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Übersicht / Politik & Wirtschaft

Verwöhnen wir Hartz IV- und Sozialhilfeempfänger?

  • 1504 Beiträge
Autor Beitrag

Tina4911 49

Tina4911

Mythos
18.280 Beiträge

09.06.13, 12:04 Uhr (geändert 10.04.17, 17:02 Uhr)

Im Jahr 2005 wurde die bisherige Sozialhilfe durch eine im Volksmund „Hartz IV“ genannte Grundsicherung auf dem soziokulturellen Existenzminimum ersetzt. Diese Grundsicherung wird nicht nur von Erwerbslosen bezogen, sondern in bestimmten Fällen auch von sogenannten „Aufstockern“.

Die Grundbeträge der Grundsicherung werden durch weitere Leistungen ergänzt, die aber in vielen Fällen extra beantragt werden müssen. Zu diesen „Extras“ gehören u. a. auch diverse Sozialpässe und Sonderfahrkarten, welche für kleines Geld trotzdem eine soziokulturelle Teilhabe ermöglichen sollen.

Die Sätze orientieren sich nicht grundlos am Existenzminimum, da der Staat so einen Anreiz schaffen möchte um den Bürger wieder in Lohn und Brot zu bringen oder ihn durch Maßnahmen verschiedenster Art wieder fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen.

 

Als Diskussionsgrundlage sollen folgende Fragen dienen:

  • Verwöhnt der Staat Hartz-IV-Bezieher durch die Extra-Leistungen, welche auf Antrag gewährt werden?

  • Sind die Grundbeträge eurer Meinung zu gering oder zu hoch?

  • Gibt es eurer Ansicht nach alternative Möglichkeiten um Menschen aus dem Leistungsbezug wieder in Arbeit zu bekommen?

 

Achtung: Wer sich über die Mitarbeiter des Jobcenters auskotzen möchte ist hier falsch!

(Mit liebem Dank an @Dieinny , die diesen neuen Einstiegspost verfasst hat! :) )

 

Nochmal zur Information, wie sich rechnerisch die Bedarfsätze ergeben:

http://www.sozialleistungen.info/hartz-iv-4-alg-ii-2/alg-ii-leistungen.html

Zur Abschätzung der Höhe von ALG2 gibt es diverse ALG2-Rechner im Netz, z.B. hier.

Weitere wichtige Informationen? Gern als Kommentar! :)

 




Reinerzucker 66

Reinerzucker

Meister
13.603 Beiträge

20.02.19, 20:21 Uhr

transparent.gif

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Marc Twain

Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist einer zu sein.

HartzIV 38

HartzIV

Grünschnabel
3 Beiträge
19.02.19, 10:35 Uhr
Beitrag von Tina4911 49 :

Im Jahr 2005 wurde die bisherige Sozialhilfe durch eine im Volksmund „Hartz IV“ genannte Grundsicherung auf dem soziokulturellen Existenzminimum ersetzt. Diese Grundsicherung wird nicht nur von Erwerbslosen bezogen, sondern in bestimmten Fäll…

Vorab: Die "Sanktionen", das "Herzstück" der Programmatik "Fördern und Fordern" in Hartz IV/ALG-II/Leistungen nach dem SGB-II, stehen in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht - die Gutachten gegen das Sanktionieren sind riesig, die Argumente scharf, das Urteil steht aus.

Derweil erklären schon Aktivisten, "keinen Rechtsfrieden mit Sanktionen" zu machen - keinen "Rechtsfrieden ohne Grundrechte", siehe hier:

https://www.openpetition.de/petition/online/kein-rechtsfriede-ohne-grundrechte

Denn Hartz IV - wie immer man die "Summen" empfindet, widerspricht an vielen Stellen den Grundrechten oder der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte - zementiert diese bereits durch (prekäre) berufliche Verhältnisse "eingeschliffene Ausbeuterpraxis" und wendet sie erzieherisch und abschreckend auf Hartz IV Betroffene an (wenn auch nicht konsequent auf alle Betroffenen, an denen dann das Image vom "easy gechillten Hartzer" leichter rübergebracht werden kann).

