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Übersicht / Gesundheit

Wie kann man depressiven Menschen helfen?

  • 1114 Beiträge
Autor Beitrag

CheyenneX 55

CheyenneX

Halbgott
17.217 Beiträge

31.12.10, 18:39 Uhr (geändert 08.04.17, 14:58 Uhr)

Eine Vorbemerkung aus gegebenem Anlass zu diesem Thread:

Für medizinische Ratschläge und Einschätzungen ist eine Diskussionsrunde bei Kwick nicht zuständig. Depressionen sind eine von Medizinern definierte Erkrankung und ihre Diagnose wie auch ihre Behandlung gehört in fachkundige Hände. Hier steht, ausgehend vom Erstbeitrag, die Frage im Vordergrund, wie man als Angehöriger, als Freund, Bekannter oder Kollege mit Betroffenen umgehen kann.

 

Hallo, ich habe eine Freundin die meiner Meinung nach depressiv ist. Sie hat in ihrer Vergangenheit schon viele Enttäuschungen mitmachen müssen, ihre Familie hat sie im Stich gelassen und tut so als hätte sie keine Probleme. Darüber sprechen möchte sie nur teilweise, sie sagt das sie nicht einfach so los erzählen kann weil zuviel passiert ist. Ich möchte ihr gerne helfen, komme aber fast nicht an sie ran. Wenn es ihr zuviel wird verschanzt sie sich in ihrem Zimmer, lässt niemanden an sich heran und frisst alles in sich hinein. Ich habe ihr schon angeboten eine Beratungsstelle aufzusuchen, darauf habe ich aber noch keine Antwort von ihr erhalten.

Ich habe auch schon gehört das ein Betroffener immer von sich selbst heraus das Problem in Angriff nehmen muss aber ich kann sie doch nicht einfach so hängen lassen?

Gibt es jemanden der mir Tips geben kann bzw. etwas ähnliches auch schon erlebt hat?

Nachtrag am 27.06.2008

Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Beiträge. Ich möchte euch auf den neuesten Stand bringen wie es mit mir und der Freundin weiterging: ich habe sie wissen lassen dass ich für sie da sei wenn sie reden möchte. Sie ist mittlerweile von zu Hause ausgezogen. Vor ein paar Wochen hat sie mir einen Brief geschrieben dass sie die Freundschaft mit mir erst einmal auf Eis legen möchte weil sie mit mir nicht über ihre Probleme reden kann, warum weiss sie auch nicht genau (anscheinend ist sie doch noch nicht so weit). Sie konnte mir das nicht mal persönlich sagen weil sie nicht den Mut hatte. Ich habe ihr gesagt dass ich es wohl so akzeptieren muss, mache mir halt schon weiterhin Sorgen dass sie sich jetzt in ihrer Wohnung verkriecht oder ähnliches. Naja, auf jeden Fall möchte ich dieses Thema weiterhin hier stehen lassen weil ich schon merke dass es da viel zu diskutieren gibt. bei mir gings leider nicht gut aus aber ich denke schon dass viele eurer Beiträge den Betroffenen hier weiterhelfen können.

***** Erstbeitrag neu eingestellt*****

da User inzwischen abgemeldet

Meine Freiheit nehme ich mir...
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will,
sondern darin, daß er nicht tun muß, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau (1712-78)
Mit Kritik kann ich super umgehen. Und mit einer Axt auch.

Ignition 45

Ignition

Meister
424 Beiträge

06.08.18, 00:53 Uhr

Ich fasse mal kurz zusammen, wegen den Aktivitäten der letzten Tage.

* "Ärzte können nicht helfen bei Depressionen"

Es gibt gute und schlechte Ärzte, und es kommt noch darauf an, wie gut man mit dem Arzt klar kommt. Bzw. wenn die "Chemie" zwischen dem zu Therapierenden und dem Arzt "stimmt", oder auch nicht, kann das auch Auswirkung auf die Therapie haben.

* "Medikamente helfen nicht"

Stimmt wohl nicht. Klar auf Dauermedikation kann man sich genauso wenig "verlassen", da man auch selbst dafür öffnen muss sich helfen zu lassen, und auch sich selbst etwas Einsatz bringen muss.

