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Übersicht / Glaube & Philosophie

Sind wir heute einfach zu blöd für Religion?

  • 881 Beiträge
Autor Beitrag

InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
801 Beiträge

01.10.16, 11:40 Uhr

Auch wenn der Titel vielleicht ein bisschen hart klingt, es spiegelt exakt das wider, was ich mich häufig frage. Seit Jahren bin ich mir bewusst, wieviel ein religiöser Lebensstil für ein gesundes Dasein an Wert hat, sehe aber auch, dass es nicht so leicht ist, das umzusetzen. Ideal gesehen sollten wir eigentlich bei unserer Orientierung im Leben und der Gesellschaft von den Weisheiten, Perspektiven und Lebensentwürfen profitieren können. Die Realität zeichnet aber ein ganz anderes Bild.


Religion begegnet uns hauptsächlich in solchen Formen, die nur dazu dienen, die eigenen (und da meist echt verqueren) Ansichten oder Verhaltensmuster zu stützen.

- Statt zwischenmenschlicher Verbindungen entstehen weltfremde Parallelgesellschaften. Christentum und Islam sollten ursprünglich die Grenzen zwischen den Völkern überwinden, heute stellen sie nicht selten das größte Hindernis zum friedlichen Zusammenleben dar.

- Die Kernbotschaften sind irgendwie nebensächlich geworden. Über Jesus zum Beispiel redet man zwar dauernd, aber wofür er ursprünglich stand, davon scheint nichts mehr anzukommen. Es könnte auch genausogut um Spiderman gehen.

- Wir besitzen heute nicht mehr die Ruhe und die Leidenschaft dafür, wirklich das zu leben, wofür wir zu stehen meinen. Ich selbst praktiziere eine Meditationsübung, die mir wohl viel helfen würde, wenn ich denn mal dazu käme. Da schau ich manchmal fast neidisch auf die Muslime mit ihren Pflichtgebeten. Die haben einen klaren Vorteil.

- Religiöse Sprache ist die Sprache der Bilder und Symbole. Die übersetzt man heute aber nicht mehr, sondern sie werden zum Selbstzweck. Ein Kreuz wird erst durch seine Bedeutung zum Segenszeichen. Sonst könnte da auch ein Pflasterstein hängen.

- Die Inhalte der Schriften und Erzählungen kennt man meist nicht mehr, oder man versteht sie nicht oder nur sehr oberflächlich. Die Götter der nordischen Mythologie zum Beispiel kann man in einen schrägen Sciencefiction-Film verwursten, aber durch ihre Geschichten die Beziehung zwischen Mensch und Universum begreifen? No way!

Unser oberflächlicher, auf Äußerlichkeiten fixierter moderner Lebensstil lässt eine tiefere und lebensnähere Auseinandersetzung, die eigentlich zur Überwindung dieser Probleme notwendig wäre, gar nicht mehr wirklich zu.

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Und wie angedeutet, besteht das Problem auch in die andere Richtung.

Religiöse Fanatiker halten sich für die Chefs auf ihrem Gebiet, weil sie bestimmte Schriften oder Rituale auswendig können, aber man kann nicht wirklich erkennen, was ihnen das bringt, wenn sie trotzdem ihren dummen und schlechten Charakter behalten.

Wir haben einen "spirituellen Supermarkt", der überschwemmt wird von einem oberflächlichen Interesse an esoterischen Inhalten. So viel Respekt ich vor dem Engelhimmel, den Chakrenlehren oder den schamanistischen Trancereisen habe - alles Dinge die mich grundsätzlich sehr faszinieren - mehr als "Wellness" kommt da in meinen Augen nicht bei raus.

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Wie kann man dieses Problem lösen? Sehe ich die Sache zu eng? Oder muss es vielleicht gar nicht gelöst werden und wir brauchen einfach andere Alternativen?

