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Übersicht / Glaube & Philosophie

Sind wir heute einfach zu blöd für Religion?

  • 876 Beiträge
Autor Beitrag

InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
767 Beiträge

01.10.16, 11:40 Uhr

Auch wenn der Titel vielleicht ein bisschen hart klingt, es spiegelt exakt das wider, was ich mich häufig frage. Seit Jahren bin ich mir bewusst, wieviel ein religiöser Lebensstil für ein gesundes Dasein an Wert hat, sehe aber auch, dass es nicht so leicht ist, das umzusetzen. Ideal gesehen sollten wir eigentlich bei unserer Orientierung im Leben und der Gesellschaft von den Weisheiten, Perspektiven und Lebensentwürfen profitieren können. Die Realität zeichnet aber ein ganz anderes Bild.


Religion begegnet uns hauptsächlich in solchen Formen, die nur dazu dienen, die eigenen (und da meist echt verqueren) Ansichten oder Verhaltensmuster zu stützen.

- Statt zwischenmenschlicher Verbindungen entstehen weltfremde Parallelgesellschaften. Christentum und Islam sollten ursprünglich die Grenzen zwischen den Völkern überwinden, heute stellen sie nicht selten das größte Hindernis zum friedlichen Zusammenleben dar.

- Die Kernbotschaften sind irgendwie nebensächlich geworden. Über Jesus zum Beispiel redet man zwar dauernd, aber wofür er ursprünglich stand, davon scheint nichts mehr anzukommen. Es könnte auch genausogut um Spiderman gehen.

- Wir besitzen heute nicht mehr die Ruhe und die Leidenschaft dafür, wirklich das zu leben, wofür wir zu stehen meinen. Ich selbst praktiziere eine Meditationsübung, die mir wohl viel helfen würde, wenn ich denn mal dazu käme. Da schau ich manchmal fast neidisch auf die Muslime mit ihren Pflichtgebeten. Die haben einen klaren Vorteil.

- Religiöse Sprache ist die Sprache der Bilder und Symbole. Die übersetzt man heute aber nicht mehr, sondern sie werden zum Selbstzweck. Ein Kreuz wird erst durch seine Bedeutung zum Segenszeichen. Sonst könnte da auch ein Pflasterstein hängen.

- Die Inhalte der Schriften und Erzählungen kennt man meist nicht mehr, oder man versteht sie nicht oder nur sehr oberflächlich. Die Götter der nordischen Mythologie zum Beispiel kann man in einen schrägen Sciencefiction-Film verwursten, aber durch ihre Geschichten die Beziehung zwischen Mensch und Universum begreifen? No way!

Unser oberflächlicher, auf Äußerlichkeiten fixierter moderner Lebensstil lässt eine tiefere und lebensnähere Auseinandersetzung, die eigentlich zur Überwindung dieser Probleme notwendig wäre, gar nicht mehr wirklich zu.

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Und wie angedeutet, besteht das Problem auch in die andere Richtung.

Religiöse Fanatiker halten sich für die Chefs auf ihrem Gebiet, weil sie bestimmte Schriften oder Rituale auswendig können, aber man kann nicht wirklich erkennen, was ihnen das bringt, wenn sie trotzdem ihren dummen und schlechten Charakter behalten.

Wir haben einen "spirituellen Supermarkt", der überschwemmt wird von einem oberflächlichen Interesse an esoterischen Inhalten. So viel Respekt ich vor dem Engelhimmel, den Chakrenlehren oder den schamanistischen Trancereisen habe - alles Dinge die mich grundsätzlich sehr faszinieren - mehr als "Wellness" kommt da in meinen Augen nicht bei raus.

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Wie kann man dieses Problem lösen? Sehe ich die Sache zu eng? Oder muss es vielleicht gar nicht gelöst werden und wir brauchen einfach andere Alternativen?