"Das Umfeld ist mir gegenüber immer schlecht eingestellt"

Wenn das Umfeld nicht passt, ist man wohl oder übel darauf angewiesen sich ein anderes Umfeld zu schaffen. (Wenn möglich)

* "Andere mit dem selben, oder ähnlichen Problem gehen mir stark zu Herzen"

Ein wenig, ich betone "wenig" Egoismus schadet nicht. Wenn man zu viel um andere kümmert, kann man sich selbst auch größere Probleme verschaffen, als man zuvor hatte. Ich rede da nicht aus besserwisserei, sondern aus der Erfahrung heraus, dass Menschen an den Problemen anderer zusammenbrechen können, wenn sie sich zu stark auf andere einlassen. Dazu gehören auch Pflegekräfte.
Ärzte haben die notwendige Professionalität um gezielt helfen zu können, ohne daran selbst zusammen zu brechen.

* "Ihr habt es nicht verstanden"

"Ihr" trifft schonmal nicht zu, auch wenn es hier Teilweise auch Cliquen gibt.

* "Auch Leute mit viel Geld haben derartige Probleme"

Egal wieviel Geld jemand hat, wir befinden uns hier unter Menschen, und wie oben bereits beschrieben gibt es gute und schlechte Ärzte. Und viel Geld ist kein Garant dafür, dass man auch wirklich einen guten Arzt bekommt.

 

Hinweis: Dieser Beitrag beeinhaltet meine persönliche Meinung, und ich schreibe das nicht bei jedem Satz von mir extra noch dabei. 

Auf Bedarf kann ich diesen Beitrag von mir auch gern wieder entfernen.

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

Tina4911 49

Tina4911

Mythos
18.275 Beiträge

04.08.18, 11:12 Uhr
Beitrag von Wildoldlady 54 :

Also ein frakturiertes Bein wächst auch ohne zutun des Patienten wieder zusammen sofern es ärztlich versorgt wurde. Eine kranke Psyche tut das nicht. Ich kann nicht gesund werden wenn ich gegen den Therapeuten ankämpfe. In der Psychotherapie m…

Der Vergleich hinkt natürlich, wie alle Vergleiche. Aber z.B. bei der Herzinsuffizienz oder der angeschlagenen Niere, bei Bluthochdruck oder Diabetes funktioniert er besser: da kann der Doc zwar helfen, aber eine einigermaßen gute Lebensqualität erreiche ich nur mit eigenem Zutun.

Mit geht's eher um die Aussage, Medikamente seien bei Depressionen das Falscheste überhaupt und es könne einem eh kein Arzt helfen. Wenn ich sowas in einer depressiven Phase lese/höre und es ernst nehme, was bleibt mir denn da zur Leidensminimierung. Ich halte das für eine gefährliche Aussage, die ich bei meinem Vorposter herauslese.




Wildoldlady 54

wildoldlady

Veteran
19.719 Beiträge

03.08.18, 21:28 Uhr
Beitrag von Tina4911 49 :
Ist das nicht beim gebrochenen Bein, beim schwächelnden Herzen oder sonstigem nicht auch so: wenn man nicht zum Arzt geht oder sich nicht an seinen Rat hält, wenn man die verordneten Medikamente nicht nimmt - dann liegt es nicht am Arzt, wenn's…

Also ein frakturiertes Bein wächst auch ohne zutun des Patienten wieder zusammen sofern es ärztlich versorgt wurde. Eine kranke Psyche tut das nicht. Ich kann nicht gesund werden wenn ich gegen den Therapeuten ankämpfe. In der Psychotherapie muss man mitarbeiten.

Liegt der Bauer tot im Zimmer lebt er nimmer

Tina4911 49

Tina4911

Mythos
18.275 Beiträge

03.08.18, 21:17 Uhr
Beitrag von Wildoldlady 54 :

Tina wenn ich da an meinen Vater denke. Er kam in Frühpension weil er unter endogenen Depressionen litt, der hat immer alles besser gewusst als der Arzt. Er war so vernagelt und hat sich in seiner Krankheit gesuhlt. Ehrlich da kann auch der be…

Ist das nicht beim gebrochenen Bein, beim schwächelnden Herzen oder sonstigem nicht auch so: wenn man nicht zum Arzt geht oder sich nicht an seinen Rat hält, wenn man die verordneten Medikamente nicht nimmt - dann liegt es nicht am Arzt, wenn's nicht besser wird.



