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MaikeZuendel

MaikeZuendel   , 25

from Enzklösterle

__Sommerbeginn**

Manchmal klappt es einfach. Dann kommt der Höhenflug, der Glücksrausch. Also Fenster auf. Radio laut an, singen, dirigieren

(andere nennen das "mit den Armen unkontrolliert durch die Gegend fuchteln"),

aufs Lenkrad trommeln und spüren, dass es so richtig ist. Das Glück macht die Luft leicht und berauschend. Der Fahrtwind bläst angenehm durchs offene Fenster, es ist Sommerbeginn... 

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__Herzschmerz**

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Ich laufe bis meine Füße bluten. Es tut gut, einfach nur irgendetwas zu spüren, meinetwegen auch den Schmerz. Du fehlst in ganzen Teilen. 

Mein Körper sehnt sich auf so banale Art nach Deinen Berührungen. Und dabei hättest Du viel mehr zu geben als nur Deine Körperlichkeit. Aber meine Lippen brennen trotzdem. 

Hinter den Gläsern der Sonnenbrille tobt ein Aufruhr, meine Augen laufen über vor Gefühlen, sprühen ihre Gedanken in diese Welt. 
Ich weiß, Du bist erschrocken. Einen Moment hast Du mich ohne Maske gesehen und Du kannst mich so nicht ertragen. Wenn Du auch nur ahnst, dass es um Dich geht, dann lauf' so weit und schnell Du kannst. 

Ich wünsche mir nur, dass Du irgendwann einmal in meine Arme fällst und spüren kannst, was dort ist.


__Jahre die zwischen uns liegen**

 

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Man sieht die Jahre nicht, die zwischen uns liegen, wenn wir nebeneinander hergehen. Die Hände beim anderen oder auch in den eigenen Hosentaschen. Ich fühle die Jahre nicht, wenn wir im Bett liegen, Du auf mir, Du hinter mir. Man hört die Zeit manchmal in Deiner Stimme, weil Du schon viel länger rauchst als ich. 

Dachte ich.

Wir sitzen bei einem Bier zusammen. Ich beuge mich weit über den Tisch, um Dein Flüstern verstehen zu können. Du nennst mich liebevoll ‚Kleines‘ und ich ereifere mich. Weil das doch keinen Unterschied machen darf. Du sprichst noch immer leise. Ich erzähle Dir von meinen Träumen, die Du als jugendlichen Unsinn abzutun versuchst. Du sagst, Du seist kein Politiker und es wäre Dir auch egal, wer regiert. Besonders gerne schimpfst Du auf die Gesellschaft, auf Werte und Normen, die nicht Deine sind. Weil in Deinem schicken Altbau Regeln vor der Haustüre bleiben. 
Ich verzweifele zusehends an Deiner Uneinsichtigkeit und appelliere an Deine Leidenschaft. Die Leidenschaft, die ich ansonsten nie an Dir vermissen musste. Du bringst mich zum Schweigen als Du sagst, Du könnest die Welt nicht retten und würdest das auch nicht wollen. Du stehst auf, um zu gehen. Du sagst, dass sei die Art, die Dinge wahrlich besser zu machen. Nur wer bleibt baut Mauern. Was ich von Dir verlangen würde. 


Ich habe es nicht gemerkt, nicht auf der Straße, nicht in Deinem Bett und nur ein Wenig an Deiner Stimme. Aber in Deinen Augen sehe ich es. Die zehn Jahre, die doch zwischen uns liegen...


__April**

 

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Natürlich mag ich die Sonne. Ich finde es auch schön, dass die Tage wieder länger werden und die Abende wärmer. Ich gebe gerne zu, dass kaltes Bier im Sommer und draußen besser schmeckt, besonders jetzt wo nachts alle Türen offen stehen und die größte Raucherkneipe wieder die Straße ist.

 

Aber auf diesen Partys, zwischen all den Betrunkenen und den Tanzenden und jenen, die beides sind, bin ich das Mädchen, das den nächsten Drink, aber nie das Leben feiert. Ich bin nicht unglücklich, aber ich teile diese maßlose Freude der anderen Gäste über den Frühling nicht. Ich sage mir, dass der April hier doch ähnlich kalt ist wie der Herbst. Man müsste sich selbst wohl nur gut genug bescheißen können. Und einfach weiter tanzen.


__pistole auf deiner brust**

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du hast es mir nicht gesagt. du hast dich gewunden und gedrückt vor dem moment, in dem es kein zurück mehr gibt und du dich darauf einlassen mußtest, mir alles zu sagen.
du hast dich bis zuletzt nicht getraut, es mir zu sagen. deine angst war einfach zu groß. ich kann das verstehen, ich kenne ängste, die überlebensgroß werden und drohend über jeden schritt wachen, so daß man sich nicht mehr traut, nur einen noch zu gehen.
ich habe dir die pistole auf die brust gesetzt, in deinem bett, surrealer hätte der ort der wahrheit nicht sein können.
du hast es mir nicht gesagt. ich habe gefragt.
bis heute war das einer der schwersten augenblicke in meinem leben, so ungeübt im lieben wie ich es bin, lag ich hinter dir, genauso hilflos wie du und wußte nicht was tun. das ist der schlimmste zustand überhaupt in einer situation, die erfordert, das man etwas t u t.
an diesem morgen im april haben wir uns einfach nur aneinander festgehalten, damit der andere nicht aus den armen auf den kalten beton gleitet. mehr konnten wir nicht tun.

ich bin immer noch hier. bin immer noch bei dir und fühle mich beizeiten so falsch an deiner seite und oftmals auch richtig...