"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

Mein Blog: http://www.kwick.de/InnerGrinner/blog

Filmfreakx 28

Filmfreakx

Grünschnabel
5 Beiträge
Gestern, 13:16 Uhr

Ich bin nicht religiös. Ich war in meinem ganzen Leben erst ein einziges Mal in einer Kirche. Bei meiner Taufe und ansonsten nie. Ich bin unreligiös aufgewachsen. Wenn ich eine Nonne sehe, dann blicke ich zu ihr auf. Wenn ich eine Frau mit Kopftuch sehe, dann blicke ich ebenfalls zu ihr auf. Menschen wo zu ihrer Kultur stehen, sind gute Menschen. Ich halte viel von Politikern die Deutschland nach vorne entwickeln wollen. Frauen wo Abitur und ein abgeschlossenes Studium haben dürfen auch in Deutschland als Richterin arbeiten! Dabei ist es egal ob sie Kopftuch tragen wollen oder nicht! In Deutschland gibt es Religionsfreiheit. Das einzige wo zählt ist die Qualifikation und die charakterliche Eignung und nicht das Kopftuch!

Filmfreakx 28

Filmfreakx

Grünschnabel
5 Beiträge
06.12.18, 18:17 Uhr
Beitrag von Katzenfrau1969 49 :
Ich frage mich ja immer, wofür Religionen denn gut sind. Seltsamerweise habe ich noch nie gehört, dass die Religion etwas Gutes zustande gebracht hat. Religionen werden gerne mal als Grund genommen, Kriege zu führen, wegen Religionen und deren E…

Religionen sind der Kitt der die Gesellschaft zusammenhält. Es ist schön zu wissen, viele in der CDU, in der SPD und bei den Grünen wollen mehr Islam wagen. Einen vernünftigen Islam. Es gibt Leute wo nach strengen moralischen Grundätzen leben wollen. Deutschland ist auch das Land dieser Menschen. Wir können es uns nicht leisten Frauen wo nach strengen moralischen Grundsätzen leben wollen von großen Teilen der Arbeitswelt auszuschließen, nur weil sie Kopftuch tragen. Es gibt Frauen wo in Deutschland ihren Weg gegangen sind und trotz Abitur und abgeschlossenem Studium nicht in ihrem Beruf arbeiten können, weil sie Kopftuch tragen. Wir leben im Jahr 2018 und gibt immer noch die Diskriminierung. 

InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
767 Beiträge

06.12.18, 16:04 Uhr
Beitrag von Katzenfrau1969 49 :
Ich frage mich ja immer, wofür Religionen denn gut sind. Seltsamerweise habe ich noch nie gehört, dass die Religion etwas Gutes zustande gebracht hat. Religionen werden gerne mal als Grund genommen, Kriege zu führen, wegen Religionen und deren E…

Ich frage mich ja immer, wofür Religionen denn gut sind.

Stell die Frage von der Seite:

Was braucht der einzelne Mensch?

Was brauchen Gesellschaften?

Was brauche ich persönlich?

Und dann findest du sicherlich genügend Beispiele, inwiefern Religionen da helfen können.

 

Seltsamerweise habe ich noch nie gehört, dass die Religion etwas Gutes zustande gebracht hat.

Dann solltest du möglicherweise mit etwas offeneren Augen und Ohren durch das Leben gehen...

 

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InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
767 Beiträge

06.12.18, 15:59 Uhr
Beitrag von Velgar 46 :

"Wenn man an einen (demokratischen) Staat nicht mehr glaubt, wird der sehr schnell den Bach runtergehen."

Nein, warum sollte er?

Die Basis eines Staates wie der Bundesrepublik Deutschland ist kodifiziert in Form der Verfassung de…

"Wenn man an einen (demokratischen) Staat nicht mehr glaubt, wird der sehr schnell den Bach runtergehen."

Nein, warum sollte er?

Die Basis eines Staates wie der Bundesrepublik Deutschland ist kodifiziert in Form der Verfassung der der Gesetze.