 

An sich erstmal danke für die Frage - aber ich möchte auch an der Frage selber "Kritik üben":

"Verwöhnen" klingt wie etwas, das man lustvoll einem anderen Menschen zu dessen "Wellness" angedeihen lässt - eine dem Grunde nach völlig freiwillige Sache, die nicht zu Milderung oder Abwendung von Elend, sondern für das "zusätzliche Genießen" über das "überleben" hinaus gedacht ist. In dem Sinne des SGB-II wird gar niemand "verwöhnt" damit! ALG-II wird als "Notfallgeld" gezahlt, für das man sich "nackig" machen muss hinsichtlich seiner finanziellen, privaten und beruflichen Situation - es ist an die Gegenleistung gebunden, sich dem "Diktat des Geldes" und der Erwerbsarbeit genauso untertan zu sehen (und das mit (gespielter) freiwilligkeit), wie es von Leuten erwartet wird, die für Geld einen anderen Dienst, eine "richtige Erwerbstätigkeit" machen.

Grundrechte werden durch diese Debatte in der Wahrnehmung zu "Marketingtricks" oder zur "Provokation des Wirtschaftssystems". Stellvertretend dafür fühlt sich der "kleine malochende Bürger", dessen eigene Grundrechte untergraben werden, für dieses Wirtschaftssystem "provoziert", wenn jemand Hartz IV Betroffenes seine Grundrechte in ANSPRUCH nimmt und dann auch noch gegen die Bescheide Rechtsmittel einlegt.

"Verwöhnen" im Sinne von "auskömmlich versorgt zu sein und dafür wenig aufwendungen zu haben", war vielleicht die Frageintention?

Auch dazu: Die "Regelsätze" sind als zu niedrig berechnet - genau wie die Mindestlöhne und alles, was unter der "Armutsgrenze" angesetzt ist, die faktisch da ist, wenn (steigende) Mieten und jede Menge Pflichtausgaben anfallen, bevor man "Geld über" hat, das nicht für das absolute Überleben (bzw. auch die "sozialen Pflichtausgaben", mit denen man überhaupt nur am gesellschaftlichen Leben und auch dem Arbeitsleben teilnehmen kann - wie etwa z.B. telefonate führen zu können oder sich im Internet auszutauschen, ergo kein Einsiedler sein, ergo nicht auf dem Marktplatz mit nem Schild sitzen: suche Kontakt, suche Arbeit, suche Leute, die mit mir sprechen).

Ein Gutachten des paritätischen Wohlfahrtsverbandes schlägt Regelsätze von mind. 700 EUR vor.

Das würde sich auch auf alle Berufstätigen auswirken, die weniger als das (wenn man Miete und Versicherungen/Steuern abzieht) zur Verfügung haben.

Leider gehen viele Arbeitsstellen-"anbahnende" nicht offen in ein Bewerbungsgespräch, in welchem sie ihre "reale Nettolohngleichung" präsentieren.

D.h.: wieviel habe ich real mit Hartz IV, um meine Kosten zu begleichen (inkl. aller Vergünstigungen, dass ich nicht weit fahren MUSS, die GEZ erstattet bekomme, billiger ins Schwimmbad oder so) im Vergleich zur (angestrebten oder gesellschaftlich erwarteten) Situation mit der Arbeit. Muss ich ein Auto, Zweitwohnung oder sonstige "Pflichtanschaffungen" (regelmäßig) tätigen, muss das in die "Nettolohngleichung" einfließen. Auch wenn dann plötzlich BAFöGrückzahlung oder Unterhaltszahlungen etc. anfallen, muss ich das einrechnen. Das machen viele nicht und sind dann enttäuscht, trotzt übernommener Arbeit (mit weniger freier Zeit für eigene Belange oder sparsame "überlebenskunst") sich nichts leisten zu können und nur im Hamsterrad zu stecken.

Eine Entsolidarisierung zwischen prekär beschäftigten (und eigentlich allen auf Lohnarbeit ANGEWIESENEN) und Erwerbslosen ist also nicht nützlich - sondern nur, um grundsätzliche Missstände zu verschleiern und die vorherrschenden Verhältnisse beim alten zu belassen.

