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Nachrichten aus aller Welt - OHNE Flüchtlingsthematik

  • 12554 Beiträge
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Einsteiger
0 Beiträge
13.02.16, 21:58 Uhr
Beitrag von KarleKeller 39 :
Wir waren damals im Kino..Schindlers Liste. Von den Lehrern kommentarlos wurden wir einfach konfrontiert was ich sehr richtig fand. Da hat sich dann auch bei uns Schülern merklich die Spreu vom Weizen getrennt. Mir ist das noch sehr gut in Erinn…

Ich hatte als erstes das Buch... als ich es gelesen hatte und wusste, dass sie da auch einen Film von gedreht haben, habe ich mir die DVD sofort geholt.

Irgendwie bekam die Lehrerin meiner Tochter mit, dass ich den Film habe und hat mich durch meine Tochter bitten lassen, ihrer Schule doch den Film auszuleihen, um ihn in verschiedenen Klassen vorzuführen.

Conny1986 32

conny1986

Veteran
5.336 Beiträge

13.02.16, 21:52 Uhr (geändert 13.02.16, 21:52 Uhr)
Beitrag von Condor82 35 :

Wichtig ist denke ich, nicht nur der Besuch einer solchen Gedenkstätte, sondern gerade bei Jugendlichen auch zeitnah eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema. Als ich vor ein paar Jahren in Buchenwald war, haben wir eine Führung mitgemach…

ja, das fänd ich auch gut und wichtig...

nur leider hört man dann ja immer wieder "das wird bis zum erbrechen durchgenommen, irgendwann ist auch mal genug und blaaa"...weißt sicher, was ich meine ;)

ja von wegen^^ wir haben das thema in der schule nur sehr kurz angeschnitten...

und frag mal nen heutigen 17 jährigen, von wann bis wann der 2. weltkrieg oder wer göbbels, himmler oder göring war^^

da kriegste lustige antworten -.-

bei dem thema reagieren leider viele empfindlich und es werden schnell äußerungen getätigt ala "warum muss man das noch thematisieren, das ist doch sooo lange her...warum die heutige generation damit belasten, die trägt doch keine schuld...usw"

von schuld ist da jedoch nie die rede^^ weil das auch schwachsinn ist! 

es ist nunmal ein teil der geschichte, für den aber natürlich keiner der heutigen generation eine schuld oder verantwortung trägt! unsere einzige verantwortung liegt darin, dass sowas nie wieder passiert und dass das nicht in vergessenheit gerät - und genau dafür ist die aufklärung so wichtig!

 

"Wir leben in einem Land, in dem Gutmensch und Pazifist Schimpfwörter sind.
Das haben wir toll hingekriegt...."

Condor82 35

Condor82

Halbgott
11.174 Beiträge

13.02.16, 21:42 Uhr
Beitrag:

Es ist sicher immer auch ein Stück weit von den Lehrern abhängig, wie sehr Jugendliche sich bereits dieses Themas annehmen können.

Ähm sorry aber was haben die Lehrer damit zu tun? Wenn Exkursionen angeboten und besprochen werden und…

Die Lehrer haben sehr wohl etwas damit zu tun, nämlich ob sie dieses Thema eher oberflächlich behandeln oder ausführlich darauf eingehen mit all seinen Facetten. Es darf nicht zur Pflichtübung werden, die man hinter sich bringen will, sondern es sollte für jeden, auch die heutige Generation, halbwegs greifbar sein. Es ist ein Teil der Geschichte und noch dazu einer mit besonders tiefen menschlichen Abgründen - das kann eigentlich nur Pflichtprogramm sein. In welcher Ausgestaltung sei mal dahin gestellt, aber es oberflächlich zu behandeln wäre der falsche Weg...

Condor82 35

Condor82

Halbgott
11.174 Beiträge

13.02.16, 21:40 Uhr
Beitrag von Conny1986 32 :

hab ich gerade schon unter meinem beitrag als kommentar geschrieben...

eigentlich fänd ich das super, wenn das schulen machen würden 

mich hätte das damals total interessiert, aber ich habe mich auch schon als jugendliche intens…

Wichtig ist denke ich, nicht nur der Besuch einer solchen Gedenkstätte, sondern gerade bei Jugendlichen auch zeitnah eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema. Als ich vor ein paar Jahren in Buchenwald war, haben wir eine Führung mitgemacht, bei der auch einige Geschichten von Ex-Häftlingen und Wärtern dort erzählt wurden. An solchen Beispielen wird einem der ganze Schrecken und die menschlichen Abgründe dahinter noch viel bewusster, noch dazu wenn man es sich anhand der Gedenkstätte auch gleich bildlich/räumlich vorstellen kann.

Ähnlich ist auch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem aufgebaut. Dort wird vor allem auf einzelne persönliche Geschichten von Holocaust-Überlebenden eingegangen und das recht intensiv/detailiert. Daran kann man sich dann halbwegs ableiten, wie das für diese Menschen gewesen sein muss. Hat mich ehrlich schwer beeindruckt dort.