"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

Mein Blog: http://www.kwick.de/InnerGrinner/blog

YumYumTree 42

YumYumTree

Gelegenheitskwickie
1.417 Beiträge

10.01.19, 14:15 Uhr

 

Ja!... für etwas wo es noch nicht mal eine endgültige Definition gibt, sowas kann man nicht verstehen und deswegen ist man ja dann auch blöde...

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Nie alleine immer Musik im Ohr

InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
801 Beiträge

10.01.19, 13:24 Uhr
Beitrag von Velgar 46 :

"So blutig geht und ging es in Israel auch nicht immer zu."

Was hat denn Israel damit zu tun?

Die basteln zwar (immer noch) an einer Verfassung, aber die Bibel (bzw. der Tanach) ist es nicht.

 

"Im Fall des KSA find…

"So blutig geht und ging es in Israel auch nicht immer zu."

Was hat denn Israel damit zu tun?

Die basteln zwar (immer noch) an einer Verfassung, aber die Bibel (bzw. der Tanach) ist es nicht.

 Heute nicht. Israel gibt es als politische Gemeinschaft aber nicht erst seit 1947.

 

"Im Fall des KSA finde ich es umso trauriger, dass dort die Wahhabiten regieren."

Am Thema vorbei. Was ist denn die "Verfassung" von KSA?

 Ich meine, dass es sich dabei um den Quran handelt, war hier bereits geklärt.

 

"Ich mach mir jetzt nicht die Arbeit, das aufzuklamüsiern. Du kannst ja zumindest mal die beiden Stichworte im Zusammenhang googeln."

Willst du mich für dumm verkaufen?

Du hast behauptet, daß man Kapitalismus als religiös definieren könne und jetzt soll ich danach suchen?

Du behauptest, du bringst die Belege/Argumentationen/Quellen.

Sonst kanns in die runde Ablage und die Rubrik: hat halt mal was geblubbert, was er nicht konkretisieren konnte.

 Ja dann steck es halt in die Ablage, wenn es dir Freude macht. Ich unterhalte mich hier aus Liebe zu Bildung und Erkenntnis und bin nicht dein Professor oder Erklärbär.

 

 

"Als ein paar Ansatzpunkte: Ursprung aus einer christlichen Sekte [etc]"

Horch, veräppeln kann ich mich selber.

Kommt so manches aus der ein oder anderen Religion (Zahlen zum Beispiel sind arabisch. Nicht die Ziffern selbst sondern das System speziell inklusive der Null), deshalb ist es noch lange nicht religiös.

Du willst Symbolsysteme jetzt ernsthaft kategoriell mit ganzen Weltanschauungen und Lebensentwürfen gleichsetzen?

 

Und nein, ich verstehe nicht, was dein "mythisches Menschenbild" in diesem Kontext sein soll.

Ein Menschenbild, das sich nicht vom naturalistischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt herleitet, sondern das Menschsein im Weltbild kontextualisiert: Als Verbraucher, Zahlensystem, usw.

 

"Mammon" ist kein "Gott". Sondern ein Zahlungsmittel. Ein Vergleichbarmachen von Leistungen.

Ansonsten wäre das, was wir "zivilisiertes" Leben nennen, gar nicht möglich.

Das macht daraus keinen "Gott" und auch kein "letztes Ziel" oder "oberste Macht".

Es ist ein Mittel zum Zweck.

Und das sind viele Götter genauso. Ich sehe da keinen Widerspruch. Bei Jesus, der davor übrigens gewarnt hat, hatte das Geld vielleicht noch eher den Status eines "Götzen". Dass irgendwann ganze Gesellschaften das Geld in die Ebene der höchsten Wirklichkeit und des letzten Ziels erheben, hat er vermutlich geahnt, aber nicht für möglich gehalten.

Ich kann ein Schaf als Freund, als Wollstifter oder für Milch bei mir haben, ich kann es aber auch anbeten und verzaubern wie in der Sage vom "Stier von Uri".

