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Overview / Glaube & Philosophie

Sind wir heute einfach zu blöd für Religion?

  • 906 Posts
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InnerGrinner 30

InnerGrinner

Halbgott
814 posts

10/01/16, 05:40 am

Auch wenn der Titel vielleicht ein bisschen hart klingt, es spiegelt exakt das wider, was ich mich häufig frage. Seit Jahren bin ich mir bewusst, wieviel ein religiöser Lebensstil für ein gesundes Dasein an Wert hat, sehe aber auch, dass es nicht so leicht ist, das umzusetzen. Ideal gesehen sollten wir eigentlich bei unserer Orientierung im Leben und der Gesellschaft von den Weisheiten, Perspektiven und Lebensentwürfen profitieren können. Die Realität zeichnet aber ein ganz anderes Bild.


Religion begegnet uns hauptsächlich in solchen Formen, die nur dazu dienen, die eigenen (und da meist echt verqueren) Ansichten oder Verhaltensmuster zu stützen.

- Statt zwischenmenschlicher Verbindungen entstehen weltfremde Parallelgesellschaften. Christentum und Islam sollten ursprünglich die Grenzen zwischen den Völkern überwinden, heute stellen sie nicht selten das größte Hindernis zum friedlichen Zusammenleben dar.

- Die Kernbotschaften sind irgendwie nebensächlich geworden. Über Jesus zum Beispiel redet man zwar dauernd, aber wofür er ursprünglich stand, davon scheint nichts mehr anzukommen. Es könnte auch genausogut um Spiderman gehen.

- Wir besitzen heute nicht mehr die Ruhe und die Leidenschaft dafür, wirklich das zu leben, wofür wir zu stehen meinen. Ich selbst praktiziere eine Meditationsübung, die mir wohl viel helfen würde, wenn ich denn mal dazu käme. Da schau ich manchmal fast neidisch auf die Muslime mit ihren Pflichtgebeten. Die haben einen klaren Vorteil.

- Religiöse Sprache ist die Sprache der Bilder und Symbole. Die übersetzt man heute aber nicht mehr, sondern sie werden zum Selbstzweck. Ein Kreuz wird erst durch seine Bedeutung zum Segenszeichen. Sonst könnte da auch ein Pflasterstein hängen.

- Die Inhalte der Schriften und Erzählungen kennt man meist nicht mehr, oder man versteht sie nicht oder nur sehr oberflächlich. Die Götter der nordischen Mythologie zum Beispiel kann man in einen schrägen Sciencefiction-Film verwursten, aber durch ihre Geschichten die Beziehung zwischen Mensch und Universum begreifen? No way!

Unser oberflächlicher, auf Äußerlichkeiten fixierter moderner Lebensstil lässt eine tiefere und lebensnähere Auseinandersetzung, die eigentlich zur Überwindung dieser Probleme notwendig wäre, gar nicht mehr wirklich zu.

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Und wie angedeutet, besteht das Problem auch in die andere Richtung.

Religiöse Fanatiker halten sich für die Chefs auf ihrem Gebiet, weil sie bestimmte Schriften oder Rituale auswendig können, aber man kann nicht wirklich erkennen, was ihnen das bringt, wenn sie trotzdem ihren dummen und schlechten Charakter behalten.

Wir haben einen "spirituellen Supermarkt", der überschwemmt wird von einem oberflächlichen Interesse an esoterischen Inhalten. So viel Respekt ich vor dem Engelhimmel, den Chakrenlehren oder den schamanistischen Trancereisen habe - alles Dinge die mich grundsätzlich sehr faszinieren - mehr als "Wellness" kommt da in meinen Augen nicht bei raus.

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Wie kann man dieses Problem lösen? Sehe ich die Sache zu eng? Oder muss es vielleicht gar nicht gelöst werden und wir brauchen einfach andere Alternativen?

"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

Mein Blog: http://www.kwick.de/InnerGrinner/blog

Ignition 45

Ignition

Großmeister
458 posts

04/15/19, 01:09 pm
Post from CobraKai 39 :

Gehört zum "Wesen" des Kosmos aber nicht auch die Eigenart in unserer Form durch uns in Erscheinung zu treten?

