Post from Ironic666 34 :
Naja, Tötung ist eben der wertfreie überbegriff verschiedener delikte.
Da Mord vorsatz impliziert kann es da logischerweise keine rechtfertigenden Notstand geben.
So kann man also sagen dass jeder Mord zwingend eine Tötung ist, aber…

Naja, Tötung ist eben der wertfreie überbegriff verschiedener delikte.

Es gibt keine völlig wertfreien Begriffe. Selbst im Äußern von Tatsachen liegt mithin ein Werturteil.

Da Mord vorsatz impliziert kann es da logischerweise keine rechtfertigenden Notstand geben.

Um Gottes Willen nein, es liegt mit Sicherheit nicht am Vorsatz, sondern an den speziellen Mordmerkmalen. Beim Totschlag wäre ein rechtfertigender Notstand durchaus denkbar, bei beiden Delikten ist hinsichtlichtlich des Todes eines Menschen bedingter Vorsatz ausreichend.

So kann man also sagen dass jeder Mord zwingend eine Tötung ist, aber nicht jede Tötung zwingend eine Straftat ist.
Und wenn die Tötung die Voraussetzungen für eine Straftat erfüllt bleiben immernoch einige Delikte zu Auswahl, die den genauen Umstand näher definieren.

Ich bin kein UNiversalgenie, aber der Beitrag bezieht sich auschließlich auf das vorsätzliche Begehungsdelikt, welches immer einen Tatbestand darstellt.

 

So,..oder so ähnlich könnte man das kurz zusammenfassen

Wenn man keine Ahnung von Recht hat, kann man das durchaus so zusammenfassen.

br> Struppis Aussage im Bezug auf die rechtliche Auslegung der Begriffe war zu 100% korrekt

Nicht einmal zu 50%. Zumal der Verfasser deutlich macht, das sich der Beitrag explizit auf das vorsätzliche Begehungsdelikt bezieht. Im Übrigen wurden fahrlässige Tötungsdelikte sowie vor allem erfolgsqualifizierte Delikte vergessen, bei denen der Tod eines Menschen als sogannter Tatbestandsannex festgelegt ist(zB Raub mit Todesfolge).

Ich frage mich, zu welchem Zweck hier Leute ohne die geringsten juristischen Grundkenntnisse hier versuchen, rechtliche Wertungen abzugeben.