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Übersicht / Politik & Wirtschaft

Zuckersteuer - bevormundend oder gerecht?

  • 57 Beiträge
Autor Beitrag

Nihim 22

Nihim

Großmeister
2.437 Beiträge

01.06.16, 18:40 Uhr

1993 wurde sie abgeschafft; die Rede ist von der Zuckersteuer.
Ihren Ursprung in Deutschland hatte sie 1841 im damaligen Preußen als die damals steuerfreie Zuckerrübe gegenüber den zollpflichtigen Zuckerimporten an Bedeutung gewann und der Zuckerkonsum dementsprechend stieg.

Was damals unter dem Hintergrund höherer Steuereinnahmen durchgesetzt wurde, weist heute ganz andere Begründungen von Seiten der Befürworter einer Steuer auf das "weiße Gold" auf:

Jeder zweite Deutsche ist übergewichtig (stern.de, 2013), Tendenz steigend; 9,3% der deutschen Bevölkerung leiden an Diabetes, 90% davon am eher lebensstilbedingten Typ-II-Diabetes (diabetes-deutschland.de, 2012).
Damit gehen natürlich auch entsprechende Kosten für das Gesundheitssystem einher, welches im Zuge des demographischen Wandels ohnehin einer großen Belastungsprobe entgegensieht.

Daher werden die Stimmen nach entsprechenden Steuern auf Zucker bzw. zuckerhaltige Lebensmittel immer lauter, ganz aktuell auch in Großbritannien, wo eine Steuer auf zuckerhaltige Softdrinks angestrebt wird (spiegel.de, 2016), deren Einnahmen in den Grundschulsport fließen sollen.

Liberale, Konservative und Stimmen aus der Lebensmittelindustrie wehren sich gegen die Idee, auch hier in Deutschland. Aus dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) heißt es: "Der Nanny-Staat ist und bleibt der falsche Weg." (aerztezeitung.de, 2014). Auch im CSU-geführten Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft spricht man von einer "Strafsteuer" und weiter: "Übergewicht und Adipositas haben bekanntlich viele Ursachen und wir können diese Probleme nicht mit Gesetzen und Verboten lösen" (apotheken-umschau.de, 2015).

Doch ist es nicht eben jene Eigenverantwortlichkeit, welche oft als Argument gegen Steuern jedweder Art vorgebracht wird, ein Argument dafür, dass eine Zuckersteuer (wieder) Realität wird?

Denn momentan zahlt jeder Kunde einer Krankenversicherung seinen Beitrag unabhängig seines persönlichen Lebensstils, ob er nun raucht, säuft, tägliche Cola trinkt oder schon morgens die empfohlene Tagesmenge an, ja, Zucker verspeist.
Das heißt im Umkehrschluss, dass für deren höheres Risiko auf lebensstilbedingte Krankheiten nicht sie selbst durch höhere Beiträge aufkommen, sondern - wie so oft - alle Beitragszahler gleichermaßen.

Ist das wirklich eigenverantwortlich?

Und was ist mit den Kosten, die entstehen, wenn der Betreffende durch seinen überhöhten Zuckerkonsum lebensstilbedingten Krankheiten erliegt, welche ihm das weitere Arbeiten unmöglich machen? Auch hier zahlt der sportliche Selbstoptimierer genauso viel wie der fahrlässige Genießer, trotz der Tatsache, dass Letzterer eher ausfällt als Ersterer.

Eine Zuckersteuer würde die Eigenverantwortlichkeit wiederherstellen, da man fortan für sein eigenes höheres Risiko auf Krankheit, Arbeitsausfall und Co. selbst zahlen würde - in Form einer speziellen Verbrauchssteuer, wie sie bei Alkohol und Tabak bereits zur gesellschaftlich akzeptierten Normalität gehört.

Damit möchte ich abschließen und die Diskussion eröffnen, viel Spaß :)

Konservatismus bedeutet, die Verfehlungen der Vergangenheit aufrechtzuerhalten.

Lirasu 37

lirasu

Superkwickie
1.133 Beiträge

08.02.18, 09:23 Uhr
Beitrag von Riot_77 40 :

Das kannst du gern so auslegen, wenn es dir zu hoch ist zu verstehen, dass eine Steuer nichts an den Essgewohnheiten der Leute ändern wird.