- Das denke ich eher nicht, wir könnten auch ein völlig anderes aussehen besitzen.

Ok, hab es korrigiert! Was ich da…

Folglich sind Geist und Materie keine getrennten Substanzen, wie es im Cartesianismus angenommen wird, sondern vielmehr zwei Eigenschaften (Attribute) der einen Substanz (Gott).

- Denkst du, du kannst dich mit dieser Aussage anfreunden?

- "Jedermanns Sache" wird das wohl nicht sein, weil viele gern Geist und Materie "trennen" wollen.

115.gif

Könntest Du das mit ein paar Sätzen beantworten? Ich nicht!

Es gibt Menschen, die haben gern eine strikte Trennung von Geist und Materie, sie denken, das der Geist Ewig existiert, im Gegensatz zum Körper, bzw. zur Materie. Weiter denken sie nach dem Tod sucht sich die "Seele" einen neuen Körper, in dem sie erneut "wächst".

Verstehst Du jetzt was ich damit meine?

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

CobraKai 39

CobraKai

Urgestein
8,144 posts

04/15/19, 12:36 pm
Post from Ignition 45 :

Ich zitiere einen Satz von Dir:

Gehört zum "Wesen" des Kosmos aber nicht auch die Eigenart in unserer Form in Erscheinung zu treten?

Das denke ich eher nicht, wir könnten auch ein völlig anderes aussehen besitzen.

Der Kop…

Gehört zum "Wesen" des Kosmos aber nicht auch die Eigenart in unserer Form durch uns in Erscheinung zu treten?

- Das denke ich eher nicht, wir könnten auch ein völlig anderes aussehen besitzen.

Ok, hab es korrigiert! Was ich damit meinte sollte nun klarer sein! 1.gif

Folglich sind Geist und Materie keine getrennten Substanzen, wie es im Cartesianismus angenommen wird, sondern vielmehr zwei Eigenschaften (Attribute) der einen Substanz (Gott).

- Denkst du, du kannst dich mit dieser Aussage anfreunden?

- "Jedermanns Sache" wird das wohl nicht sein, weil viele gern Geist und Materie "trennen" wollen.

115.gif

Könntest Du das mit ein paar Sätzen beantworten? Ich nicht!

"Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. Wir hören zu, um zu antworten"

Ignition 45

Ignition

Großmeister
458 posts

04/10/19, 10:02 am
Post from CobraKai 39 :

Zu einem Zitat von Dir:

"Ich für meinen Teil "glaube", dass es kein "Wesen" ist, sondern die "Natur des Kosmos", bzw. gewisse Eigenarten. Um genauer zu sein denke ich, dass es sich nicht um "ein Nachdenkendes Wesen" handelt."

G…

Ich zitiere einen Satz von Dir:

Gehört zum "Wesen" des Kosmos aber nicht auch die Eigenart in unserer Form in Erscheinung zu treten?

Das denke ich eher nicht, wir könnten auch ein völlig anderes aussehen besitzen.

Der Kopf ist z. B. weit oben, damit wir Gefahren, oder auch "potenzielle Nahrung" besser ausmachen können.

Die Ohren sind in manchen Freuqenzbereichen besonders feinfühlig, in anderen weniger.

Der Darm hat eine gewisse länge, und auch "Fläche", damit wir auch Fleisch verdauen können.

Das hat sich Evolutiöner so ergeben, und könnte wie beschrieben auch anders sein.

---

Es gibt dazu ein Zitat von Carl Sagan:

"We are a way for the cosmos to know itself"

Ich denke dass da schon was dran sein könnte. So abwägig klingt das für mich nicht.

Ich denke nicht nur, dass da etwas dran, ist, sondern für mich ist das fast schon Fakt.

---

Beim Spinozismus, besser gesagt bei Deiner zitierten Passage, sieht es so aus, als ob der "Geist" nicht "immateriell" ist, sondern an Materie gebunden ist.

Folglich sind Geist und Materie keine getrennten Substanzen, wie es im Cartesianismus angenommen wird, sondern vielmehr zwei Eigenschaften (Attribute) der einen Substanz (Gott).