Daß bei der Entstehung dieser Texte durchaus ein "Glaube" im Sinne einer Überzeugung eine Rolle gespielt hat, ist mal unbenommen.

Eine Art "religiöser Glaube" ist für das Weiterbestehen aber nicht notwendig.

 Gut, könnte man jetzt fragen, ab wann ein Glaube als explizit religiös zu gelten hat, aber lass ich mal so stehen.

 

"Ebenso: Wenn man an die soziale Marktwirtschaft nicht mehr glaubt, wird sie sich recht schnell in eine unsoziale Marktwirtschaft verwandeln."

Auch nicht. Denn die soziale Marktwirtschaft ist auch durch verschiedene Texte kodifiziert.

Sieht man doch mal wieder an den Reichsbürgern. Die "glauben" nicht an die soziale Marktwirtschaft. HartzIV kriegen sie trotzdem. Weils so im Gesetz steht.

 Nur dass die paar Reichsbürger (zum Glück) nicht relevant für das Fortbestehen des Systems als solches sind.

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Filmfreakx 28

Filmfreakx

Grünschnabel
5 Beiträge
06.12.18, 15:56 Uhr

Ich war in meinem ganzen Leben nur ein einziges Mal in einer Kirche. Bei meiner Taufe war ich in einer evangelischen Kirche und sonst nie. Meine Eltern sind nicht gläubig. Ich bin ohne Religion aufgewachsen. Im Nachhinein wäre ich gerne religiöser aufgewachsen. Da habe ich etwas verpasst. Ich habe in meinem Freundeskreis herum gefragt wer sich mit Religion auskennt und mir Fragen beantworten kann. Ein Freund den ich schon lange kenne und mit dem ich schon oft abfeierte kennt sich zwar auch nicht aus mit Religion aber seine Mutter ist gläubig und trägt Kopftuch. Er geht nur ab und zu mal in die Moschee. 

Ich habe ihr Löcher in den Bauch gefragt. Sie hat mir alle Fragen beantwortet. Es kommt auf den Menschen an. Wenn das Herz gut ist, ist der Mensch gut. Sie lebt sehr gerne nach strengen moralischen Regeln. Mit ihrem Kopftuch zeigt sie allen Menschen was ihr wichtig ist. Meine Freundin wurde schon oft von anderen Männern angemacht. Auch wenn sie einfach nur ihre Ruhe will. Trage Kopftuch und die anderen Männer lassen dich in Ruhe. Sie hat für viele Probleme Ratschläge uns nennen können. Wir waren am 3. Oktober beim Tag der offenen Moschee. Aus Respekt vor den Muslimen hat meine Freundin vor der Moschee ein Kopftuch aufgezogen. Dann sind wir rein gegangen und verbrachten eine schöne, sehr aufschlussreiche und spirituelle Zeit in der Moschee. Es hat uns gut getan mal eine andere Kultur kennenzulernen. 

Der Islam ist im Kern eine friedliche Religion. Der vernünftige Islam ist eine Bereicherung für Deutschland! 

Ich war nicht immer so. Vor 10 Jahren habe ich ein krummes Ding nach dem anderen gedreht. Inzwischen gehe ich auf die 30 zu und bin vernünftig geworden. Zeiten ändern sich. 1.gif 

InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
767 Beiträge

06.12.18, 15:54 Uhr
Beitrag von Velgar 46 :

"Ich bin nicht sicher, ob solche Staaten überhaupt existieren können, da Heilige Schriften als Verfassungen völlig ungeeignet sind. Eventuell das alte Israel oder Babylon, da handelt es sich um Gesetzesschriften."

Schau doch mal nach, was…

"Ich bin nicht sicher, ob solche Staaten überhaupt existieren können, da Heilige Schriften als Verfassungen völlig ungeeignet sind. Eventuell das alte Israel oder Babylon, da handelt es sich um Gesetzesschriften."