 

Und der Zweck ist schlußendlich Zeit. Denn ohne "schnöden Mammon" wärst du jede Stunde des Tages damit beschäftigt, am Leben zu bleiben. Nahrungsmittel anbauen, Kleidung organisieren bzw. selbst machen, Wasserversorgung, was so dazu gehört. Aber da wir diesen "schnöden Mammon" haben, kommt man normalerweise mit 40 Stunden die Woche (mehr oder minder) hin und kann mit 65/67 sogar aufhören zu arbeiten. Und selbst da, wo es nicht funktioniert, kommt die Gemeinschaft dafür auf.

Im übrigen hab ich an keiner Stelle das Geld an sich kritisiert, sondern die Rolle, die es in unserem ideologischen System spielt. Wieviel Arbeit wir damit wirklich haben ist diskutabel. Ich kenne durchaus Leute, die als reine Selbstversorger leben und deutlich weniger ausgelastet sind als in ihrem vorherigen Angestelltenverhältnis. Hm, na sowas.

 

Ohne den "schnöden Mammon" würde das bestenfalls in einer sehr kleinen Gemeinschaft funktionieren. Aber die Zeiten sind gelaufen. Sieben Milliarden und steigend.

 Die Anzahl der Menschen auf der Welt wirkt sich jetzt nicht so wirklich auf die Größe von Gemeinschaften aus, oder?

 

 

"Wie gesagt, nur Ansatzpunkte. Findet sich sicher noch mehr."

Wie gesagt: Du hast behauptet, du belegst/begründest/argumentierst.

Wie gesagt: Ich bin hier um anständige Gespräche über ein Thema zu führen, nicht um Debattierspiele zu spielen. Das kann ich auch woanders mit weniger Aufwand.

"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

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Velgar 46

Velgar

Mythos
22.964 Beiträge

13.12.18, 21:30 Uhr
Beitrag von InnerGrinner 29 :

"Ich bin nicht sicher, ob solche Staaten überhaupt existieren können, da Heilige Schriften als Verfassungen völlig ungeeignet sind. Eventuell das alte Israel oder Babylon, da handelt es sich um Gesetzesschriften."

Schau doch mal nach, wa…

"So blutig geht und ging es in Israel auch nicht immer zu."

Was hat denn Israel damit zu tun?

Die basteln zwar (immer noch) an einer Verfassung, aber die Bibel (bzw. der Tanach) ist es nicht.

 

"Im Fall des KSA finde ich es umso trauriger, dass dort die Wahhabiten regieren."

Am Thema vorbei. Was ist denn die "Verfassung" von KSA?

 

"Ich mach mir jetzt nicht die Arbeit, das aufzuklamüsiern. Du kannst ja zumindest mal die beiden Stichworte im Zusammenhang googeln."

Willst du mich für dumm verkaufen?

Du hast behauptet, daß man Kapitalismus als religiös definieren könne und jetzt soll ich danach suchen?

Du behauptest, du bringst die Belege/Argumentationen/Quellen.

Sonst kanns in die runde Ablage und die Rubrik: hat halt mal was geblubbert, was er nicht konkretisieren konnte.

 

"Als ein paar Ansatzpunkte: Ursprung aus einer christlichen Sekte [etc]"

Horch, veräppeln kann ich mich selber.

Kommt so manches aus der ein oder anderen Religion (Zahlen zum Beispiel sind arabisch. Nicht die Ziffern selbst sondern das System speziell inklusive der Null), deshalb ist es noch lange nicht religiös.

Und nein, ich verstehe nicht, was dein "mythisches Menschenbild" in diesem Kontext sein soll.

"Mammon" ist kein "Gott". Sondern ein Zahlungsmittel. Ein Vergleichbarmachen von Leistungen.

Ansonsten wäre das, was wir "zivilisiertes" Leben nennen, gar nicht möglich.