Denkst du, du kannst dich mit dieser Aussage anfreunden?

"Jedermanns Sache" wird das wohl nicht sein, weil viele gern Geist und Materie "trennen" wollen.

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

CobraKai 39

CobraKai

Urgestein
8,144 posts

04/10/19, 12:18 am
Post from Ignition 45 :

Ich denke das "Blöd" in der Überschrift des Threadtitels ist nicht zu hart gewählt.

Meiner Meinung nach ist der Mensch nicht so fähig, wie es in den ersten Momenten scheint.

Guck Dich mal um, die Erde wird systematisch zerstört …

Zu einem Zitat von Dir:

"Ich für meinen Teil "glaube", dass es kein "Wesen" ist, sondern die "Natur des Kosmos", bzw. gewisse Eigenarten. Um genauer zu sein denke ich, dass es sich nicht um "ein Nachdenkendes Wesen" handelt."

Gehört zum "Wesen" des Kosmos aber nicht auch die Eigenart in unserer Form in Erscheinung zu treten?

Es gibt dazu ein Zitat von Carl Sagan:

"We are a way for the cosmos to know itself"

Ich denke dass da schon was dran sein könnte. So abwägig klingt das für mich nicht.

Auch interessant ist in diesem Kontext der Spinozismus, an den wohl auch Einstein sich dran ausgerichtet haben soll:

In seinem Hauptwerk, der Ethica more geometrico demonstrata, konstruiert Spinoza ein monistisches Weltbild, dem zufolge Gott nichts anderes ist als die „eine“ Substanz, die jegliche Existenz in sich schließt und außerhalb derer nichts anderes bestehen kann. Folglich sind Geist und Materie keine getrennten Substanzen, wie es im Cartesianismus angenommen wird, sondern vielmehr zwei Eigenschaften (Attribute) der einen Substanz (Gott). Der Mensch und alle weiteren endlichen Dinge in der Welt sind hingegen lediglich Bestimmtheiten (Modi), in denen sich das Wesen Gottes äußert. Das spinozanische System ist somit pantheistischer Natur; Friedrich Heinrich Jacobi bezeichnete es gar als den „einzig konsequenten“ Pantheismus.

Quelle ist hier Wikipedia.

 

Grüßle

"Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. Wir hören zu, um zu antworten"

InnerGrinner 30

InnerGrinner

Halbgott
814 posts

04/09/19, 11:00 am
Post from Riot_77 41 :

Was mir immer noch nicht abschließend klar ist, warum der Staat Mrd € und aber Mrd an Oironen für die Kirchen eintreibt? Ich dachte immer, dass es ein zivilisatorischer Fortschritt ist den Staat und dessen Politik von der Kirche zu trennen.

Das ändert alles nichts daran, dass der Staat diese Ausgaben auch ohne die Religionsgemeinschaften hätte. Das über entsprechend stabile Interessengemeinschaften zu finanzieren ist also in dem Sinn sogar sehr vorteilhaft für den Staat.
"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

Mein Blog: http://www.kwick.de/InnerGrinner/blog

Ignition 45

Ignition

Großmeister
458 posts

04/09/19, 10:31 am
Post from CobraKai 39 :
"Blöd" ist mir ein zu hartes Wort.

Wer soll denn der "blöde" sein? Der Atheist der glaubt der Sündenfall hätte was mit einem Apfel zu tun oder der fanatische Religionsanhänger der sich über eine gerechte Strafe für den Atheisten freut?<…

Ich denke das "Blöd" in der Überschrift des Threadtitels ist nicht zu hart gewählt.

Meiner Meinung nach ist der Mensch nicht so fähig, wie es in den ersten Momenten scheint.

Guck Dich mal um, die Erde wird systematisch zerstört für das liebe Geld.

Genauso bei Arbeitsplätzen in Berufen, die nur bestehen, weil der Mensch so Selbstzerstörerisch ist.

Und kaum einer unternimmt etwas dagegen. Nun, was kann "man" tun?

Sieh mal die Bewegung Fridays for Future, da stehen auch die Eltern hinter ihren Kindern, und nicht nur die Lehrer.

"Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr unsre Zukunft klaut!". Wenn Du jetzt denkst, das ich schon mit dabei war, dann muss ich sagen, "Ja, ich war mit dabei." Die Politiker sind zum Teil nur so lahm, weil die Industrie und die Konzerne "von hinten drücken", entgegen dem Umweltschutz und einer vernünftigen Entwicklung.

 

Irgendwo anders hatte ich beschrieben, dass WIR alle Gehirnfürzen von "über uns Stehenden" nachrennen. Wir machen manchmal / oft unnötige und manchmal sogar inhumane Dinge, die wir nur tun, um Geld zu "verdienen". 

"Sozial ist was Arbeit schafft", dazu brauche ich wohl nichts zu schreiben. 3.gif

Meistens ist das alles wie ein nicht enden wollender schlechter Traum dem viele nachjagen, auch wenn sie das vom Prinzip her  nicht müssten.

"Wenn der Kopf wollte", (von so ziemlich jedem) müsste keiner so einen Mist mitmachen, wie er zur Zeit der Fall ist.

---

Das "Gottesproblem" dürftest Du ja bereits kennen?

Was war "davor", wer erschuf Gott, etc. pp. usw.?

Aber davon mal abgesehen, Dumm genug sind manche schon, egal ob A-, oder Theistisch, oder ggf. auch andere Richtungen. 5.gif

Ich für meinen Teil "glaube", dass es kein "Wesen" ist, sondern die "Natur des Kosmos", bzw. gewisse Eigenarten.

Um genauer zu sein denke ich, dass es sich nicht um "ein Nachdenkendes Wesen" handelt.

---

Zum Thema "Abgeben von Kontrolle":

Was ist besser?

a* Frei nach eigenem Willen etwas tun, oder auch "nicht-" tun?

b* etwas tun, oder lassen, weil es "so vorgesehen ist", und nicht wegen eigenem freien Willen?

---

Zum Thema "Leben nach dem Tod":

Wer will sich schon "auf ein Leben danach" freuen, weil "dieses Leben jetzt" eh nicht "brauchbar" zu sein scheint?

Vor allem, weil sich niemand sicher sein kann, das es so etwas gibt?

---

Im Thread "Was ist der Sinn des Lebens" schrieb ich mal: "Nachdenken", und dabei bleibe ich auch.

Jeder muss gewisse Prozesse kognitiv, oder auch körperlich durchmachen, damit sie oder er so wird wie sie oder er sein will.

Manchmal, oder auch oft kommt es anders als man dachte, oder denkt. Auch das gehört meiner Meinung nach, oder vielleicht sogar gerade das Unerwartete gehört insbesonders dazu. 3.gif

---

Der freie Wille ist eines der höchsten Güter, auch wenn oft "aus dem Bauch entschieden wird, ist diese Entscheidung "Teil des Selbst".

Ich spreche das nochmal an, weil manche, wie oben schon beschrieben lediglich tun, oder auch nicht, weil eine Religion es so "verlangt".

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

CobraKai 39

CobraKai

Urgestein
8,144 posts

04/09/19, 06:04 am
"Blöd" ist mir ein zu hartes Wort.

Wer soll denn der "blöde" sein? Der Atheist der glaubt der Sündenfall hätte was mit einem Apfel zu tun oder der fanatische Religionsanhänger der sich über eine gerechte Strafe für den Atheisten freut?

Wie oberflächlich.

Ich sehe das Problem wo anders. Ich denke dass wir uns damals wie heute für "Dinge" begeistern lassen.

Nur,... Was machen wir mit "Dingen" auf die wir keine Antworten finden? Wir neigen dann dazu uns was auszumalen. Da kann der menschliche Geist ganz schön erfinderisch werden. (ganz blöd sind wir nämlich nunmal nicht). Ich denke dass wir uns von Natur aus nach Ordnung sehnen. Das verleiht uns auch ein Stückweit Sicherheit.

Aber was machen wir wenn diese Ordnung gestört ist und wir, beim Gedanken daran, nicht mehr ruhig schlafen können? Meiner Meinung nach: Wir ordnen! Und zwar solange bis wir wieder schlafen können. Dabei scheint es vielen mehr oder weniger egal zu sein ob die Ordnung überprüfbar ist oder nicht.

