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Übersicht / Glaube & Philosophie

Sind wir heute einfach zu blöd für Religion?

  • 685 Beiträge
Autor Beitrag

InnerGrinner 28

InnerGrinner

Halbgott
576 Beiträge

01.10.16, 11:40 Uhr

Auch wenn der Titel vielleicht ein bisschen hart klingt, es spiegelt exakt das wider, was ich mich häufig frage. Seit Jahren bin ich mir bewusst, wieviel ein religiöser Lebensstil für ein gesundes Dasein an Wert hat, sehe aber auch, dass es nicht so leicht ist, das umzusetzen. Ideal gesehen sollten wir eigentlich bei unserer Orientierung im Leben und der Gesellschaft von den Weisheiten, Perspektiven und Lebensentwürfen profitieren können. Die Realität zeichnet aber ein ganz anderes Bild.


Religion begegnet uns hauptsächlich in solchen Formen, die nur dazu dienen, die eigenen (und da meist echt verqueren) Ansichten oder Verhaltensmuster zu stützen.

- Statt zwischenmenschlicher Verbindungen entstehen weltfremde Parallelgesellschaften. Christentum und Islam sollten ursprünglich die Grenzen zwischen den Völkern überwinden, heute stellen sie nicht selten das größte Hindernis zum friedlichen Zusammenleben dar.

- Die Kernbotschaften sind irgendwie nebensächlich geworden. Über Jesus zum Beispiel redet man zwar dauernd, aber wofür er ursprünglich stand, davon scheint nichts mehr anzukommen. Es könnte auch genausogut um Spiderman gehen.

- Wir besitzen heute nicht mehr die Ruhe und die Leidenschaft dafür, wirklich das zu leben, wofür wir zu stehen meinen. Ich selbst praktiziere eine Meditationsübung, die mir wohl viel helfen würde, wenn ich denn mal dazu käme. Da schau ich manchmal fast neidisch auf die Muslime mit ihren Pflichtgebeten. Die haben einen klaren Vorteil.

- Religiöse Sprache ist die Sprache der Bilder und Symbole. Die übersetzt man heute aber nicht mehr, sondern sie werden zum Selbstzweck. Ein Kreuz wird erst durch seine Bedeutung zum Segenszeichen. Sonst könnte da auch ein Pflasterstein hängen.

- Die Inhalte der Schriften und Erzählungen kennt man meist nicht mehr, oder man versteht sie nicht oder nur sehr oberflächlich. Die Götter der nordischen Mythologie zum Beispiel kann man in einen schrägen Sciencefiction-Film verwursten, aber durch ihre Geschichten die Beziehung zwischen Mensch und Universum begreifen? No way!

Unser oberflächlicher, auf Äußerlichkeiten fixierter moderner Lebensstil lässt eine tiefere und lebensnähere Auseinandersetzung, die eigentlich zur Überwindung dieser Probleme notwendig wäre, gar nicht mehr wirklich zu.

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Und wie angedeutet, besteht das Problem auch in die andere Richtung.

Religiöse Fanatiker halten sich für die Chefs auf ihrem Gebiet, weil sie bestimmte Schriften oder Rituale auswendig können, aber man kann nicht wirklich erkennen, was ihnen das bringt, wenn sie trotzdem ihren dummen und schlechten Charakter behalten.

Wir haben einen "spirituellen Supermarkt", der überschwemmt wird von einem oberflächlichen Interesse an esoterischen Inhalten. So viel Respekt ich vor dem Engelhimmel, den Chakrenlehren oder den schamanistischen Trancereisen habe - alles Dinge die mich grundsätzlich sehr faszinieren - mehr als "Wellness" kommt da in meinen Augen nicht bei raus.

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Wie kann man dieses Problem lösen? Sehe ich die Sache zu eng? Oder muss es vielleicht gar nicht gelöst werden und wir brauchen einfach andere Alternativen?

"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

Mein Blog: http://www.kwick.de/InnerGrinner/blog

Trischa_Sharon 56

Trischa_Sharon

Guru
59.687 Beiträge

10.01.18, 17:19 Uhr
Beitrag von Trischa_Sharon 56 :

Du brauchst keine Religion um Moral zu besitzen,

wenn du unter richtig oder falsch nicht unterscheiden kannst,

fehlt es dir an Empathi ,und nicht an Religion.

