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Dienstag, 09.02.2010
"Level 26" - CSI-Erfinder setzt eins draufBöse, Böser, Sqweegel. Der Serienkiller mit dem eher komischen Namen mordet seit Jahrzehnten und niemand konnte ihn bisher fassen. Er hinterlässt keine Spuren, hat keine bevorzugte Opfergruppe, nutzt was immer gerade greifbar ist, um zu foltern und zu töten. Kurz, Sqweegel hat kein Muster nach dem er sich richtet. Er ist unberechenbar, der schlimmste Killer aller Zeiten – Level 26. ![]() Killer Sqweegel spielt wieder mit seiner Lieblingsbeute: Ermittler Steve Dark Quelle: luebbe.de Mörder werden in Kategorien eingeteilt. Die bisherige Einteilung ging bis Level 24 – Serienmörder wie Ted Bundy. Nun wurde eine neue Kategorie geschaffen: Level 26 – für ein einziges Wesen. Er mordet und foltert scheinbar wahllos. Seit etwa 30 Jahren. Ohne Spuren, aber mit immer widerlicheren Ideen und Methoden.
Die geheime Spezialeinheit der US-Regierung weiß bislang lediglich von seiner Person, weil er hin und wieder ein Video schickt mit seinen Gräueltaten. Der einzige der Sqweegel bisher so nahe gekommen ist, dass er ihn sah, ist Steve Dark. Der Ermittler besitzt die Fähigkeit sich in den Täter hineinzudenken, sich hineinzuversetzen. Doch diese Erfahrung im Falle von Sqweegel hat ihn viel gekostet. Seine gesamte Familie wurde ausgelöscht und Dark zog sich zurück. Nun verlangt der Verteidigungsminister, dass er sich wieder an der Jagd nach dem Level 26-Killer beteiligt. Der in seinem mühsam aufgebauten beschaulichen Privatleben gestörte Ermittler, sagt jedoch erst zu, als feststeht, dass Sqweegel ihn wieder im Visier hat. Dark will seine Frau und das noch ungeborene Kind schützen. Also begibt er sich erneut auf die Spur seines größten Feindes. Mehr als nur ein guter Thriller
Da hat der Erfinder von CSI – Den Tätern auf der Spur sich ganz schön was einfallen lassen. "Level 26 – Dark Origins“ ist böse, brutal, perfide und verdammt gut. Das Besondere an dem Buch sind natürlich die sogenannten Cyber-Bridges, die von einem Kapitel zum nächsten führen. Am Ende jedes Kapitels steht ein Code, der auf der Website level26.com zu einer Videosequenz führt. Diese zeigt beispielsweise eine Videokonferenz zwischen verschiedenen Staaten oder welche Nachrichten Sqweegel an Steve Dark schickt. Allerdings enthalten diese Brücken nichts, was nicht im Buch – wenn auch teilweise zu einem späteren Zeitpunkt – ebenfalls Erwähnung finden würde. Man muss also nicht das Buch vorm Rechner lesen oder ständig den Laptop parrat haben. Das Buch und die Story funktionieren auch so. Die Videos sind ganz einfach nette und vor allem gut gemachte Gimmicks. Das I-Tüpfelchen auf einem ohnehin spannenden Buch. Wer sich allerdings die Protagonisten eines Buches lieber vor seinem geistigen Auge vorstellt, als eine tatsächliche Person vorgesetzt zu bekommen, der wird vielleicht auch auf die Videos verzichten. Von Anfang an, bekommt der Leser die Brutalität des Killers zu spüren und die Spannung lässt einen nicht mehr los. Noch während die Ermittler darum kämpfen, Steve Dark einzubeziehen, tritt Sqweegel schon in Aktion. Wenn ich persönlich auch nicht glaube, dass Bücher mit Cyber-Bridges sich auf Dauer durchsetzen, so ist diese Neuerung auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Anthony E. Zuiker, ... ... geboren 1968 in Blue Island, Illinois, ist der Schöpfer und Produzent des Fernsehformats CSI: Den Tätern auf der Spur, das weltweit über drei Milliarden Zuschauer erreicht und mehrfach mit dem amerikanischen Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet wurde. Zuiker lebt mit seine Frau und drei Kindern in Las Vegas und Los Angeles. Buchinfos: "Level 26 - Dark Origins" von Anthony E. Zuiker, erschienen November 2009 bei Lübbe, Hardcover/broschiert, 428 Seiten, € 14,99, ISBN: 978-3-7857-6027-7 (3-7857-6027-2)
Autor: Sanne1978 32 Weitere Links zum ArtikelClan: Für Bücherliebhaber - Kunst & Kultur - 579Buchbesprechungen, Diskussionen, neue Bücher entdecken usw. Kommentare (11)
Das (Hör-)Buch ist wirklich gut
habe es ohne die Videosequenzen angehört, die braucht man nicht wirklich
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