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Übersicht / Gesundheit

Wie kann man depressiven Menschen helfen?

  • 1119 Beiträge
Autor Beitrag

CheyenneX 55

CheyenneX

Halbgott
17.217 Beiträge

31.12.10, 18:39 Uhr (geändert 08.04.17, 14:58 Uhr)

Eine Vorbemerkung aus gegebenem Anlass zu diesem Thread:

Für medizinische Ratschläge und Einschätzungen ist eine Diskussionsrunde bei Kwick nicht zuständig. Depressionen sind eine von Medizinern definierte Erkrankung und ihre Diagnose wie auch ihre Behandlung gehört in fachkundige Hände. Hier steht, ausgehend vom Erstbeitrag, die Frage im Vordergrund, wie man als Angehöriger, als Freund, Bekannter oder Kollege mit Betroffenen umgehen kann.

 

Hallo, ich habe eine Freundin die meiner Meinung nach depressiv ist. Sie hat in ihrer Vergangenheit schon viele Enttäuschungen mitmachen müssen, ihre Familie hat sie im Stich gelassen und tut so als hätte sie keine Probleme. Darüber sprechen möchte sie nur teilweise, sie sagt das sie nicht einfach so los erzählen kann weil zuviel passiert ist. Ich möchte ihr gerne helfen, komme aber fast nicht an sie ran. Wenn es ihr zuviel wird verschanzt sie sich in ihrem Zimmer, lässt niemanden an sich heran und frisst alles in sich hinein. Ich habe ihr schon angeboten eine Beratungsstelle aufzusuchen, darauf habe ich aber noch keine Antwort von ihr erhalten.

Ich habe auch schon gehört das ein Betroffener immer von sich selbst heraus das Problem in Angriff nehmen muss aber ich kann sie doch nicht einfach so hängen lassen?

Gibt es jemanden der mir Tips geben kann bzw. etwas ähnliches auch schon erlebt hat?

Nachtrag am 27.06.2008

Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Beiträge. Ich möchte euch auf den neuesten Stand bringen wie es mit mir und der Freundin weiterging: ich habe sie wissen lassen dass ich für sie da sei wenn sie reden möchte. Sie ist mittlerweile von zu Hause ausgezogen. Vor ein paar Wochen hat sie mir einen Brief geschrieben dass sie die Freundschaft mit mir erst einmal auf Eis legen möchte weil sie mit mir nicht über ihre Probleme reden kann, warum weiss sie auch nicht genau (anscheinend ist sie doch noch nicht so weit). Sie konnte mir das nicht mal persönlich sagen weil sie nicht den Mut hatte. Ich habe ihr gesagt dass ich es wohl so akzeptieren muss, mache mir halt schon weiterhin Sorgen dass sie sich jetzt in ihrer Wohnung verkriecht oder ähnliches. Naja, auf jeden Fall möchte ich dieses Thema weiterhin hier stehen lassen weil ich schon merke dass es da viel zu diskutieren gibt. bei mir gings leider nicht gut aus aber ich denke schon dass viele eurer Beiträge den Betroffenen hier weiterhelfen können.

***** Erstbeitrag neu eingestellt*****

da User inzwischen abgemeldet

Meine Freiheit nehme ich mir...
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will,
sondern darin, daß er nicht tun muß, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau (1712-78)
Mit Kritik kann ich super umgehen. Und mit einer Axt auch.

Kanto 54

Kanto

Milchgesicht
9 Beiträge

14.12.18, 23:19 Uhr

Eine Depression zu haben ist nichts anstößiges oder etwas unheibares. Viele Menschen haben eine Depression ohne das sie Kenntnis davon haben. Früher, sagte der Volksmund, ein gewisser Schwermut lastet auf der Seele. Vorwiegend davon betroffen waren große Künstler, Literaten oder auch weltbekannte Wissenschaftler. Ausschlaggebend waren aber die Kunstwerke, die Bücher, die sie geschrieben haben oder auch die ihre bewegende Erfindungen. Allerdings gab es häufiger medizinische Berichte für die es keine Erklärung gab. Klein- Rosa war noch ein Kind als ihr Lieblingshase zur Ostern zu Tisch serviert wurde. Klein-Rosa war bei der Geburt des Hasen zugegen aber bei der Schlachtung vor Ostern wurde sie eingesperrt hinter Türen. Klein Rosa schwieg ein Leben lang, niemals in ihrem Leben hat sie ein Fleisch gegessen, gebraten oder gar gekocht. Erst viele Jahre später konsultierte sie einen Doktor für Nerven und Neurosen. Nach langen Gesprächen sprachen die beiden über den Hasen. Als wäre eine Last von ihrer Seele gefallen, konsultierte sie den Doktor niemehr. Als Dank hatte sie eine signierte schwarzweiß Fotografie liegen lassen.

