Dienstag, 09.02.2010

Einigung im Plagiatsfall Hegemann in Sicht

Berlin (dpa) - Nach den Plagiatsvorwürfen gegen die junge Berliner Autorin Helene Hegemann (17) ist der geschädigte Verlag an einer gütlichen Einigung interessiert.

Helene Hegemann muss sich mit Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen.
Quelle: dpa

"Wir haben kein Interesse, das Buch von Hegemann schlechtzureden. Es ist ein gutes Buch, darum kommt man nicht herum", sagte Frank Maleu, der Geschäftsführer des Berliner Sukulturverlags, der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Aber wenn man Dinge von anderen übernimmt, muss man seine Quellen nennen und zumindest vorher mal fragen."

Im Internet war Hegemann vorgeworfen worden, sie habe für ihr Sensationsdebüt "Axolotl Roadkill" ganze Passagen aus dem Roman "Strobo" übernommen, der im vergangenen Jahr im Sukulturverlag erschienen ist.

Der Autor Airen, 1981 in Bayern geboren, will Maleu zufolge derzeit seinen Namen nicht nennen und nicht öffentlich Stellung zu dem Fall beziehen. Airen prüfe gerade, wie viel Hegemann aus seinem Buch beziehungsweise dem vorausgegangenen Blog übernommen habe, sagte Maleu. "Wir hoffen, dass es diese Woche noch zu einer Klärung kommt."

Der Ullstein Verlag, in dem Hegemanns Buch erschien, hatte angekündigt, eine Einigung mit Sukultur zu suchen und eine Genehmigung für den Abdruck einzuholen.

Quelle: dpa