 

"Verwöhnen" wir unsere Lohnabhängigen mit einem Einkommen und einer Lebenssituation, die für sie attraktiv ist?

Überwiegend NEIN. Denn dazu müssten wir es unterlassen, Menschen zu bestrafen, die auf solche Verwöhnungsangebote verzichten und sich auch nicht "hinpeitschen" lassen.

"Verwöhnen wir Hartz IV betroffene"? Nein, nein und nein - auch dann nicht, wenn einzelne Menschen ggf. behördliche Überlastung und eine persönliche "Ruhelage" für ihren vorteil besser einsetzen können und mit weniger Geld zurechtkommen als andere, unanrechenbar mit Aufmerksamkeit beschenkt werden und die freie Lebenszeit nicht nur zum Genuss anderer (z.B. im Ehrenamt oder als "Freunde, die zeit haben") sondern auch zur eigenen Weiterentwicklung oder Entspannung nutzen.

Es ist kein VERWÖHNEN, weil die Grundlage eben ZWANG ist, auch dann, wenn das Jobcenter nicht hinterherkommt, in jedem Einzelfall diesen Zwang auszufahren und die Daumenschrauben anzuziehen. Man lese dazu einmal die Rechtsfolgenbelehrungen unter den Briefen/der Eingliederungsvereinbarung bzw. selbiger als "Verwaltungsakt". Was ich nicht freiwillig unterschreibe, wird über mich verfügt? Das erinnert an den Erlkönig...

auch dass ich als hartz-f-Betroffener Bewerber*in zugewiesenen Arbeitgebern Lügen erzählen muss bzw. man von mir erwartet, dass ich mich da vorstelle als wäre das mein "TRaumjob" ungeachtet der Realität, die da lautet: "ich bewerbe mich, weil ich dazu gezwungen werde - meine Hohe Motivation ist es, nicht obdachlos zu werden", ist grundfalsch.

Würde das Hartz-IV-Zwangssystem selber an sich glauben, hätte es kein Problem damit, wenn Betroffene genau das machen, wozu die "Erziehungsmaßnahmen" gedacht waren: sich unterwerfen, auf ungewollte Niedriglohn-Zeitarbeit bewerben und das obwohl sie eben keinen Bock haben, also zeigen, dass der Zwang wirkt. Würde das funktionieren, würde das Jobcenter nicht erwarten, dass man lügt oder zumindest schauspielert, seine sonstigen Motivationen und Ziele (die in parallel ausgeübten unzureichend bezahlten Tätigkeiten oder der Freizeit liegen) verschweigen...

Der Blick auf den einzelnen "hartzer" ist sehr eingeschränkt, wenn nicht das Gesamtwerk eines neoliberalen Arbeitsmarktes gesehen wird - in welchem jeder zwar motzen kann über den anderen oder die Lage - aber an seinem Fleck dann real nichts ändert. Konkurrenz untereinander ist da ein probates Mittel für all jene, die das (unbewusst) erhalten wollen. Die dann Methoden von mehr Kontrolle und Zwang fordern, weil sie selber unzufrieden sind mit ihrem Tagewerk oder der steuerlichen Last, die sie eigentlich gegen ihren freien Willen zahlen - denn wenn Gelder für andere nicht "freiwillig gegeben werden", sondern an ein "Gegenleistungs-wohlverhalten" gekoppelt sind, ist das kein Sozialer Gedanke, sondern ein EINKAUF.

Ich will als HartzIVBetroffene NICHT von ungern gegebene Steuern ihren eigenen Zwang verheimlichender Arbeitsknechte "eingekauft" werden für das erfüllen einer "Bewerberrolle im Gehorsam der Markterfordernisse"! Ich will nicht von Leuten weder im Krankenhaus noch im Supermarkt "bedient" werden, die von den Bedingungen ihrer Arbeit "bedient" sind.

Leute, die darüber abkotzen, einfach mal fragen: "und, würdest Du Deinen Job TEILEN - jemand anderes kommt und entlastet Dich, will aber auch geteilte Bezahlung?" Seid gespannt auf die Antworten. Auch wenn man fragt, wofür und für wen die Leute meinen zu arbeiten...