Ähnlich ist es beim Gedanken an das älter werden oder an den Tod. Der ist unausweichlich. Die Kontrolle darüber ist dann völlig weg. Also malt man es sich aus... Dann gibt es plötzlich das Leben nach dem Tod und schwupps kann man wieder ruhig schlafen.

Vielleicht gibt es ein Leben danach. ICH - glaube schon. Nur wissen... kann ich es nicht und es gibt auch niemanden den ich davon überzeugen möchte.

Das kann man auch auf Atheisten anwenden. Die Ungewissheit ob es Gott gibt oder nicht ist genauso eine Unordnung und man versucht auf "Teufel komm raus" Gewissheit, also Ordnung zu schaffen.

Natürlich schafft man das auch ein Stück weit, vieles weit hergeholte kann man streichen und man kann ruhiger schlafen.

Ein Stück Restzweifel bleibt jedoch. Was wenn es "Gott" dich gibt.

Die Ungewissheit warum überhaupt etwas ist und nicht einfach Nichts und das Abgeben von Kontrolle (Dem älter werden und dem unausweichlichen Tod, der uns früher oder später alle besuchen wird), treibt uns, meiner Meinung nach zum eigentlichen Problem.

Nämlich der aus meiner Sicht völlig menschlichen Eigenart, für eine Idee, mit der man ruhiger einschlafen kann, fanatisch einzustehen.

Letztendlich sind wir alle zusammen in einem Mysterium eingebettet. Wir machen diese Reise gemeinsam. ;)
"Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. Wir hören zu, um zu antworten"

Riot_77 41

Riot_77

Halbgott
18,969 posts

04/04/19, 06:35 pm
Post from Kunibert_112 38 :

Wie Du richtig kommentiert hast, dass GG erlaubt Kritik an der Religion ebenso wie es die Religionsfreiheit garantiert. Wer seine Religion nun extrovertiert anderen Menschen aufdrängt, muss mit entsprechenden Reaktionen leben.

Was mir immer noch nicht abschließend klar ist, warum der Staat Mrd € und aber Mrd an Oironen für die Kirchen eintreibt? Ich dachte immer, dass es ein zivilisatorischer Fortschritt ist den Staat und dessen Politik von der Kirche zu trennen.

Bischöfe zB werden nicht etwa aus dem Kirchensteueraufkommen entlohnt, sondern aus dem Steueraufkommen der Bundesländer

Für das Fiskaljahr 2016/17 sind dies immerhin knapp 500 mio€

An Kirchensteuer kam im jahre 2016 ( aktuellere Zahlen habe ich gerad nicht zur Hand) etwa 11,6 Mrd Euro zusammen.

Jetzt denken viele Bürger

Na klar, davon finanzieren sie Krankenhäuser, Kitas ,Schulen etc

Leider ist das nicht richtig, wenn ein katholisches Krankenhaus dir den Blinddarm entfernt,- oder einen rechtschaffenden Exorzismus an dir durchführt , dann rechnet sie das ganz normal über die Krankenversicherung ab.

 

Es reibe sich mit der Lotion ein, und dann lege es die Lotion zurück in den Korb.
Es reibe sich mit der lotion ein, und dann lege es die Lotion zurück in den Korb, sonst kriegt ES!!! wieder was mit dem Schlauch
JETZT LEG DIE LOTION WIEDER IN DEN SCHEISSKORB!!!!

Kunibert_112 38

Kunibert_112

Meister
523 posts

04/03/19, 12:17 pm
Post from CrayZee 30 :

Für Religion kann man nicht zu blöd sein...

Man _MUSS_ blöd sein.

Soll jeder glauben woran er will, aber bitte nicht in der Öffentlichkeit. Schlimmer als rauchen das.

Wie Du richtig kommentiert hast, dass GG erlaubt Kritik an der Religion ebenso wie es die Religionsfreiheit garantiert. Wer seine Religion nun extrovertiert anderen Menschen aufdrängt, muss mit entsprechenden Reaktionen leben.

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