du hast spuren in meinem herzen hinterlassen, die nicht so schnell verschwinden werden.
school sucks.
ich hassehassehasse meine klasse-.-'
♥:)mit ausnahmen natürlich(:♥
sind verdreht... ich bin sehr aggro!
Kapitel 2 – Latein und andere Liebschaften
Auf dem Weg zur Schule beeile ich mich stets, und auf dem Weg zum Bahnhof laufe ich immer mit einer Geschwindigkeit von etwa 25 km/h, was natürlich bedeutet, dass die Räder meines Rollkoffers einer mittelmäßigen bis großen Belastung ausgesetzt sind. Ich bin sehr geübt darin, Passanten wie Schülern, die ebenfalls auf dem Weg zur Schule sind, auszuweichen, sodass ich jeden Tag nur höchstens drei oder vier davon umfahre. Gelegentlich hat das zur Folge, dass sie leichte Verletzungen an den Hacken davontragen, aber ich habe es eben eilig!
Ich war also bald in der Schule angekommen, daher konnte ich mich meiner größten Leidenschaft widmen- LATEIIIN!!
Gleich in den ersten zwei Stunden unterrichtete ich die 8b, welche eine der einzigen war, die mich nicht mit Papierkügelchen beschossen. Zwar musste ich sie auch „hart rannehmen“, um meinen Stoff durchzubringen, doch ich musste nicht fürchten, dass meine Autorität verloren ginge. Ich widmete die ersten 45 Minuten der Doppelstunde dem spannenden Thema „Hausaufgabenbesprechung“, die meisten Schüler beschäftigten sich damit, dass Spiel „Ich bin ein Pilz!!“ zu spielen. Ich erkläre mal die Regeln:
1) Der/ die Schüler(in) ruft laut während des Unterrichts „Ich bin ein Pilz“.
2) Je nachdem ob der Schüler auf dem Boden, Stuhl, Tisch oder gar auf meinem Pult(!!) steht, gibt es verschiedene Punkte, ich weiß leider nicht, wie viele.
Obwohl ich mehrmals um Ruhe bat, kam niemand meiner Aufforderung nach, und so rannte ich nach mehrmaligen Vorwarnungen aus dem Klassenzimmer. Enttäuscht aufgrund der Tatsache, dass meine Schüler Pilze spannender fanden als meinen Lateinunterricht, lief ich ins Lehrerzimmer und holte mir Cäsar und eine Tasse Kaffee. Ich setzte mich auf meinen Rollkoffer, den ich mit vor die Tür genommen hatte und trank meinen heißen Cappuccino. Deutlich vernahm ich laute Rockmusik, die eindeutig aus meinem Klassenzimmer stammte, und hörte eine Stimme rufen:
„Jetzt geht was ab im Pilzgewächshaus!!“
Nach etwa zwanzig Minuten kamen aus dem Klassenraum diskutierende Stimmen, und ich wusste sofort, dass sie sich überlegten, ob sie mich zurückholen sollten. Da mein Kaffee schon leer war und ich kein Kleingeld mehr hatte, einen Neuen zu kaufen, ging ich auf die Toilette, um den Sitz meiner Frisur zu überprüfen. Just in diesem Moment öffnete allerdings einer meiner Schüler die Tür und rief nach mir. Sofort lief ich zurück, und ich wunderte mich, warum der Junge an der Tür laut loslachte. Ich drehte mich um und sofort wurde mir peinlich bewusst, dass ich in der Mädchentoilette gewesen war! Ich schnappte mir, ohne einen Ton zu sagen, Cäsar und meinen Rollkoffer und fing zurück in den Klassenraum. Es lief immer noch die laute Rockmusik, die, wie ich erkannte, aus den neumodischen Handys der Schüler kam. (Ich weiß nicht, wozu sie so moderne Mobiltelefone brauchen, ich bin mit meinem etwas älteren Modell ( 1985) sehr zufrieden und prahle damit bei Gelegenheit gerne auch mal ein bisschen!)
Ich fuhr mit meinem Unterricht fort und freute mich darüber, dass das Pilzspiel nicht mehr fortgesetzt wurde.
Die Schüler hatten sich etwas neues ausgedacht: Sie spielten nun „Bombe“. Die Regeln dieses Spiels sind um einiges simpler als die von „Ich bin ein Pilz“,...
1) Ein Schüler schreit „Achtung BOMBEEEEE!!
2) Alle Schüler kreischen vor Panik und stürzen sich unter die Tische.
Ich muss danach immer die armen, verängstigten Mitschüler beruhigen, welche mir sehr am Herzen liegen.
In meiner Mittagpause ging ich mit meinen Kollegen zum Bäcker, um mein Mittagsmahl zu kaufen. Sie hatten sich verabredet, und da sie mich aus Versehen vergessen hatten einzuladen, tat ich dies einfach selbst. Ich kaufte für mich ein Tomaten-Mozzarella-Brötchen und suchte vergebens nach einem Möhrenkuchen für Cäsar- er hatte doch bestimmt Hunger, er hatte schließlich noch nichts gegessen! - als ich mich nach meinen Gesellen umsah, doch ich fand sie nirgends. Wahrscheinlich hatten sie gedacht, ich wäre bei ihnen, und ärgerten sich danach sehr, dass ich nicht dabei sein konnte, ich würde ihnen aber natürlich verzeihen.
Nach einer Doppelstunde Französisch und zwei Einzelstunden Latein, in welchen ich nur zwei Papierkügelchen an meinen Kopf bekam, die aber natürlich nicht mit Absicht meinen Schädel trafen, sondern in den Mülleimer fliegen sollten, hatte ich Feierabend. Ich rannte mit meinem Rollkoffer zu Aldi, um mir noch einen zweiten ( natürlich von der gleichen Sorte!) zu besorgen,
da bemerkte ich das große Aushängeschild, auf dem geschrieben stand:
Rollkoffer- Ausverkauf! 25 % auf alle Rollkoffer!
Sofort schlug ich zu und kaufte mir gleich zwei. Stolz und sehr zufrieden rannte ich zur S-Bahn - mit drei Koffern.