Diese Anekdote ist frei erfunden aber sie soll aufzeigen das depressive Menschen sehr wohl glücklich sein können. Es bedarf eine Zuwendung die zwar perönlich ist aber auch mit der nötigen Distanz zu dem Ereignis. In meisten Fällen ist schon getan durch ein aufmerksames Zuhören und in diesem Fall sicherlich nicht ratsam ein kindliches Verhalten zu unterstellen.        

Dutsch 40

Dutsch

Milchgesicht
35 Beiträge

14.12.18, 14:59 Uhr

1. erkundigen was er früher gerne gemacht hat

2. ermutigen wieder daran zu kümpfen, dass er dadurch etwas lebensfreude erhält

3. mit ihm reden und ihn auf andere gedanken zu bringen

Sommer69 49

Sommer69

Großmeister
3.901 Beiträge

10.12.18, 14:07 Uhr
Viele Menschen Künstler, Sportler und Menschen mit Verantwortung und die unter ständigem Druck stehen sind oft betroffen. Schuld sind oft andere Menschen, die mobben, gezielt Druck ausüben und die Intriganten als Vorgesetzte oder Spione des Chefs. Asoziale Art an sich schon ein Rocher würdig.

Sommer69 49

Sommer69

Großmeister
3.901 Beiträge

10.12.18, 14:03 Uhr
https://reportage2.stuttgarter-zeitung.de/depression/?_ga=2.118621833.1023240381.1544317365-1238778241.1505804912

Ignition 45

Ignition

Meister
446 Beiträge

06.08.18, 00:53 Uhr

Ich fasse mal kurz zusammen, wegen den Aktivitäten der letzten Tage.

* "Ärzte können nicht helfen bei Depressionen"

Es gibt gute und schlechte Ärzte, und es kommt noch darauf an, wie gut man mit dem Arzt klar kommt. Bzw. wenn die "Chemie" zwischen dem zu Therapierenden und dem Arzt "stimmt", oder auch nicht, kann das auch Auswirkung auf die Therapie haben.

* "Medikamente helfen nicht"

Stimmt wohl nicht. Klar auf Dauermedikation kann man sich genauso wenig "verlassen", da man auch selbst dafür öffnen muss sich helfen zu lassen, und auch sich selbst etwas Einsatz bringen muss.

"Das Umfeld ist mir gegenüber immer schlecht eingestellt"

Wenn das Umfeld nicht passt, ist man wohl oder übel darauf angewiesen sich ein anderes Umfeld zu schaffen. (Wenn möglich)

* "Andere mit dem selben, oder ähnlichen Problem gehen mir stark zu Herzen"

Ein wenig, ich betone "wenig" Egoismus schadet nicht. Wenn man zu viel um andere kümmert, kann man sich selbst auch größere Probleme verschaffen, als man zuvor hatte. Ich rede da nicht aus besserwisserei, sondern aus der Erfahrung heraus, dass Menschen an den Problemen anderer zusammenbrechen können, wenn sie sich zu stark auf andere einlassen. Dazu gehören auch Pflegekräfte.
Ärzte haben die notwendige Professionalität um gezielt helfen zu können, ohne daran selbst zusammen zu brechen.

* "Ihr habt es nicht verstanden"

"Ihr" trifft schonmal nicht zu, auch wenn es hier Teilweise auch Cliquen gibt.

* "Auch Leute mit viel Geld haben derartige Probleme"

Egal wieviel Geld jemand hat, wir befinden uns hier unter Menschen, und wie oben bereits beschrieben gibt es gute und schlechte Ärzte. Und viel Geld ist kein Garant dafür, dass man auch wirklich einen guten Arzt bekommt.