 

Das stimmt so nicht, Steuern als Steuerungselement funktionieren durchaus, siehe Tabak…

Das stimmt so nicht, Steuern als Steuerungselement funktionieren durchaus, siehe Tabaksteuer.

Sorry, ich kenne nicht eine Person, die wegen der Kosten aufgehört hat zu rauchen. Komischerweise sind es ja gerade die mit wenig Geld, die viel rauchen.

Ach ja: Die Öko-Steuer hat ja bekanntlich zu blühenden Wäldern und deutlich weniger Verkehr geführt. Staatliche Disziplinierungsmaßnahmen sind schon was Feines. 

 

beispielen wie Ungarn

Bei allem Respekt: Aber ausgerechnet Ungarn als Beispiel anzubringen, hat schon was von Zynismus (in Kenia können sich die Leute bistimmt noch weniger Zucker leisten - was für ein Erfolg!), insbesondere, wenn man es als Erfolg wertet, dass Leute sich etwas nicht mehr leisten können.

 

in Mexiko

grandios! Die futtern zwar stattdessen Stärke (= Kohlenhydrate) ohne Ende, aber das ist dann auch egal.

 

Es ist schon überraschend, wie weit hier Leute bereit sind, sich vom Staat ins Privatleben reinreden zu lassen. Und wieder ist es die Befürwortung der finanziellen Daumenschraube. Darüber werden sich Geringverdiener, Arbeitslose und Rentner bestimmt tierisch freuen. Ich bin übrigens auch für eine "Keine Kinder-Strafsteuer", weil Kinderlose das Rentensystem torpedieren. Und ich bin für eine Alterssteuer, weil Rentner das Gesundheitssystem überdurchschnittlich in Anspruch nehmen Und überhaupt gehört alles verboten, dass die Produktivität von Menschen in irgendeiner Form beeinträchtigen könnte.

"Das Problem ist: Mach´ einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist." Dieter Bohlen

"Die Größe von Babies sind heute mit über 60 cm und über 4 kg keine Seltenheit. Also eine Vagina kann auch jede Größe eines Penisses auf nehmen." ein weiser Mann aus dem Kwick Forum

Riot_77 40

Riot_77

Halbgott
17.614 Beiträge

01.02.18, 19:13 Uhr
Beitrag von Lirasu 37 :

Du kannst meine Frage also nicht beantworten. Dann fällt es mir auch schwer, deinen Standpunkt nachzuvollziehen.

Das kannst du gern so auslegen, wenn es dir zu hoch ist zu verstehen, dass eine Steuer nichts an den Essgewohnheiten der L…

Das kannst du gern so auslegen, wenn es dir zu hoch ist zu verstehen, dass eine Steuer nichts an den Essgewohnheiten der Leute ändern wird.

 

Das stimmt so nicht, Steuern als Steuerungselement funktionieren durchaus, siehe Tabaksteuer.

Es gibt im übrigen schon einige Erfahrungen mit der Zuckersteuer in anderen Ländern.

Auch wenn es nur vorläufige daten gibt und die Langzeiteffekte noch nicht abschließend untersucht wurden kann man zB an beispielen wie Ungarn sehen, dass der Konsum besonders zuckriger Getränke um 32% gesunken ist, in Mexiko sind es ungefähr 6%.

Natürlich wird eine Steuer alleine das problem nicht lösen, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Btw.

Die Threadüberschrift nervt etwas. " Zuckersteuer- bevormundend oder gerecht"

Das eine schließt das andere nicht aus, mann kann sie sowohl als "gerecht" wie auch als "bevormunden" ansehen.

das gegenteil von gerecht ist, soweit ich mich erinnere nämlich nicht " bevormundend

 

 

Es reibe sich mit der Lotion ein, und dann lege es die Lotion zurück in den Korb.
Es reibe sich mit der lotion ein, und dann lege es die Lotion zurück in den Korb, sonst kriegt ES!!! wieder was mit dem Schlauch
JETZT LEG DIE LOTION WIEDER IN DEN SCHEISSKORB!!!!