 

Der Mensch ist von Geburt an mit einer Anlage zur Empathie ausgestattet.

zur Mitleidsfähigkeit mit anderen Menschen.Wie Ärger und Wut,

so sind auch Mitleid und Liebe Teil unserer Natur.

Sie liegt in unseren Genen.

 

_James Deywey Watson_

♥ Man muss mich nicht immer verstehen,lieb haben reicht ♥

____"Wir sind alle unsichtbar miteinander verbunden,nur der Verstand trennt uns."____ Zitat von Trischa_Sharon

♥ "Es gibt Menschen die die Welt verzaubern,einfach weil sie da sind." ♥

Trischa_Sharon 56

Trischa_Sharon

Guru
59.687 Beiträge

10.01.18, 17:14 Uhr
Der Beitrag wurde vom Benutzer gelöscht.
♥ Man muss mich nicht immer verstehen,lieb haben reicht ♥

____"Wir sind alle unsichtbar miteinander verbunden,nur der Verstand trennt uns."____ Zitat von Trischa_Sharon

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Outlander 51

Outlander

Milchgesicht
646 Beiträge

10.01.18, 10:59 Uhr

hmmm...doch auch ein fraglicher Tread?... Der Atheismus wäre vermutlich schwer einschätzbar`? Aber da es ja eigentlich um Freiheit geht in einem grösserem Sinne...Ok...respektiert.

Manche Musik ist wie wenn Raum, Zeit und Liebe verschmelzen....Bilder lassen auch gern mal Träume zu.
Was du nicht willst das....das tue auch nicht bei....

Trischa_Sharon 56

Trischa_Sharon

Guru
59.687 Beiträge

04.01.18, 10:29 Uhr (geändert 04.01.18, 10:34 Uhr)

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Du brauchst keine Religion um Moral zu besitzen,

wenn du unter richtig oder falsch nicht unterscheiden kannst,

fehlt es dir an Empathi ,und nicht an Religion.

♥ Man muss mich nicht immer verstehen,lieb haben reicht ♥

____"Wir sind alle unsichtbar miteinander verbunden,nur der Verstand trennt uns."____ Zitat von Trischa_Sharon

♥ "Es gibt Menschen die die Welt verzaubern,einfach weil sie da sind." ♥

Impuls_dominanz 47

impuls_dominanz

Milchgesicht
295 Beiträge

28.12.17, 21:58 Uhr

https://www.youtube.com/watch?v=_ScI3Zh5iT0

Velgar 46

Velgar

Veteran
22.675 Beiträge

21.12.17, 00:49 Uhr
Beitrag von InnerGrinner 28 :
Und wie kommst du auf die Aussage "Religion macht nicht besser im Zwischenmenschlichen"?

Nicht direkt auf deinen Post.

 

""Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)"

Und eben das ist das Unwichtigste und Hinderlichste in einer Diskussion und/oder Debatte.

 

Mit einer Ausnahme: Den Anstand, anzuerkennen, wenn man falsch liegt.

 

Ohne den Kenntnisstand über logische und argumentative Fehler ist eine Diskussion fruchtlos.

Ohne den Verstand, diese auch zu verstehen und zu vermeiden, ist eine Diskussion für die Katz.

 

Der "Anstand" auf die Gefühle des Gegenübers zu achten - was so im Allgemeinen darunter verstanden wird - bringt nicht weiter, löst keine Probleme, führt zu keinem Ergebnis und ist im Grunde das Ende einer Diskussion.

Eine Diskussion und/oder Debatte - im Allgemeinen "Streigespräch" genannt, mit unterschiedlichen Zielsetzungen - die die "Gefühle" des Gegenübers als "Wichtig" oder gar "Wichtigstes" erachtet kann getrost abgebrochen werden.

 

Und das liegt daran, daß es völlig egal ist, ob mir eine Konklusion gefällt oder nicht - ergo meine "Gefühle" verletzt werden - wichtig ist alleine, ob die Konklusion richtig ist oder nicht, also sich im Rahmen einer Diskussion oder Debatte ergibt oder nicht.