Das macht daraus keinen "Gott" und auch kein "letztes Ziel" oder "oberste Macht".

Es ist ein Mittel zum Zweck.

Und der Zweck ist schlußendlich Zeit. Denn ohne "schnöden Mammon" wärst du jede Stunde des Tages damit beschäftigt, am Leben zu bleiben. Nahrungsmittel anbauen, Kleidung organisieren bzw. selbst machen, Wasserversorgung, was so dazu gehört.

Aber da wir diesen "schnöden Mammon" haben, kommt man normalerweise mit 40 Stunden die Woche (mehr oder minder) hin und kann mit 65/67 sogar aufhören zu arbeiten. Und selbst da, wo es nicht funktioniert, kommt die Gemeinschaft dafür auf.

Ohne den "schnöden Mammon" würde das bestenfalls in einer sehr kleinen Gemeinschaft funktionieren. Aber die Zeiten sind gelaufen. Sieben Milliarden und steigend.

 

"Wie gesagt, nur Ansatzpunkte. Findet sich sicher noch mehr."

Wie gesagt: Du hast behauptet, du belegst/begründest/argumentierst.

Ich such sicher nicht nach einer Begründung für deine nach wie vor unsinnge Behauptung.

 

Velgar

 

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Velgar 46

Velgar

Mythos
22.964 Beiträge

13.12.18, 21:07 Uhr
Beitrag von InnerGrinner 29 :

"Wenn man an einen (demokratischen) Staat nicht mehr glaubt, wird der sehr schnell den Bach runtergehen."

Nein, warum sollte er?

Die Basis eines Staates wie der Bundesrepublik Deutschland ist kodifiziert in Form der Verfassung d…

"Gut, könnte man jetzt fragen, ab wann ein Glaube als explizit religiös zu gelten hat, aber lass ich mal so stehen."

Das ist ein sprachliches Problem, da im Deutschen der Begriff identisch ist: "Glaube".

Im Englischen ist es "belief" (im Sinne von "Überzeugung") und "faith" (glauben ohne Belege/religiöser Glaube).

 

"Nur dass die paar Reichsbürger (zum Glück) nicht relevant für das Fortbestehen des Systems als solches sind."

Klar, aber es ging um die Behauptung, daß man dran glauben müßte, sonst würde es nicht gehen und das ist nun mal Quatsch.

Man muß nicht dran glauben, damit eine (soziale) Marktwirtschaft funktioniert.

Denn weder der "soziale" Part noch der "Marktwirschafts"-Part hängen einem "Glauben". Sondern an kodifizierten Gesetzen.

 

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Sommer69 49

Sommer69

Guru
4.019 Beiträge

13.12.18, 06:26 Uhr

6634344809250269020.jpg

https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/fragen/wann-wurde-jesus-geboren/


https://youtu.be/bKMATZrveEY

Filmfreakx 28

Filmfreakx

Praktikant
11 Beiträge

09.12.18, 13:16 Uhr

Ich bin nicht religiös. Ich war in meinem ganzen Leben erst ein einziges Mal in einer Kirche. Bei meiner Taufe und ansonsten nie. Ich bin unreligiös aufgewachsen. Wenn ich eine Nonne sehe, dann blicke ich zu ihr auf. Wenn ich eine Frau mit Kopftuch sehe, dann blicke ich ebenfalls zu ihr auf. Menschen wo zu ihrer Kultur stehen, sind gute Menschen. Ich halte viel von Politikern die Deutschland nach vorne entwickeln wollen. Frauen wo Abitur und ein abgeschlossenes Studium haben dürfen auch in Deutschland als Richterin arbeiten! Dabei ist es egal ob sie Kopftuch tragen wollen oder nicht! In Deutschland gibt es Religionsfreiheit. Das einzige wo zählt ist die Qualifikation und die charakterliche Eignung und nicht das Kopftuch!