Wildoldlady 54

wildoldlady

Veteran
19.719 Beiträge

03.08.18, 21:03 Uhr
Beitrag von Tina4911 49 :

Warum sollten Fachleute bei einer psychischen Erkrankung nicht helfen können? Um dein Bild der zerbrochenen Seele aufzugreifen: vergleich das doch mal mit einem gebrochenen Knochen oder einem kaputten Organ. Erwartest du da, dass man zum Arzt …

Tina wenn ich da an meinen Vater denke. Er kam in Frühpension weil er unter endogenen Depressionen litt, der hat immer alles besser gewusst als der Arzt. Er war so vernagelt und hat sich in seiner Krankheit gesuhlt. Ehrlich da kann auch der beste Therapeut und die geduldigsten Angehörigen nichts ausrichten. Der Kranke muss es selbst wollen und er muss vertrauen können. Ohne Vertrauen keine Besserung.

Liegt der Bauer tot im Zimmer lebt er nimmer

Tina4911 49

Tina4911

Mythos
18.275 Beiträge

03.08.18, 12:30 Uhr
Beitrag von Revan21 36 :

Ich bin ehrlich gesagt schockiert über die vollkommene überheblichkeit der menschen hier die antworten und kommentare wooow. Einfach viel zu krass. 

Eine frage an die ganzen besser wisser wenn das herz gebrochen ist helfen medikamente …

Warum sollten Fachleute bei einer psychischen Erkrankung nicht helfen können? Um dein Bild der zerbrochenen Seele aufzugreifen: vergleich das doch mal mit einem gebrochenen Knochen oder einem kaputten Organ. Erwartest du da, dass man zum Arzt geht und schwuppdiwupp ist alles wieder wieder gut? Eventuell wird es auch nicht wieder wie vorher, egal, welcher Natur die Erkrankung oder Verletzung ist. Aber Hilfe in Anspruch zu nehmen ist auf jeden Fall der richtige Weg.

Und: ich finde es gut, dass man heute immer besser auch drüber reden kann! Aber dass du nun der Einzige wärst der ne Ahnung davon hat und alle anderen hier nicht...bei der Anzahl der diagnostizierten Erkrankungsfälle kann man doch davon ausgehen, dass mehr als ein Betroffener mitschreibt, sei es dass er selbst depressive Episoden hat oder einen Erkrankten im Umfeld hat.




Uljanowa 26

Uljanowa

Guru
9.250 Beiträge

02.08.18, 19:29 Uhr
Beitrag von Revan21 36 :

Ich bin ehrlich gesagt schockiert über die vollkommene überheblichkeit der menschen hier die antworten und kommentare wooow. Einfach viel zu krass. 

Eine frage an die ganzen besser wisser wenn das herz gebrochen ist helfen medikamente …

Dummerweise wie man hier sehen kann hat keiner auch nur denn hauch einer ahnung was ne echte depression

demnach hast Du meinen Beitrag nicht gelesen, denn dein Text deckt sich größtenteils mit meinem. 

Ison 32

Ison

Dinosaurier
13.126 Beiträge

02.08.18, 08:35 Uhr
Beitrag von Revan21 36 :

Ich bin ehrlich gesagt schockiert über die vollkommene überheblichkeit der menschen hier die antworten und kommentare wooow. Einfach viel zu krass. 

Eine frage an die ganzen besser wisser wenn das herz gebrochen ist helfen medikamente …

Das Problem beginnt schon damit, dass viele Depressionen gar nicht früh genug als solche erkannt werden. Der Depressive versucht nämlich mit aller Gewalt nach außen alles normal erscheinen zu lassen. Ferner wissen Angehörige und Freunde gar nicht wie sie mit einem depressiven Menschen umgehen sollen. Sie sind oftmals überfordert und bräuchten selbst eine Beratungstelle und Anleitung zum Umgang mit depressiven Menschen. Die depressiven Menschen ziehen sich zurück und vernachlässigen das soziale Umfeld. Dazu gehört auch die Familie.

