Mittwoch, 15.10.2008

Unearth und ihr Marsch an die Spitze

Unearth sind ein Phänomen! Keine andere Band schafft es, auf so unnachahmliche Art und Weise Hardcore-Roots mit Metal-Fortschritt zu verbinden. Wurden sie zu Anfang ihrer Karriere besonders in den Hardcore-Kreisen als das nächste große Ding gefeiert, gelang es ihnen nach dem Wechsel zu Metal Blade Records mit den beiden erfolgreichen Hitalben ‚The Oncoming Storm’ und ‚III: In The Eyes Of Fire’ auch die Köpfe der weltweiten Metalheads zum stetigen Kreisen zu bringen.

Unearth verbinden Weise Hardcore-Roots mit Metal-Fortschritt.
Quelle: Metal-Blade
Ihr neues Werk ‚The March’ setzt dieser Entwicklung dabei die Krone auf, denn es wird laut O-Ton der Band ihre bisher "dynamischstes Material, die insgesamt besten Songs und ihren größten Hit“ enthalten. Einen kleinen Vorgeschmack gab es schon in Form eines neuen Songs auf dem Wacken Open Air Anfang, als Unearth trotz strömenden Regens keinen der ca. 50.000 anwesenden Metalkids ins sichere Zelt flüchten ließen. Gibt es einen größeren Beweis für die Klasse einer Band, als auf dem größten Metalfestival der Welt eine der beiden Hauptbühnen in Schutt und Asche zu legen? Rock am Ring/im Park, das With Full Force oder das Pressure Fest können ein Lied davon singen.


Auf der Bühne geben Unearth 150 Prozent

Produziert wurde ‚The March’ von keinem geringeren als Killswitch Engage-Gitarrist Adam Dutkiewicz, der sich in letzter Zeit schon durch Mördersounds für Bands wie Killswitch Engage, All That Remains oder Underoaht einen respektierten Namen in der Szene erschaffen hat. Für den Mix konnten Unearth Andy Sneap für sich gewinnen, der durch seine Arbeiten für Bands wie Machine Head, Testament oder Killswitch Engage einen Ikonenstatus innehat.

Jenen werden Unearth mit ‚The March’ und der für November anstehenden Never Say Die-Tour (u.a. mit Whitechapel und Parkway Drive) endgültig zementieren. Sind ihre Alben nämlich schon über jeden Zweifel erhaben, zeigen Unearth zu 150 Prozent auf der Bühne, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Technische Perfektion, Energie pur und brutale Zerstörung auf allerhöchstem Niveau. Unearth werden nach ‚The March’ mit Legenden der Marke Pantera oder At The Gates in einem Atemzug genannt werden!

Fans haben auf Wacken einen kleinen Vorgeschmack auf die neuen Songs bekommen.
Quelle: Metal-Blade
Gittarist Buz stand Rede und Antwort

Euer neues Album heißt ‘The March’. Wohin führt euch euer Marsch?
Buz: Er führt uns auf einem zerstörerischen Pfad, der gesäumt ist mit den Gebeinen von Wüstlingen und Ungläubigen. Am Ende steht ein von geschmolzener Lava umgebener Altar, auf dem ich das großartigste Gitarrensolo aller Zeiten performen werde.


Was habt ihr im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger ‘III: In The Eyes Of Fire’ verändert?

Buz: Auf ‘III…’ benutzten wir kein Click Track und wollten so ein eher organisches Feeling erzeugen. Auf ‘The March’ war uns die Tightness wichtiger, weswegen wir alle Tempos genau geplant haben, um zu einen größtmöglichen Einfluss und Groove zu erzeugen.


Ihr seid eine der wenigen Bands, die sowohl in der Metal- als auch in der Hardcore-Szene akzeptiert ist. Glücklich darüber?
Buz: Es ist immer cool, wenn man viel verschiedenes Publikum ansprechen kann. Wenn Leute zusammenkommen, um harte Musik zu feiern, fühlt sich das toll an. Ist man selbst dann noch Teil davon, ist es umso besser.


"Wir sind der musik die wir schaffen immer treu geblieben"

Wie habt ihr das geschafft?
Buz: Ich denke, wir sind der Musik, die wir erschaffen, immer treu geblieben. Wir sind riesige Fans von harter Musik, egal ob es sich um Hardcore oder Metal handelt. Hardcoreler und Metaller blicken außerdem recht schnell, wenn man es nicht ehrlich meint und sie verarschen will.


Bitte erzähl doch mal ein wenig von dir und deinen Bandkollegen. Stimmt es, dass du früher viel geskatet bist, Ken der Womanizer bei euch ist, Trevor ein eigenes Label hat und Slo gerne mal zockt? Was gibt es über Derek, euren neuen Drummer zu berichten?

Buz: Ja, ich bin früher wie ein Verrückter mit dem Board unterwegs gewesen und mache das auch heute noch von Zeit zu Zeit. Ken ist ein Showman, sein ganzes Leben ist eine Bühne, aber ein Womanizer? Nein, das würde ich nicht sagen. Trevor hat sein eigenes Label Ironclad Recordings, auf dem einige großartige Bands unter Vertrag sind. Dass Slo gerne mal zockt, stimmt. Ist irgendwo ein Casino in der Nähe, wissen wir sofort, wo wir ihn suchen müssen. Und Derek ist der netteste Kerl auf diesem Planeten, aber er funktioniert in keiner Weise, bevor er nicht zehn Espresso getrunken hat.


"Wir freuen uns alle tierisch auf Europa"

Ihr seid dieses Jahr erstmals in Wacken aufgetreten. Wie habt ihr das größte Metalfestival der Welt und euren Gig auf der Main Stage erlebt?

Buz: Das waren die beste Zeit und der größte Spaß, den ich seit langem hatte. Die Atmosphäre dieses Festivals findet man sonst nirgendwo. Und die Fans haben uns trotz strömenden Regens großartig aufgenommen.


Ihr kommt im November im Zuge der “Altamont Never Say Die"-Tour wieder nach Europa. Mit an Bord dieses großartigen Packages sind u.a. Parkway Drive und eure Labelmates von Whitechapel. Schon heiß auf unsere Bühnen?

Buz: Ja, diese Tour wird großartig! Wir freuen uns alle schon wieder tierisch auf Europa. Momentan beackern wir mit Whitechapel und Protest The Hero gerade die Staaten und haben sehr viel Spaß mit den Jungs.


Ihr seid eine der am meisten tourenden Bands dieses Planeten. Ist es überhaupt möglich, bei einem so vollen Kalender ein Privatleben zu führen?
Buz: Es ist nicht einfach, aber wir schaffen es. Ich selbst bin jetzt seit acht Jahren verheiratet. Die Balance zwischen der Band und dem Leben daheim zu finden, hat lange gedauert. Sie ist immer noch nicht perfekt, aber wir tun unser bestes, damit es klappt und jeder glücklich ist.

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