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InnerGrinner

InnerGrinner   , 30

from Galliläa / Gallifrey

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3761 - Beischlaf mit einer Göttin

 

 

 https://www.youtube.com/watch?v=CrLvbQCmWDw

 

 

Ein Bette da inmitten war 

Geschnitten schön und reine / Aus kristallinem Steine 

Hoch und weit / Wohlauf erhaben

Allum ergraben / Mit Buchstaben

Und seiten auch die Märe / Dass es bemeinet wäre

Der Göttin Minne

 

(Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde)

 

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Je enger das Minnebett

Umso inniger die Umarmung

(unbekannt)

 

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Das Schreiben - mein extremes Gelegenheits-Hobby...

 

Eine Wolke schob sich vor die Sonne und so langsam wurde es ihr kalt an den Füßen. September eben. Im Grunde war es schon Oktober, der Kalender schien eine andere Sprache zu sprechen wie das Wetter.

Giddy dachte, es wäre nun an der Zeit, mit Träumen aufzuhören und sich endlich die Schuhe wieder anzuziehen. Eigentlich hatte sie noch Hausaufgaben in Englisch und Mathematik. Aber das war ihr egal, Englisch war schnell erledigt, und Mathematik verstand sie sowieso nicht. Sie wollte es abwählen.

Mathematik war für sie der Inbegriff der Umstände und des überflüssig komplexen Denkens, oder so ähnlich. Besser konnte sie es nicht ausdrücken. Eine auf Definitionen und Regeln beruhende, von Rätseln und Irrwegen geprägte Welt, wenn man denn tiefsinnig werden wollte.

 

Giddy holte ihr Heft hervor und betrachtete das zugehörige Kapitel im Buch. Sie hatte in Physik einige Defizite was das Thema betraf. Gut, vom Grundprinzip her beherrschte sie es ja einigermaßen, doch Physik war für sie Mathe! Wenn es dann nämlich ans Rechnen, Überlegen und Umsetzen der Formeln ging, geriet sie ins Stocken. Abgesehen davon hatte sie gar keine Lust, sie wollte lieber Chemie oder etwas anderes lernen. Etwas nicht ganz so trockenes vielleicht. Oder Astrophysik. Astronomie hatte sie schon immer interessiert. 

Dreiviertel Drei. Offiziell war die Pause jetzt vorbei. Schön für die anderen, wenn sie warten konnten, sie konnte es nicht.

Nervös umklammerte Giddy ihren Bleistift und fixierte die Uhr, die bereits zehn Minuten vor 3 anzeigte. „Gut, dann machen wir jetzt Pause,“ sagte Ziegler endlich und legte sein Buch auf das Pult. Ein aufatmendes Stöhnen drang durch den Klassenraum.

„Oh Mann, ich brauch jetzt was zu essen,“ sagte Nino und holte sein Pausenbrot heraus. „Ich brauch jetzt ne Kippe,“ fluchte Giddy genervt und kramte in ihrer Jackentasche. „Ich brauch ne Magnesiumtablette,“ scherzte Richard und holte sein Getränk. „Mann, bist du witzig,“ schnaubte Giddy und stürmte aus dem Klassenzimmer. Sie lief die Treppen hinunter auf den Schulhof, dann zum Nachbargymnasium herüber, wegen dem Rauchverbot. Dort zündete sie sich die Zigarette an und lehnte sich so gegen die Wand, bis sie daran herunterrutschte und schwach auf dem Boden saß. Sie war heilfroh, endlich aus dem Unterricht entkommen zu sein. Ihre Pause ging zwar nur fünf Minuten, doch sie wollte die Zigarette zuende rauchen.

Sie hatte es nicht eilig, zu Physik zurückzukommen.

Sie beobachtete die Tauben, die über den Schulhof flatterten. Sie pickten nach aufgerauchten Zigarettenstummeln. Giddy fragte sich in diesem Moment, ob Tiere wie Tauben auch abhängig von Drogen sein könnten...sie hatte ja schon von Tieren gehört, die heruntergefallene Äpfel vergären lassen damit sie nachher Alkohol enthalten...überhaupt zeigten manche Tiere menschliche Eigenschaften die ihnen Skeptiker gar nicht zutrauten...gab es in einem Zoo nicht mal eine Pinguinkolonie die sich aus unerklärlichen Gründen nicht fortpflanzte bis man herausfand, dass es alles schwule Pinguine waren und gar nicht an die Weibchen gegangen sind? Giddy grinste bei dieser komischen Überlegung und klopfte die Asche auf den Boden. Es war eigentlich unsinnig so etwas zu denken, denn im Grunde war der Mensch ja auch ein Tier...nur eben eines mit außergewöhnlich entwickelten Fähigkeiten.

Sie kam sich so langsam selbst vor wie ein Tier wenn sie so dachte.