Medikamente helfen erst mal in so fern, dass sich die Gesamtsituation ein wenig entspannen kann und man überhaupt Zugang zum betroffenen Menschen bekommt. Therapieplätze sind nur schwer zu bekommen und die Zeit muss überbrückt werden. 

Es ist immer gut, wenn man jemanden hilfreich an seiner Seite hat. Das sollte aber auch eine Fachkraft und nicht nur ein mitfühlender Angehöriger sein. Sicher, letzendlich muss sich der Betroffene selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen, aber ohne Hilfe geht das nicht. Insofern sind Ärzte , Psychologen und auch ein verantwortungsvolles Umfeld der erste und wichtigste Schritt, selbst seine Krankheit zu erkennen, lernen zu akzeptieren, anzunehmen und mit ihr zu leben.

"Schmeichler sind Katzen, die vorne lecken, aber hinten kratzen"

Schau mich nicht in diesem Ton an ^^

Revan21 36

Revan21

Dinosaurier
7 Beiträge
29.07.18, 00:40 Uhr

Ich bin ehrlich gesagt schockiert über die vollkommene überheblichkeit der menschen hier die antworten und kommentare wooow. Einfach viel zu krass. 

Eine frage an die ganzen besser wisser wenn das herz gebrochen ist helfen medikamente und medizinische behandlungen um es zu heilen?

Wenn die seele/geist oder wie immer ihr das nennen wollt in scherben liegt können ärzte helfen, medikamente oder irgendwelche behandlungen?

Im endeffekt liegt es an der person selbst die depressionen hat, wenn sie lernt damit klar zu kommen ok wenn nicht dann hilft auch nix dagegen. Depression ist keine krankheit die man heilen kann mit irgendwelchen medizinischen geräten behandlungen oder medikamenten. 

Man kann denn personen zur seite stehen, ihnen helfen wenn sie hilfe wollen wer bei jemandem der ne echte depression hat mit gewalt vorgeht und irgendwelche ratschläge zum besten gibt der verschlimmert im schlimmsten fall noch die depression der person.

Man sollte daher mit gefühl vorgehen langsam schritt für schritt und das funktioniert auch nur wenn die betreffende person es will es wünscht. mit der brechstange erreicht man gar nix und medikamente heilen da gar nix sie verzögern nur und blenden aus auf dauer wird es dann eher schlimmer als besser. Psychologen, ärzte es gibt niemanden aus der richtiung der helfen kann bei ner echten depression.

In einer depressiven phase helfen medikamente um es auszublenden, weil wie der name schon sagt es ist eine phase die vorbeigeht nach ner zeit. Ne echte depression geht nicht vorbei und je länger sie andauert desto schlimmer wird sie wie man an dieversen beispielen prominenter personen erkennnen kann. Kein medikament und kein arzt oder psychologe kann da irgendwie helfen.

Alles was geliebte menschen der betroffenen person tun können ist da sein für die person ohne irgendwelche tipps zu geben ohne seine eigene meinung durchsetzen zu wollen, einfach die nähe und der person das gefühl geben sie ist nicht allein der rest liegt an der person selbst. 

Dummerweise wie man hier sehen kann hat keiner auch nur denn hauch einer ahnung was ne echte depression ist sonst würdet ihr euch 100 mal überlegen was ihr sagt und tut denn ein falsches wort, ne falsche handlung zur falschen zeit zu einer person die ne echte depression hat und es gibt keine 2. chance mehr es gut zu machen. 

Um das nochmal klar zustellen ne echte depression ist keine krankheit im eigentlichen sinn denn sie lässt sich durch medikamente durch behandlungen durch psychologen nicht heilen so mir nix dir nix.

Allein die person die es betrifft kann lernen damit zu leben oder eben auch nicht, und nur sie selbst sonst nix und niemand.