Ich mag lieber solche Leute "empowern", das sein zu lassen, was sie selber destruktiv finden... denn würden heute alle, die das so empfinden, ihren Job liegen lassen, hätten wir morgen gerechte(re) Löhne und Arbeitsbedingungen...

die Angst, als Einzelner aus dem Raster, damit ggf. dauerhaft aus dem Rahmen und der eigenen Existenz zu fallen, konditioniert die Menschen in sich selbst, und ist manchmal eben größer als die Solidarität über den eigenen Tellerrand - doch das kann jede*R jederzeit bei sich ändern, ohne ein Urteil, ein Gesetz, einen "Befehl" von "oben"...

Das nennt sich "Grundrechte denken, statt Almosen schenken!"

 

SixWingedAngel 24

SixWingedAngel

Guru
343 Beiträge

18.02.19, 01:40 Uhr
Es gibt schon ein paar, den man das komplett streichen sollte. Vorallem wenn die auch noch betrügen.
Uhhm Ja Hallo.....

Bandie 57

Bandie

Großmeister
716 Beiträge

12.12.18, 19:39 Uhr
Beitrag von Magic70 48 :

Ja, teilweise schon!

Vielleicht liegt es daran, dass ich im Bekanntenkreis eine bestimmte Person kenne, die das System komplett ausnutzt.

* Hat sich mit 21 ein Kind machen lassen (hört sich schrecklich an, war aber so)

* H…

deine ganze Rechnung stimmt nicht.

Kindergeld, Elterngeld, Unterhalt vom Kindesvater oder Unterhaltsvorschuss werden auf den Gesamtbedarf der BG angerechnet.

Unterhalt vom Kindesvater oder Unterahltsvorschuss muss sie nachweisen. 

Tut sie das nicht gibt es eine Zahlungseinstellung. 

Nix mit unter der Hand oder hintenrum.

Magic70 48

Magic70

Gelegenheitskwickie
3 Beiträge

12.12.18, 16:40 Uhr

Ja, teilweise schon!

Vielleicht liegt es daran, dass ich im Bekanntenkreis eine bestimmte Person kenne, die das System komplett ausnutzt.

* Hat sich mit 21 ein Kind machen lassen (hört sich schrecklich an, war aber so)

* Hat trotz einer guten Ausbildung danach sofort auf Mutter/Kind gemacht (was für 2-3 Jahre ja ok ist)

* Bekommt eine Wohnung finanziert

* Bekommt für sich den Regelsatz (416 €)

* Bekommt für Ihr Kind (7) den Regelsatz (296 €)

* Bekommt für Ihr Kind logischerweise Kindergeld (194 €)

Sie hat somit in Summe 906 € und muss davon keine Miete bezahlen. Sie hat also 906 € netto/netto.

Würde Sie z.B. halbtags arbeiten gehen und nehmen wir an, Sie würde netto 1.200 € verdienen (was für halbtags sicherlich sehr gut ist) müsste Sie noch Miete bezahlen. Nehmen wir hier nur mal 400 € an (weil es eine 2-Zimmer-Wohnung ist) hätte Sie somit netto/netto 800 €.

Sie hätte also über 100 € weniger, wenn Sie arbeiten gehen würde...

Und ja, Sie lebt besser als viele andere. Sie fährt Auto. Sie raucht. Sie hat ein neues, sehr hochwertiges Handy (mit dem Apfel drauf, welches NEU 1.300 € kostet). Sie hat einen neuen Fernseher. Sie frühstückt öfter beim Bäcker, als Zuhause.

Ich bin mir sehr sehr sicher, dass Sie sich vom Kindesvater hintenrum auch noch den Unterhalt für das Kind auszahlen lässt (damit Sie keine Abzüge vom Regelsatz hat).

Und ich habe noch nie den Satz von Ihr gehört: ich habe mich bewerben müssen...

Im Gegensatz dazu gibt es wiederum Menschen, die gerade noch so durchkommen (ob die "richtigen" Hartz4-ler, Rentner oder Geringverdiener).

Soviel zum Thema...