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Einsteiger
0 Beiträge
13.02.16, 21:38 Uhr
Beitrag von Condor82 35 :

Die Lager in Polen haben im Vergleich zu denen im (heutigen) Deutschland den Vorteil in Sachen Aufklärung über dieses Thema, dass sie halbwegs im Zustand von damals belassen wurden, also nicht allzu sehr umgestaltet wurden. Nur so sieht man a…

Es ist sicher immer auch ein Stück weit von den Lehrern abhängig, wie sehr Jugendliche sich bereits dieses Themas annehmen können.

Ähm sorry aber was haben die Lehrer damit zu tun? Wenn Exkursionen angeboten und besprochen werden und mangels Interesse nicht stattfinden dann ist das eben so. Ein Pflichtprogramm darf sowas nie werden zumal die Kinder NICHTS mehr damit zu tun haben!

Nur so sieht man auch wirklich den Schrecken, der von diesen Lagern ausging.

Nichts aber auch gar nichts kann diesen Schrecken darstellen. Es sind tote Gebäude, egal in welchem Zustand sie sich befinden oder belassen werden. Entweder es ist eine aufgeschlossen und empathische Grundhaltung und Interesse (gerade bei Kindern und Jugendlichen) zu diesem Teil der deutschen Geschichte vorhanden oder eben nicht. 

Condor82 35

Condor82

Halbgott
11.174 Beiträge

13.02.16, 21:35 Uhr
Beitrag von KarleKeller 39 :
Wir waren damals im Kino..Schindlers Liste. Von den Lehrern kommentarlos wurden wir einfach konfrontiert was ich sehr richtig fand. Da hat sich dann auch bei uns Schülern merklich die Spreu vom Weizen getrennt. Mir ist das noch sehr gut in Erinn…

Wir hatten das Thema 2. Weltkrieg / Holocoust durchaus intensiv im Schulunterricht, aber warum wir nie eine KZ-Gedenkstätte besucht haben, weiss ich nicht. Es ist aber tatsächlich sehr unterschiedlich, wie junge Menschen ein solch "hartes Thema" für sich selbst aufnehmen. Das können auch die Lehrer gar nicht immer beeinflussen.

KarleKeller 39

KarleKeller

Großmeister
2.138 Beiträge

13.02.16, 21:32 Uhr
Beitrag von Condor82 35 :

Die Lager in Polen haben im Vergleich zu denen im (heutigen) Deutschland den Vorteil in Sachen Aufklärung über dieses Thema, dass sie halbwegs im Zustand von damals belassen wurden, also nicht allzu sehr umgestaltet wurden. Nur so sieht man a…

Wir waren damals im Kino..Schindlers Liste. Von den Lehrern kommentarlos wurden wir einfach konfrontiert was ich sehr richtig fand. Da hat sich dann auch bei uns Schülern merklich die Spreu vom Weizen getrennt. Mir ist das noch sehr gut in Erinnerung.
Auch nach diesem Tag gab's keine Diskussionen von Seiten der Lehrerschaft. So konnte das jeder für sich aufarbeiten.
Gessensprachemeldefetischist!

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Einsteiger
0 Beiträge
13.02.16, 21:30 Uhr
Beitrag:

aber natürlich... die Sieger des 2. WK haben eine komplette Todesmaschinerie erfunden mit allen kompletten Einzelheiten. Wie lange haben sie dafür wohl im Vorfeld gebraucht? Kann sich ein normaler Menschenverstand so etwas überhaupt ausdenken…

das ist deine interpretation :)

angenommen es wäre eine...wäre schon ne schlagzeile wert oder?

KarleKeller 39

KarleKeller

Großmeister
2.138 Beiträge

13.02.16, 21:26 Uhr
Beitrag von Roboherz 62 :

Ja , wenn ich an meine Schulzeit erinner , da kann ich nur sagen : wir mussten in der 5. Klasse die grausamsten Sachen im Museum für Deutsche Geschichte in Berlin zwangsweise anschauen. Kein schöner Anblick als Kind zu sehen wie Schrumpfköpfe…

Es ist zwar erschreckend aber selbst heute mit diesem Wissen wären Menschen ohne weiteres zu solchen Taten fähig. Womöglich weit grausamer.
Gessensprachemeldefetischist!

Roboherz 62

roboherz

Guru
20.532 Beiträge

13.02.16, 21:23 Uhr
Beitrag von Condor82 35 :

Die Lager in Polen haben im Vergleich zu denen im (heutigen) Deutschland den Vorteil in Sachen Aufklärung über dieses Thema, dass sie halbwegs im Zustand von damals belassen wurden, also nicht allzu sehr umgestaltet wurden. Nur so sieht man a…

Ja , wenn ich an meine Schulzeit erinner , da kann ich nur sagen : wir mussten in der 5. Klasse die grausamsten Sachen im Museum für Deutsche Geschichte in Berlin zwangsweise anschauen. Kein schöner Anblick als Kind zu sehen wie Schrumpfköpfe aussehen oder wie eine gewisse Ilse Koch aus Menschenhaut Lampenschirme machte nur weil dort eine Tattoo drauf war. Heute bei dem Elend auf dieser Welt und denen die immer noch etwas gegen Flüchtlinge haben , sollte das mal zur Zwangsveranstaltung werden in der Hoffnung , dass sie alle etwas humaner mit einander umgehen.