 

Hinweis: Dieser Beitrag beeinhaltet meine persönliche Meinung, und ich schreibe das nicht bei jedem Satz von mir extra noch dabei. 

Auf Bedarf kann ich diesen Beitrag von mir auch gern wieder entfernen.

"Um was sollte es sich bei ihrem Beitrag als Antwort zu dem vorangegangen Post handeln?"
Gar nicht so schwer, um Substanziell reduzierte, essentiell Antipragmatische Kunst. ;)
"Wie bitte?"
Ich hab einfach etwas hingeschmissen. :D

Tina4911 49

Tina4911

Mythos
18.277 Beiträge

04.08.18, 11:12 Uhr
Beitrag von Wildoldlady 54 :

Also ein frakturiertes Bein wächst auch ohne zutun des Patienten wieder zusammen sofern es ärztlich versorgt wurde. Eine kranke Psyche tut das nicht. Ich kann nicht gesund werden wenn ich gegen den Therapeuten ankämpfe. In der Psychotherapie m…

Der Vergleich hinkt natürlich, wie alle Vergleiche. Aber z.B. bei der Herzinsuffizienz oder der angeschlagenen Niere, bei Bluthochdruck oder Diabetes funktioniert er besser: da kann der Doc zwar helfen, aber eine einigermaßen gute Lebensqualität erreiche ich nur mit eigenem Zutun.

Mit geht's eher um die Aussage, Medikamente seien bei Depressionen das Falscheste überhaupt und es könne einem eh kein Arzt helfen. Wenn ich sowas in einer depressiven Phase lese/höre und es ernst nehme, was bleibt mir denn da zur Leidensminimierung. Ich halte das für eine gefährliche Aussage, die ich bei meinem Vorposter herauslese.




Wildoldlady 54

wildoldlady

Veteran
19.851 Beiträge

03.08.18, 21:28 Uhr
Beitrag von Tina4911 49 :
Ist das nicht beim gebrochenen Bein, beim schwächelnden Herzen oder sonstigem nicht auch so: wenn man nicht zum Arzt geht oder sich nicht an seinen Rat hält, wenn man die verordneten Medikamente nicht nimmt - dann liegt es nicht am Arzt, wenn's…

Also ein frakturiertes Bein wächst auch ohne zutun des Patienten wieder zusammen sofern es ärztlich versorgt wurde. Eine kranke Psyche tut das nicht. Ich kann nicht gesund werden wenn ich gegen den Therapeuten ankämpfe. In der Psychotherapie muss man mitarbeiten.

Liegt der Bauer tot im Zimmer lebt er nimmer

Tina4911 49

Tina4911

Mythos
18.277 Beiträge

03.08.18, 21:17 Uhr
Beitrag von Wildoldlady 54 :

Tina wenn ich da an meinen Vater denke. Er kam in Frühpension weil er unter endogenen Depressionen litt, der hat immer alles besser gewusst als der Arzt. Er war so vernagelt und hat sich in seiner Krankheit gesuhlt. Ehrlich da kann auch der be…

Ist das nicht beim gebrochenen Bein, beim schwächelnden Herzen oder sonstigem nicht auch so: wenn man nicht zum Arzt geht oder sich nicht an seinen Rat hält, wenn man die verordneten Medikamente nicht nimmt - dann liegt es nicht am Arzt, wenn's nicht besser wird.



Wildoldlady 54

wildoldlady

Veteran
19.851 Beiträge

03.08.18, 21:03 Uhr
Beitrag von Tina4911 49 :

Warum sollten Fachleute bei einer psychischen Erkrankung nicht helfen können? Um dein Bild der zerbrochenen Seele aufzugreifen: vergleich das doch mal mit einem gebrochenen Knochen oder einem kaputten Organ. Erwartest du da, dass man zum Arzt …

Tina wenn ich da an meinen Vater denke. Er kam in Frühpension weil er unter endogenen Depressionen litt, der hat immer alles besser gewusst als der Arzt. Er war so vernagelt und hat sich in seiner Krankheit gesuhlt. Ehrlich da kann auch der beste Therapeut und die geduldigsten Angehörigen nichts ausrichten. Der Kranke muss es selbst wollen und er muss vertrauen können. Ohne Vertrauen keine Besserung.

Liegt der Bauer tot im Zimmer lebt er nimmer