Hab lange überlegt, ob ich hier mal meine Wahrnehmung reinschreiben soll, oder nicht.
Über das Flüchtlingsthema ist viel geschrieben worden, auch immer wieder heiß diskutiert.
Oft wird man dabei in eine Ecke gedrängt, in die man gar nicht will. Aus meiner heutigen Sicht muß ich sagen, vieles ist falsch gelaufen, auf Seiten pro Flüchtling, und auf der Gegenseite.
Vieles wurde verharmlost, ob Kölner Silvesternacht, andere Delikte, die regional stattfanden und immer noch stattfinden, dazu später mehr, oder es wurde einfach zu wenig kommuniziert, Ängste und Sorgen betreffend, die viele Flüchtlingsgegner hatten und haben, und somit gleich in die rechte Ecke abgeschoben wurden.
In Deutschland gibt es ein Phänomen. Egal welch Problematik angesprochen wird, oft benutzt man Schlagworte um andere mundtot zu machen. Neiddebatte ist zum Beispiel solch ein Schlagwort.
In der Flüchtlingsfrage waren diese Schlagworte Gutmensch oder Nazi. Beide total bescheuert, wenn es um sachliche Meinung geht!
Jetzt wie vorhin angekündigt zu den regionalen Delikten.
Mir wurde von einigen Verkäuferinnen berichtet, man habe Flüchtlinge beim Ladendiebstahl erwischt, und daraufhin die Polizei verständigt, kam sie zwar, aber irgendwann würde von den Beamten gesagt, ihr braucht uns deswegen nicht mehr zu rufen, wir können da nix machen, ihnen seien da die Hände gebunden. Ich fragte dann einfach mal nen Polizisten, ob das tatsächlich so ist? Kam als Antwort, er werde sich zu dem Thema nicht weiter äußern. Also kein Dementi seinerseits.
Es ist einfach traurig, im Nachhinein betrachtet, das vieles versucht wird und wurde, zu verschleiern.
Hilfsbereitschaft ist schon was tolles, aber trotzdem darf sie nicht ausgenutzt werden. Ich war anfangs auch total pro Flüchtling, und es gibt auch wirklich total Nette, unbestritten, trotzdem ist meine anfängliche Naivität auch durch manch Vorfälle in meiner unmittelbaren Umgebung, in Sorge, Mißtrauen, und Vorsicht umgeschlagen. Ob das gut ist, ich weiß es nicht. Ich bin jedenfalls froh, kein politischer Entscheidungsträger gewesen zu sein. In dieser Frage, also dem Flüchtlingsthema, muß man sich selbst eingestehen, konnte es nur Verlierer geben, keine Gewinner. Also in politischer Hinsicht. In menschlicher Hinsicht aber auch nicht, weil kaum sachlich und lösungsorientiert öffentlich darüber debattiert wurde. Und das ist mehr als traurig.