EllEff 34

EllEff

Milchgesicht
27 Beiträge

25.01.18, 21:30 Uhr (geändert 25.01.18, 21:31 Uhr)
Beitrag von Lirasu 37 :

Die Frage war, wie ein höherer Zuckerpreis verhindert, dass man selbst Verantwortung über seinen Zuckerkonsum übernehmen kann.

steht HIER im ersten Absatz

Ich gebe ja zu, dass meine Anmerkung zur Ökosteuer erfordert hat, etwas…

steht HIER im ersten Absatz

Das tut es, so leid es mir tut, nicht. Da steht zwar in recht deutlichen Worten, dass es dich stört, wenn andere Verantwortung übernehmen, aber nicht, wieso du nicht mehr in der Lage bist, deinen Zuckerkonsum selbst zu bestimmen, wenn er ein wenig mehr kostet. Du paraphrasierst deine Thesen, begründest sie aber nicht.

 

Ah, der Dosenpfand. Vor 2003 habe ich sehr viel mehr Dosen im Wald, an Straßenrändern und auf Spielplätzen herumliegen sehen. Der Dosenpfand war eine absolut erfolgreiche und geniale Sache. Ein voller Erfolg. Hat zwar am Anfang ein wenig gehapert, aber so ist das nun einmal bei Veränderungen.

 

Und hör doch bitte auf, derartig arrogant, überheblich, abwertend und geistlos zu sein. Das ist peinlich.

 

Lirasu 37

lirasu

Superkwickie
1.133 Beiträge

25.01.18, 21:24 Uhr
Beitrag von EllEff 34 :

Die Frage war, wie ein höherer Zuckerpreis verhindert, dass man selbst Verantwortung über seinen Zuckerkonsum übernehmen kann.

 

Auch deine Beleidigungen beantworten diese Frage nicht - ermöglichen aber eine andere Art von Erkenn…

Die Frage war, wie ein höherer Zuckerpreis verhindert, dass man selbst Verantwortung über seinen Zuckerkonsum übernehmen kann.

steht HIER im ersten Absatz

Ich gebe ja zu, dass meine Anmerkung zur Ökosteuer erfordert hat, etwas um die Ecke zu denken. Vielleicht hätte ich mal lieber den Dosenpfand anbringen sollen, damit du begreifst, dass es solche Ideen auf anderen Gebieten schon gab, sie aber noch nie funktioniert haben.

 

Auch deine Beleidigungen beantworten diese Frage nicht - ermöglichen aber eine andere Art von Erkenntnis. Dazu trägt auch bei, dass du deine eigenen Beiträge bewertest.

*Gähn*

"Das Problem ist: Mach´ einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist." Dieter Bohlen

"Die Größe von Babies sind heute mit über 60 cm und über 4 kg keine Seltenheit. Also eine Vagina kann auch jede Größe eines Penisses auf nehmen." ein weiser Mann aus dem Kwick Forum

EllEff 34

EllEff

Milchgesicht
27 Beiträge

25.01.18, 21:13 Uhr
Beitrag von Lirasu 37 :

Du kannst meine Frage also nicht beantworten. Dann fällt es mir auch schwer, deinen Standpunkt nachzuvollziehen.

Das kannst du gern so auslegen, wenn es dir zu hoch ist zu verstehen, dass eine Steuer nichts an den Essgewohnheiten der L…

Die Frage war, wie ein höherer Zuckerpreis verhindert, dass man selbst Verantwortung über seinen Zuckerkonsum übernehmen kann.

 

Auch deine Beleidigungen beantworten diese Frage nicht - ermöglichen aber eine andere Art von Erkenntnis. Dazu trägt auch bei, dass du deine eigenen Beiträge bewertest.

Lirasu 37

lirasu

Superkwickie
1.133 Beiträge

25.01.18, 21:10 Uhr
Beitrag von EllEff 34 :

Weil diese Steuer suggeriert, eine Lösung für das Problem zu sein.

Eine Steuer ist eine Steuer und suggeriert erst einmal nichts. Und ich habe auch nichts suggeriert.

Gegenfrage: Was hat die Ökosteuer bewirkt?

Du kannst…

Du kannst meine Frage also nicht beantworten. Dann fällt es mir auch schwer, deinen Standpunkt nachzuvollziehen.

