Beitrag von Der_Staufer 37 :

Mann kann da sogar noch einen draufsetzen:

Viele Frauen wissen doch, dass sie sich eigentlich mit einem vergebenen Partner einlassen. Wäre Frau dazu nicht bereit, würde dem Mann jede nichtgleichgeschlechtliche Gelegenheit fehlen.

Ja, die konstellation mit den Personen, die sich einen vergebenen Menschen krallen und dann schockiert sind, wenn besagte Person sie irgendwann auch betrügt bzw. "Sich ausspannen lässt", hat wohl jeder im Bekanntenkreis schonmal erlebt.

Gefühle sind sicher nicht in dem Maße lenkbar, Handlungen aber sehr wohl.
Wenn sich mein Partner in einen anderen Menschen verliebt ist das,... emotional heftig, also, für mich, aber es ist, wie es ist. Und ich muss und kann das akzeptieren.
Wenn er mich aber betrügt ist das eine andere Baustelle. Und da sehe ich dann keine "Eigenbeteiligung" des Betrogenen.
Wenn ich unglücklich in einer Beziehung bin, versuche ich daran zu arbeiten, ist diese Arbeit brotlos, beende ich die Beziehung.
Mein Handeln kann ich steuern, zu mindest wenn ich keinen...neurologischen Ausfall habe, der Verhindert meine Triebe zu unterdrücken.
Und das Mindeste, was man von jemandem erwarten kann, der eine Beziehung mit einem anderen Menschen eingeht, ist Fairness im Handeln.
Soweit meine Sichtweise.
Arbeitet jemand, wie z.B. Kachelmann, im Bezug auf Betrug derart mit System, ist es schon fast frech zu behaupten, die Frau wäre in dem Falle schuld.
Natürlich ist es die Dynamik in einer Beziehung, die dafür sorgt, dass jemand sich anderweitig öffnet. Allerdings ist im Falle Kachelmann davon auszugehen, dass er entweder jegliche Emotionen gegenüber jeder dieser Frauen schlicht gespielt hat und das wohl sehr gut, oder er tatsächlich ein Problem hat, dass irgendeine ICD10-Klassifizierung hat, dass es möglich macht, tatsächlich der Ansicht zu sein, es wäre irgendwie verantwortbar mit den Gefühlen von so vielen Menschen zu spielen und billigend in Kauf zu nehmen Menschen zu verletzen.