Das Handelsblatt hat nach einem dpa Bericht von Julia Rothenburger weitere Sanktionen der USA gegen Russland verhängt und dabei wurden die russischen Oligarchen und Putin nahe Milliardäre, Deripaska, Vekselberg,Kostin und weitere 21 Personen und 15 Firmen benannt.

"Die Maßnahmen seien nicht von einem einzelnen Ereignis ausgelöst worden. „Sie gründen sich auf das wachsende Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt“, hieß es.

Auf der Liste steht beispielsweise der russische Industriemagnat und Inhaber des Aluminiumunternehmens UC Rusal, Oleg Deripaska, dem eine Rolle bei der Einmischung in die US-Wahlen nachgesagt wird. Auch der Chef einer der wichtigsten russischen Banken, VTB, Andrey Kostin, steht auf der Sanktionsliste der Amerikaner. Weitere Namen: Viktor Vekselberg, Inhaber von Renova Group, die sich an Öl- und Aluminiumfirmen Russlands beteiligt; Gazprom-Chef Aleksej Miller. Gazprombank-Chef Andrej Akimow sowie Mitglieder der Oligarchenfamilie Rotenberg.

„Russland hat sich zu einem Kurs der Konfrontation entschieden“, sagten die Regierungsvertreter. Sie führten aus: „Moskau versucht, westliche Demokratien zu unterminieren, es unterstützt das Assad-Regime, das kleine Kinder mit Chemiewaffen tötet, es verübt Attacken im Cyberspace und versucht, auf Wahlen Einfluss zu nehmen.“

„Diese Sanktionen sind nicht gegen das russische Volk gerichtet“, hieß es. „Wir wollen ein besseres Verhältnis zu Russland, das geht nur durch eine Verhaltensänderung Moskaus.“ Solange Russland die Welt zu destabilisieren versuche, würden die USA dagegenhalten. Die neuen Sanktionen würden zusätzlich zu allen bestehenden verhängt.

Die Sanktionen beträfen auch sieben Präsident Wladimir Putin nahestehende Oligarchen und zwölf Firmen, die sie kontrollieren oder besäßen. Den Angaben zufolge spielten die Oligarchen eine Schlüsselrolle in der Politik des Kreml: Russische Oligarchen hätten in einem korrupten System und seinen Versuchen der Destabilisierung profitiert.

Von dieser These bin ich auch ausgegangen und wenn der Fall Skripal nicht entgültig geklärt werden kann, so ist die Tendenz entscheidend was Russlands Destabilisierungsversuche anbelangt.

Für die WM in Russland wird das für alle Beteiligten kein leichtes Parkett. Ich glaube nicht, dass man Sport und Politik so einfach trennen kann.