Das kannst du gern so auslegen, wenn es dir zu hoch ist zu verstehen, dass eine Steuer nichts an den Essgewohnheiten der Leute ändern wird.

"Das Problem ist: Mach´ einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist." Dieter Bohlen

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EllEff 34

EllEff

Milchgesicht
27 Beiträge

25.01.18, 21:05 Uhr
Beitrag von Lirasu 37 :

Wieso verhindert ein höherer Zuckerpreis einen verantwortungsbewussten Umgang damit? Da konnte ich deinem Argument leider nicht ganz folgen.

Weil diese Steuer suggeriert, eine Lösung für das Problem zu sein.

 

Gegenfrage…

Weil diese Steuer suggeriert, eine Lösung für das Problem zu sein.

Eine Steuer ist eine Steuer und suggeriert erst einmal nichts. Und ich habe auch nichts suggeriert.

Gegenfrage: Was hat die Ökosteuer bewirkt?

Du kannst meine Frage also nicht beantworten. Dann fällt es mir auch schwer, deinen Standpunkt nachzuvollziehen.

Lirasu 37

lirasu

Superkwickie
1.133 Beiträge

25.01.18, 21:02 Uhr
Beitrag von EllEff 34 :

Werden sie nicht. Das Essen würde einfach nur teurer werden bzw die Preissteigerungen würden zu weniger Inhalt führen. Außerdem gibt es inzwischen genug andere Süßungsmöglichkeiten, als Zucker oder man würde neue entwickeln.

Da hast …

Wieso verhindert ein höherer Zuckerpreis einen verantwortungsbewussten Umgang damit? Da konnte ich deinem Argument leider nicht ganz folgen.

Weil diese Steuer suggeriert, eine Lösung für das Problem zu sein.

 

Gegenfrage: Was hat die Ökosteuer bewirkt?

"Das Problem ist: Mach´ einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist." Dieter Bohlen

"Die Größe von Babies sind heute mit über 60 cm und über 4 kg keine Seltenheit. Also eine Vagina kann auch jede Größe eines Penisses auf nehmen." ein weiser Mann aus dem Kwick Forum

EllEff 34

EllEff

Milchgesicht
27 Beiträge

25.01.18, 20:56 Uhr
Beitrag von Lirasu 37 :

Und das Essen wird deswegen natürlicher schmecken, weil die Hersteller weniger spottbilligen Zucker verwenden werden sondern wieder brauchbare Zutaten.

Werden sie nicht. Das Essen würde einfach nur teurer werden bzw die Preissteigeru…

Werden sie nicht. Das Essen würde einfach nur teurer werden bzw die Preissteigerungen würden zu weniger Inhalt führen. Außerdem gibt es inzwischen genug andere Süßungsmöglichkeiten, als Zucker oder man würde neue entwickeln.

Da hast du wohl leider recht.

Deine Steuer würde damit an der Qualität rein gar nichts ändern, zumindest nicht im Positiven.

Wieso meine Steuer? Das geht in eine unsachliche Richtung.

Ist ja n Ding! Und wer zwingt dich oder andere, dir jeden Tag nen Liter Cola und ne Packung Bonbons in den Hals zu werfen? Hauptsache die Verantwortung ist mal wieder auf andere (hier der Staat) abgewälzt.

Niemand zwingt mich. Aber es ist nicht immer schlecht, wenn jemand Verantwortung übernimmt. Ich habe beispielsweise gerne nachts die Laternen an und Löcher in der Straße geflickt. Außerdem finde ich trinkbares Wasser aus dem Wasserhahn genauso super wie ungepanschten Sprit.

Glaube kaum, dass der dich etwas angeht. Btw: Der BMI ist überholt. Nach ihm wären so manche Bodybuilder unglaublich fett. Und ich kann dir versichern, dass du mir in Sachen Ernährungslehre nicht das Wasser reichen kannst.

Kein Grund zu keifen. Ich wollte darauf hinaus, dass der Durchschnittsdeutsche zu fett und ungesund ist.

 

Eine Frage habe ich noch, das habe ich noch nicht ganz verstanden:

Wieso verhindert ein höherer Zuckerpreis einen verantwortungsbewussten Umgang damit? Da konnte ich deinem Argument leider nicht ganz folgen.