Seufzend betrachtete sie zwei Raben, die sich in die Zweige des Baumes gesetzt hatten. Zwei große schwarze Vögel, die wahrscheinlich schon Jahrzehnte gelebt haben...mal etwas anderes als diese Tauben die man überall sah. Es war eigentlich schön dass es in der Stadt noch andere Vögel gab als nur Tauben. Aus Langeweile holte sie ihr Vesperbrot und warf Krümel auf den Boden. Einfach so. Damit die Raben etwas zu Essen fanden und sich vielleicht in dieser Stadt vermehrten...es war im Grunde sinnlos. Aber sie tat es aus Langeweile, beobachten, wie die Raben über den Boden hüpften und wie die Tauben hinzukamen und die Vögel sich auf die Krümel stürzten. 

 

 Diese Textstelle habe ich neulich gefunden als ich mal etwas in meinen älteren Werken gekramt habe. Ich muss bei aller Selbstkritik zugeben, es ist eine der wenigen wo ich von mir selbst überrascht bin. Zwar ist sie nicht die einzige, aber die meisten würde ich doch wohl am liebsten weniger löschen und hoffen dass sie niemand mehr zu lesen bekommt. Bei meinem anderen Roman habe ich es teilweise schon getan und neue geschrieben - und bisher nicht bereut.

 Wirklich zufrieden bin ich auch mit jenen Textausschnitten, die, wenn ich sie gerade verfasst habe, hier poste; in der Hoffnung, irgendwer möge es lesen oder gar kommentieren. Und da erreichte mich neulich ein Kommentar bezüglich meines Textes "Das Wolfsmädchen":

 du bist wirklich ein begnadeter Lyriker!

ich würde so gerne mehr von dir lesen. Deutschland braucht junge und talentierte Autoren wie dich. Was du schreibst ist fantastisch, frisch... einfach herrlich!

Ich dachte dass ich ihn zur Würdigung des chreibers hier einmal verewige ;) Nunja, ich habe bisher in der Tat völlig verschiedene Meinungen gehört. Mein Schreibstil ist sicherlich kein schlechter, aber er scheint doch sehr zu polarisieren. Ich habe mir in der Tat schon mal überlegt etwas zu publizieren. Bisher bin ich froh dass ichs nicht getan habe. Aber irgendwann werde ich es wohl tun.

Ich bin zwar nie selbst zufrieden mit dem was ich fabriziere und ständig habe ich neue Ideen die ich neu verarbeiten möchte und ärger mich, wenn die Muse mich nicht ordentlich küsst und dann nur Müll herauskommt. Ich bin aber fest entschlossen, im nächsten Jahr das erste Buch abzuschließen.

 

Bisher habe ich eigentlich nur drei relevante Bücher verfasst: Das erste ist ein Fantasy-Roman (davon findet sich schon einiges im Blog) der sich über mehrere Bände hinzieht. Für mich ist er nicht nur Inbegriff meines komplizierten Lebens, mit all seinen Macken und Schwierigkeiten (und nur mit Mythologiekenntnissen zu begreifen), sondern auch das Ideal dem ich wohl nie gerecht werden werde. Aber weiterhin erbittert annähern werde. Es bleibt also spannend.

Bei dem zweiten handelt es sich um eine Science-Fiction-Geschichte ("Xaufix") die ich mal im Alter von 10 Jahren erdichtet habe. Bereits mit 13 konnte ich sie schon selbst nicht mehr ernst nehmen und sie ergoss sich dann in lustige Comics, die ich heute noch habe. Stolz darauf bin ich durchaus, denn für mein Alter habe ich Unglaubliches geleistet. Aber damit betrachte ich es auch als abgeschlossen.

Das dritte ist der sozialkritische und psychologisch tiefschneidende Jugendroman, aus dem auch die obige Textstelle stammt und von dem ich mir momentan das meiste erhoffe. Ich verdränge ihn gern immer mal, frage mich aber warum. Er wurde bei uns in der Video-AG zeitweilig thematisiert und inszeniert, mit 14 habe ich damit an unsere Schule bei einem Wettbewerb einen Sonderpreis erhalten, der sogar extra für mich gemacht wurde (die Seite in der Festschrift habe ich eingescannt) und mein damaliger Lehrer hat mir ein echt colles Vorwort geschrieben. Wie viele andere Lehrer wurde er damals auch durch den Kakao gezogen und hat mich neulich gefragt was mein Schreiben macht. Im Herbst mache ich Praktikum an seiner jetzigen Schule und ich glaube, das ist der Auslöser, der mich nun wirklich wieder öfter an den PC treiben sollte... für sinnvollere Tätigkeiten!

 Wahrscheinlich bin ich doch ein wenig zu ungerecht zu mir selbst. Immerhin hat mein Lieblingsautor in seinem Testament das Buch verbrennen wollen, das heute eins der berühmtesten überhaupt ist... das sollte mir zu denken geben. Und ein Anlass dafür sein, keine falsche Scheu mehr zu zeigen.


Mit Sexting-Flatrate!

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Alles klar!

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ToDo

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