Schau doch mal nach, was die Verfassung Saudi Arabiens ist.

Auch könnte man die Gebote der Bibel als Gesetzestext nehmen. Auch untauglich, aber möglich. Blutig halt.

 So blutig geht und ging es in Israel auch nicht immer zu.

Im Fall des KSA finde ich es umso trauriger, dass dort die Wahhabiten regieren.

 

Bhutan? Formal Konstitutionelle Monarchie, ziemlich nahe an einer Demokratie, wie wir uns das vorstellen.

Würde ich nun nicht als "hochreligiös" bezeichnen.

Formell ist Bhutan nicht mehr buddhistisch-theokratisch, aber noch deutlich davon geprägt. Bis heute meines Wissens der einzige Staat mit Bruttonationalglück.

 

Tibet? Umstrittenes Gebiet. Großartig religiöse Problematiken erkenne ich nicht.

Tibet ist zwar seit 1959 chinesisch besetzt, aber der Lamaismus ist dort subtil immer noch die angestrebte Staatsform. Wirklich kriegerisch sind dort nur die Partisanenbewegungen gegen China.

 

Vatikan? Friedlich? Nuja, nicht gerade "kriegerisch", aber als Nachbarn wollt ich den echt nicht haben.

Italien scheint jetzt nicht sooo unglücklich darüber.

 

Indonesien? Friedlich ist was anderes.

Wo genau ist Indonesien denn unfriedlich, abgesehen von den immer wieder aufpoppenden Land- und Bevölkerungskonflikten?

 

Island? Seit wann ist denn Island ein "hochreligiöser Staat" in diesem Kontext?

 Hat immer noch eine lutheranische Staatskirche, und selbst die Heiden und Katholiken sind mit dem Staat eng verflochten. Vor allem durch Wurzeln in der germansichen Thingsdemokratie.

 

"Die USA hingegen sind das Paradebeispiel für einen säkularen Staat, der alles andere als friedlich agiert."

Ich würde jetzt allerdings auch nicht die USA als wenig religiösen Staat einteilen.

 Der Staat USA ist hoch säkular, das Land an sich hat aber eine sehr religiöse Gesellschaft. Ähnlich wie Indien. Wobei Religion in den USA oft auch nur der verlängerte Arm politischer Ideologien ist.

 

"Es lässt sich sehr wohl als das definieren, weil es die Elemente enthält, die man braucht, um Kriterien religionswissenschaftlicher Definitionen für Religionen zu erfüllen."

Na, dann mach mal.

"Substantialistische Definitionen versuchen, das Wesen der Religion etwa in ihrem Bezug zum HeiligenTranszendenten oder Absoluten zu bestimmen;nach Rüdiger Vaas und Scott Atran etwa stellt der Bezug zum Transzendenten den zentralen Unterschied zum Nichtreligiösen dar."

"Funktionalistische Religionsbegriffe versuchen Religion anhand ihrer gemeinschaftsstiftenden gesellschaftlichen Rolle zu bestimmen.[12] Eine der berühmtesten und oft zitierten Definitionen von (christlicher) Religion stammt von Friedrich Schleiermacher und lautet: Religion ist „das Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit von Gott“."

(Wikipedia/Auszuüge)

Ich mach mir jetzt nicht die Arbeit, das aufzuklamüsiern. Du kannst ja zumindest mal die beiden Stichworte im Zusammenhang googeln.

Welche Elemente wären das also?

Als ein paar Ansatzpunkte: Ursprung aus einer christlichen Sekte (Calvinismus, Puritanismus), Heilsweg, ein Gott (Mammon) als oberste Macht und letztes Ziel des menschlichen Lebens, mythisches Menschenbild (was ich damit meine, verstehst du hoffentlich). Selbst einige Begriffe (Kapital, Bank, Schulden usw) lassen noch diesen calvinistischen Ursprung erkennen (dazu gibst im übrigen Literatur).