Filmfreakx 28

Filmfreakx

Praktikant
11 Beiträge

06.12.18, 18:17 Uhr
Beitrag von Katzenfrau1969 49 :
Ich frage mich ja immer, wofür Religionen denn gut sind. Seltsamerweise habe ich noch nie gehört, dass die Religion etwas Gutes zustande gebracht hat. Religionen werden gerne mal als Grund genommen, Kriege zu führen, wegen Religionen und deren E…

Religionen sind der Kitt der die Gesellschaft zusammenhält. Es ist schön zu wissen, viele in der CDU, in der SPD und bei den Grünen wollen mehr Islam wagen. Einen vernünftigen Islam. Es gibt Leute wo nach strengen moralischen Grundätzen leben wollen. Deutschland ist auch das Land dieser Menschen. Wir können es uns nicht leisten Frauen wo nach strengen moralischen Grundsätzen leben wollen von großen Teilen der Arbeitswelt auszuschließen, nur weil sie Kopftuch tragen. Es gibt Frauen wo in Deutschland ihren Weg gegangen sind und trotz Abitur und abgeschlossenem Studium nicht in ihrem Beruf arbeiten können, weil sie Kopftuch tragen. Wir leben im Jahr 2018 und gibt immer noch die Diskriminierung. 

InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
801 Beiträge

06.12.18, 16:04 Uhr
Beitrag von Katzenfrau1969 49 :
Ich frage mich ja immer, wofür Religionen denn gut sind. Seltsamerweise habe ich noch nie gehört, dass die Religion etwas Gutes zustande gebracht hat. Religionen werden gerne mal als Grund genommen, Kriege zu führen, wegen Religionen und deren E…

Ich frage mich ja immer, wofür Religionen denn gut sind.

Stell die Frage von der Seite:

Was braucht der einzelne Mensch?

Was brauchen Gesellschaften?

Was brauche ich persönlich?

Und dann findest du sicherlich genügend Beispiele, inwiefern Religionen da helfen können.

 

Seltsamerweise habe ich noch nie gehört, dass die Religion etwas Gutes zustande gebracht hat.

Dann solltest du möglicherweise mit etwas offeneren Augen und Ohren durch das Leben gehen...

 

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InnerGrinner 29

InnerGrinner

Halbgott
801 Beiträge

06.12.18, 15:59 Uhr
Beitrag von Velgar 46 :

"Wenn man an einen (demokratischen) Staat nicht mehr glaubt, wird der sehr schnell den Bach runtergehen."

Nein, warum sollte er?

Die Basis eines Staates wie der Bundesrepublik Deutschland ist kodifiziert in Form der Verfassung de…

"Wenn man an einen (demokratischen) Staat nicht mehr glaubt, wird der sehr schnell den Bach runtergehen."

Nein, warum sollte er?

Die Basis eines Staates wie der Bundesrepublik Deutschland ist kodifiziert in Form der Verfassung der der Gesetze.

Daß bei der Entstehung dieser Texte durchaus ein "Glaube" im Sinne einer Überzeugung eine Rolle gespielt hat, ist mal unbenommen.

Eine Art "religiöser Glaube" ist für das Weiterbestehen aber nicht notwendig.

 Gut, könnte man jetzt fragen, ab wann ein Glaube als explizit religiös zu gelten hat, aber lass ich mal so stehen.

 

"Ebenso: Wenn man an die soziale Marktwirtschaft nicht mehr glaubt, wird sie sich recht schnell in eine unsoziale Marktwirtschaft verwandeln."

Auch nicht. Denn die soziale Marktwirtschaft ist auch durch verschiedene Texte kodifiziert.

Sieht man doch mal wieder an den Reichsbürgern. Die "glauben" nicht an die soziale Marktwirtschaft. HartzIV kriegen sie trotzdem. Weils so im Gesetz steht.

 Nur dass die paar Reichsbürger (zum Glück) nicht relevant für das Fortbestehen des Systems als solches sind.

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