Dienstag, 09.02.2010

Jacksons Arzt bekennt sich "nicht schuldig"

Los Angeles (dpa) - Knapp acht Monate nach dem überraschenden Tod von Michael Jackson ist der Leibarzt des Popstars wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Vor Gericht in Los Angeles bekannte sich der Mediziner Conrad Murray am Montagnachmittag (Ortszeit) "nicht schuldig".

Dr. Conrad Murray vor Gericht.
Quelle: dpa

Bei dem Termin waren auch Jacksons Eltern Joe und Katherine sowie mehrere Geschwister des Sängers anwesend. Laut Anklage hat Murray seine Sorgfaltspflicht verletzt und fahrlässig den Tod des Sängers herbeigeführt. Er habe aber nicht vorsätzlich gehandelt.

Jacksons Familie hatte auf eine schwerwiegendere Anklage gehofft. "Er hat ihn umgebracht", sagte Katherine Jackson Reportern nach der Anklageverlesung. "Er hat nicht auf ihn aufgepasst". Jacksons Schwester La Toya erklärte in einer Mitteilung: "Michael wurde umgebracht, und obwohl er unter Dr. Conrad Murrays Händen starb, glaube ich, dass Dr. Murray nur Teil eines größeren Plans war". Sie wollte nicht ruhen, bis auch die "anderen Personen" zur Rechenschaft gezogen werden. Namen nannte die Sängerin nicht. Jackson-Fans forderten vor dem Gerichtsgebäude "Gerechtigkeit" und eine harte Bestrafung des Arztes. Eine junge Frau hielt ein Plakat hoch mit der Aufschrift "Murray ist ein Mörder".

Murray kam noch am Montag nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 75 000 Dollar auf freien Fuß. Nach Angaben seines Anwalts wollte der Arzt bis zum Prozessbeginn weiter Patienten behandeln. Vor seiner Tätigkeit als Jacksons Leibarzt arbeitete Murray in Houston (Texas) und Las Vegas (Nevada). Die nächste Anhörung soll am 5. April in Los Angeles stattfinden. Im Falle eines Schuldspruchs drohen Murray bis zu vier Jahre Haft.

Auf Anordnung des Gerichts musste der 56-jährige Kardiologe seinen Pass abgeben. Er darf keine Betäubungsmittel mehr besitzen oder verschreiben. "Ich möchte nicht, dass Sie Leute betäuben", sagte Richter Keith Schwartz. Die kalifornische Aufsichtsbehörde für Mediziner beantragte unterdessen den Entzug von Murrays Zulassung. Der Arzt stelle eine "Gefahr für die Öffentlichkeit" dar, zitierte "Tmz.com" aus dem Antrag. Der Richter will zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden.

Nach dem überraschenden Tod des 50 Jahre alten Popstars am 25. Juni vergangenen Jahres hatte Murray eingeräumt, den unter Schlafstörungen leidenden Sänger mit starken Medikamenten - darunter das Narkosemittel Propofol - behandelt zu haben. Dem Totenschein zufolge starb der "King of Pop" an einer "akuten Vergiftung" durch Propofol.

"Tmz.com" veröffentlichte am Montag den vollständigen Befund der Gerichtsmediziner, der in Auszügen bereits im August bekanntgeworden war. Danach wurde Propofol in Jacksons Haus unsachgemäß verabreicht. Das Narkosemittel wird normalerweise nur vor Operationen oder auf der Intensivstation im Krankenhaus gespritzt und erfordert die ständige Überwachung des Patienten.

Quelle: dpa

Kommentare (12)

Lionking37 40 - 11.02.10 08:45 Uhr
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der arzt ist verschuldet, aber in meinen augen nur die spitze des eisbergs, die ganzen andern mittel vor propofol durch murray bekam er ja von andern ärzten!
Mr-Magic 24 - 10.02.10 22:40 Uhr
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der arzt ja hock 4 jahre ab und kommt wieder aus dem knast so sihts aus geld ist macht !!
PrinGleSs__- 14 - 10.02.10 19:29 Uhr
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naja ich denke so absichtlich hat er ihn net umgebrcht aber trotzdem bescheuert so starke medis MJ zu geben -_-
Rovereto 33 - 10.02.10 18:45 Uhr
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der jackson hat sich doch selbst mit seinem lebenstil umbegracht
X51Nigdex 20 - 10.02.10 14:43 Uhr
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auch schuldig, und wäre angeklagt, für das, dass er nichts unternommen hat. Als ob Dr. Murray wollte, dass MJ stirbt! Das war meine Meinung dazu!
X51Nigdex 20 - 10.02.10 14:43 Uhr
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... M.J durch die betäubung gestorben ist, muss der Arzt jetzt dafür büßen. Was würden die Leute sagen, wenn der Arzt NIX unternommen hätte und M.J nicht durch die Betäubung, sondern durch die Schmerzen gestorben wäre? Dann wäre Dr. Murray wahrsch. ...
X51Nigdex 20 - 10.02.10 14:41 Uhr
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ooh man ich verstehe solche leute echt ned. wie dumm kann man nur sein? mit leuten meine ich die, die gegen den arzt sind. Der dr. murray hat ja seinen job getan, und M.J wollte ja auch etwas gegen seine schmerzen. Viele denken jetzt, dadurch dass...
Faction85 24 - 09.02.10 17:27 Uhr
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also Mord war es sicher nicht... aber ganz unschuldig, als sein Leibarzt, auch nicht.... naja bin mal auf das Urteil gespannt !!!
Soulheart 25 - 09.02.10 16:25 Uhr
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der Artzt ist nicht schuldig, der hat Micheal geliebt
Denny123 15 - 09.02.10 11:55 Uhr
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Das is so ein Arsch ! Der soll büßen ! R.I.P MJ !!!