Wie gesagt, nur Ansatzpunkte. Findet sich sicher noch mehr.

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Velgar 46

Velgar

Legende
22.962 Beiträge

05.12.18, 10:49 Uhr
Beitrag von CobraKai 38 :
Wenn man alle Schwämme, die Wasser bekanntlich aufsaugen können, wegrationalisieren würde, wäre die Welt dann weniger nass?

Nochmal: Unverständlich ist nicht das Gleiche wie Tiefgründig.

 

Denn auf eine Erklärung deines kryptischen Textes dürfen wohl alle lange warten.

 

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Velgar 46

Velgar

Legende
22.962 Beiträge

05.12.18, 10:47 Uhr
Beitrag von Kanto 54 :

Das der Mensch lernt mit der eigenen Rationalität umzugehen ist Anspruch und ist ein zweckmäßiges Selbstverständnis um selbst im Leben gerecht zu werden. Das erst der Tod von hundertausende Menschen zur friedlichen Nutzung der Atomenergie führ…

"Das es unlösbare Fragen zu Gott und dem Glauben gibt steht außer Frage."

Doch, das steht in Frage. Wenn die Frage einen Sinn ergibt, jedenfalls.

"Welche Farbe hat ein Drache?" ist eine sinnlose Frage, solange noch niemand einen Drachen gesehen hat. 

 

"Aber wie erkläre ich die Farbe rot einem Blinden. Die rationale Antwort dazu: Wozu benötigt ein Blinder die Farbe rot wenn er sie gar nicht sieht."

Nein. Die rationale Antwort wäre was mit Wellenlängen, Licht usw.

Deine "Antwort" hat mit der Erklärung einer Farbe nichts zu tun.

 

"Warum außerhalb unseres "Ich" etwas existieren könnte, hat etwas zweckdienliches, das dem Menschen hilft exogene Faktoren zu verstehen"

Wenn man irgendeinen "exogenen Faktor" nicht versteht, bedeutet das nicht, daß man sich einfach was ausdenken darf.

 

"Nur weil etwas nicht erklärbar ist, heißt das nicht, dass andere dadurch mit dem Leben besser zurechtkommen."

Was ist denn "nicht erklärbar"?

 

Welche Farben Drachen haben ist eine unsinnige Frage, solange nicht mal raus ist, ob es Drachen gibt.

Daß ist es aber, was Religionen tun: Sie unterhalten sich über die Farben von Drachen.

 

 

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Kanto 54

Kanto

Grünschnabel
5 Beiträge
05.12.18, 10:02 Uhr
Beitrag von Velgar 46 :

"Der gesunde Menschenverstand hat auf viele Fragen keine Antworten."

Mal abgesehen davon, daß der "gesunde Menschenverstand" in den Grenzbereichen der aktuellen Forschung ein schlechter Ratgeber ist, bedeutet das nicht, daß man sich einf…

Das der Mensch lernt mit der eigenen Rationalität umzugehen ist Anspruch und ist ein zweckmäßiges Selbstverständnis um selbst im Leben gerecht zu werden. Das erst der Tod von hundertausende Menschen zur friedlichen Nutzung der Atomenergie führte steht im selben Kontext zur Religion und seinen Kriegen. 

Das es unlösbare Fragen zu Gott und dem Glauben gibt steht außer Frage.Aber wie erkläre ich die Farbe rot einem Blinden. Die rationale Antwort dazu: Wozu benötigt ein Blinder die Farbe rot wenn er sie gar nicht sieht.

Warum außerhalb unseres "Ich" etwas existieren könnte, hat etwas zweckdienliches, das dem Menschen hilft exogene Faktoren zu verstehen. Also wenn die Farbe rot zbsp Gefahr bedeutet hilft es dem Blinden in seiner Umgebung besser zurecht zu kommen. 

Nur weil etwas nicht erklärbar ist, heißt das nicht, dass andere dadurch mit dem Leben besser zurechtkommen.