 

"Political correctness" hat in einer Diskussion nichts verloren. Eventuell in einer Debatte, aber auch das ist eher fraglich.

"Anstand" ist im weitesten Sinne zumindest in einer Bedeutung "political correctness".

Das mag in einer "normalen" Konversation durchaus seinen Platz haben.

Aber in einem Diskussionsforum ist sie fehl am Platze.

 

 

Velgar

"Den Irren erkennt man an der Freiheit, die er sich gegenüber der Beweispflicht nimmt, an der Bereitschaft, überall Erleuchtung zu finden"
Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

Velgar 46

Velgar

Veteran
22.675 Beiträge

18.12.17, 21:56 Uhr (geändert 19.12.17, 04:52 Uhr)
Beitrag von InnerGrinner 28 :
Und wie kommst du auf die Aussage "Religion macht nicht besser im Zwischenmenschlichen"?

"Und wie kommst du auf die Aussage "Religion macht nicht besser im Zwischenmenschlichen"?"

Zunächst das Problem, was bedeutet "im Zwischenmenschlichen"?

Ich würde ja mal sagen "weniger Straftaten" ist auf der Plus-Seite im Zwischenmenschlichen, oder?

Oder "hat nichts gegen Homosexuellen-Ehe" wäre auch besser im Zwischenmenschlichen. (EDIT: Falschrum)

Und "altruistischer" wäre auch ein Plus.

 

Die Zahlen hier sind eindeutig. Statistisch geht ein "weniger" an Religion und/oder "Gottglauben" mit einem "mehr" an oben genannten zusammen.

Das ist noch keine Kausalität, sondern nur eine Korrelation. Schon klar.

Aber: Wenn statistisch schon kein "mehr" an diesen Dingen herauskommt mit einem "mehr" an Religion/Gottglauben, dann stellt sich die Frage nach einer Kausalität schon gar nicht, weils schon nicht da ist.

 

Natürlich kann man gerne über die genaue Bedeutung von "im Zwischenmenschlichen" diskutieren.

Aber da möchte ich gerne berücksichtigt haben, daß "Christen sind netter zu ihren Mit-Christen" (was schon sein kann, keine Ahnung) ausläßt, wie sie zu ihren Mitmenschen (eben "Zwischenmenschlich) umgehen, die eben nicht "Christen" sind.

 

Stichworte hier wären "du sollst deinen Nächsten lieben" bezieht sich auf den "nächsten Juden".

So wie das bekannte Zitat "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden" von Luxemburg. Gemeint hat sie nämlich "die anderdenkenden Kommunisten". Die anderen (Nicht-Kommunisten) hätte sie nämlich ganz gerne an der nächsten Wand und einer letzten Zigarette gehabt...

 

 

Velgar

 

 

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Umberto Eco: "Das Foucaultsche Pendel"

InnerGrinner 28

InnerGrinner

Halbgott
576 Beiträge

18.12.17, 19:09 Uhr
Beitrag von Velgar 46 :

"so kann man sie doch problemlos zurückgeben. Findest Du nicht?"

Kannst du.

Die Antwort ist "Nein".

Religion macht nicht besser im "Zwischenmenschlichen".

Im Gegenteil. Es macht selektiver ohne selbst in der Selekti…

Und wie kommst du auf die Aussage "Religion macht nicht besser im Zwischenmenschlichen"?
"Es gibt 3 Stände zum kommunizieren: Den Anstand, den Verstand und den Kenntnisstand. Von all diesen ist mir der Anstand wohl am wichtigsten." (Ich)

Mein Blog: http://www.kwick.de/InnerGrinner/blog

Velgar 46

Velgar

Veteran
22.675 Beiträge

15.12.17, 03:06 Uhr
Beitrag:

-...Über Jesus zum Beispiel redet man zwar dauernd, aber wofür er ursprünglich stand, davon scheint nichts mehr anzukommen. Es könnte auch genausogut um Spiderman gehen.

Ja genau das ist auch der Kern. Spiderman ist genauso realistisc…

"Ja genau das ist auch der Kern. Spiderman ist genauso realistisch wie die Figur Jesus."

Spiderman ist bei weitem das bessere Rollenvorbild.

 

 

Velgar

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