 

Nachlangerzeit 42

Nachlangerzeit

Stammkwickie
283 Beiträge

11.12.18, 13:53 Uhr
Beitrag von Der_Staufer 37 :

Ihr meint dieses Neusprechzeug wirklich so, wie ihr es verwendet? Ihr redet ganz offiziell von Kunden und wundert euch dann echt, dass die Arbeitssuchenden sich verarscht vorkommen? Ein ganz besonderer Menschenschlag muss dort arbeiten.

Genau, und das muss noch gesteigert werden. Warum überhaupt noch sozialromantisch arbeiten? Warum bleiben wir nicht alle daheim? :-p Das Arbeitssystem schafft sich nicht ab, der Arbeiter selbst schafft sich immer mehr ab. 

 

Der_Staufer 37

Der_Staufer

Halbgott
7.386 Beiträge

03.12.18, 17:47 Uhr
Beitrag von Bandie 57 :

Allerdings scheitert es nicht immer nur am Wille (Stichwort Fahrerlaubnis).

nicht für jede Tätigkeit wird ein Führerschein verlangt. Und wenn doch dann kann man mit seinem Vermittler über eine Finanzierung des FS reden. Der wird auch…

Ihr meint dieses Neusprechzeug wirklich so, wie ihr es verwendet? Ihr redet ganz offiziell von Kunden und wundert euch dann echt, dass die Arbeitssuchenden sich verarscht vorkommen? Ein ganz besonderer Menschenschlag muss dort arbeiten.

Das Arbeitssystem ist gerade dabei, sich selbst abzuschaffen. Noch nie waren in D so wenige Erwerbstätige wie jetzt in der Lage,so viele Erwerbslose wie jetzt zu versorgen. Arbeit für alle ist ein sozialromatisches Relikt, dass eigentlich schon weg vom Fenster ist. Nur ist das bei den Entscheidungsträgern in der Politik noch nicht angekommen bzw. schon und soll nur die Massen ruhig halten. Wir haben kein 2010 mehr. Letzten Endes wird der Großteil der 42 Mio. Arbeitnehmer doch nur genauso ver...t.




Sommer69 49

Sommer69

Guru
4.031 Beiträge

30.11.18, 07:18 Uhr

6629534063464973068.jpg

https://www.bento.de/politik/globalisierung-diese-collagen-zeigen-wie-der-westen-und-der-nahen-osten-verknuepft-sind-a-82c793f8-0315-4cf1-ac7a-f80f89689f0b#refsponi

Bandie 57

Bandie

Großmeister
716 Beiträge

23.07.18, 13:27 Uhr
Beitrag von Reinerzucker 66 :

@Bandi, Du als Arbeitsamt-Mitarbeiter so sehe ich dieses mal, habe diesbezüglich eine Frage! Wie sieht man eine Arbeitslosigkeit bei Arbeitnehmer die nicht mehr Vermittlungsfähig sind auf Grund des Alter`s 58 + und Schwerbehindert? Hier liegt …

ohje... das ist ein sehr komplexes Thema... gerade bei Schwerbehinderung. Das hier bis ins Detail zu beschreiben würde einen Roman ergeben. 

wirklich nur in absoluter Kurzform:

Wie sieht man eine Arbeitslosigkeit bei Arbeitnehmer die nicht mehr Vermittlungsfähig sind auf Grund des Alter`s 58 + und Schwerbehindert? Hier liegt ja dann ein besonderes Problem vor?

wer nicht mehr "vermittlungsfähig" ist (den Begriff gibt es nicht im SGBII) stellt der ärzliche Dienst fest und wenn der Betroffene dann unter 3h/Tag nicht leistungsfähig ist dann geht der Betroffenen so und so in die Grundsicherung.

Dann gibt es noch leistungsfähig unter 6 Monaten und über 6 Monaten. 

Dann gibt es noch die Zusammenarbeit und Zuständigkeit des Rententrägers (Teilhabe, Reha, Umschulung etc.)

etc. etc.

Unterm Strich kann man pauschal nicht deine Frage beantworten weil man immer den Einzelfall sehen muss. 

Grundsätzlich gilt aber... ein schwerbehinderter Betroffener hat sicherlich mehr Schweirigkeiten auf dem 1. Arbeitsmarkt einzumünden aber unmöglich ist es nicht.