diese Leute und sehen auf die westl. Kulturen herab, da sie das gesamte Ungläubigentum repräsentieren...

Das wird alles völlig überbewertet. Der religiöse Vorbehalt ist unstimmig mit dem moralischen Urteil. Die liberalen Freiheiten werden auch von Moslems geschätzt. Vor einiger Zeit, kann schon letztes Jahr gewesen sein, habe ich mal einen Afghanen gefragt, wie er sich die relative Armut der moslemischen Völker erklärt. Der meinte glatt: 'Wer dauernd auf dem Gebetsteppich kniet, hat eben weniger Zeit zum arbeiten.' Wie gesagt, die sind nicht so blöd, wie sie gemacht werden. Ich wage zu behaupten, dass sich sehr sehr viele von den religiösen Fesseln ihrer jeweiligen heimatlichen Gesellschaften befreit sehen. Vergessen wir nicht, Religion ist schließlich Herrschaftsmittel.

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mindmaker

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44.035 Beiträge

04.09.18, 01:22 Uhr
Beitrag von Harp 48 :

Da mache ich mir wirklich auch Sorgen.

Warum?

Weil Deutschland im internationalen Vergleich so ein unsicheres Land ist? Oder weil es früher besser war?

1. Nein. Mein Umfeld wird ja nicht sicherer o. unsicherer, wenn sich da was ändert. Ist diesbezüglich belangslos.

Und früher hätte ich mir vlt. die gleichen Sorgen gemacht, hatte aber einfach andere Erfahrungen. Ich mach das nicht an Zahlen fest, sondern an persönl. Erlebnissen. Mir kommt es zB so vor, als ob der staatliche Gewaltapparat, bei Demos viel agressiver präsent ist und gesundheitliche Schäden bei Opfern dessen Eingreifens öfter in Kauf genommen werden. Das kann meine Sicherheit tangieren. Zweites Beispiel: Ich gehe mit nem Kumpel mal in ein Stammlokal n Bierchen trinken. Die asiatsich aussehende Bedienung hat seit einem Jahr (vorher nie) auf dem Arbeitsweg Probleme mit Pöbeleien, Beleidigungen und körperlichen Bedrohungen. Tangiert mich. Drittes Beispiel: Die Betreiber der 'Notunterkunft' (die Not hält schon seit mehreren Jahren an!) mussten kürzlich aus Sicherheitsgründen die Regeln für den Zutritt verschärfen. Solche Sachen.

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