Was ein guter Tipp doch bewirken kann. Der Konzertticketverkäufer meines Vertrauens gab mir bzw. uns den Hinweis, dass es recht viel günstiger sein kann ein Konzert zu besuchen, wenn man ein Rollstuhlfahrerticket bucht, da bei diesen meist eine Begleitperson einen günstigeren Eintritt bezahlt oder oft sogar ganz umsonst das Konzert besuchen darf. Wenn man sich dann die Ticketkosten teilt, ist es für jeden gut bezahlbar. Und es wäre somit immer gut, "wenn man so ein Team ist." Gesagt, getan, es wurden also mehrere Veranstaltungen auserkoren, die wir im Laufe des Jahres besuchen werden. Die erste davon fand nun am 15. Januar in der Europahalle Karlsruhe statt. UNHEILIG spielte dort eines der Konzerte seiner Jubiläumstour. Da wir nur die paar Stücke kannten, die man die letzte Zeit im Radio oder auf anderen Medien zu hören bekam, ließen wir uns einfach mal überraschen. Ach, halt. Meiner Einer hatte sich kurz zuvor noch die Winteredition des Albums "Grosse Freiheit" besorgt, wusste also schon etwas mehr was ihn erwarten würde. Positiv überrascht war ich dann schon, als sich auf dem Album auch einige rocklastigere Stücke fanden. Die Vorfreude auf das Konzert stieg also weiter an.
An diesem Abend war allerdings wie so oft mal wieder der Wurm drin. Mein Teammitglied hatte die Einladung ihn abzuholen und mit mir per Auto zum Konzert zu fahren abgelehnt und zog es vor mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Als wir uns dann versucht haben zusammenzutelefonieren und sage und schreibe zweimal quasi aneinander vorbeigegangen bzw. -gefahren waren, hat sich das Team dann endlich vor dem Haupteingang eingefunden. Der Einlass hatte logischerweise schon begonnen und die speziell eingerichteten Rollstuhlfahrerplätze waren dementsprechend schon sehr gut belegt. Nach einiger Zeit und diversen Begegnungen mit mehr oder weniger Bekannten hatte dann endlich jeder seinen Platz, die Vorband bekam aber leider keiner von uns richtig mit.
Naja egal, schließlich war man ja wegen Unheilig gekommen. Dieses Konzert konnten wir dann den Umständen entsprechend genießen. Er im sitzen, ich stehend ein paar Meter weiter entfernt auf Grund des geringen Platzangebotes. Was dann allerdings immer mal wieder den Genuss störte war die Tatsache, dass es wohl an diesem Abend sehr viele Menschen mit Reizblase zu diesem Konzert gezogen hatte und sich mein Stehplatz unglücklicherweise sehr nahe am nächsten Ausgang befand. Man war häufig in Bewegung und konnte sich somit immer mal wieder ein neues "Guckloch" suchen. Die Musik war allerdings sehr gut und angenehm zu hören. Über weite Strecken war das Konzert auch durchaus zu genießen. Durch die "Pisser" war der Abend recht kommunikativ, denn sowohl mit den selbigen als auch mit den Personen im näheren Umfeld wurde die eine oder andere Nettigkeit ausgetauscht (ich hab es meist nur gedacht, andere haben es gesagt!).
Was lernen wir daraus? Auch bei den Rollstuhlplätzen lohnt sich ein frühzeitiges Erscheinen, was von uns bei den nächsten Terminen auf jeden Fall beherzigt werden wird.
Auch der Abschluss des Abends erst beim Essen und dann auf der Flirt & Kiss Party, wo mein Teammitglied unbedingt noch hin wollte, war dann noch ganz nett. Man traf dort auch einige Konzertbesucher wieder.
Zum Schluss wie immer der Hinweis, dass die Konzertliste auf dem Mandlweg um dieses Konzert ergänzt wurde.
http://www.youtube.com/watch?v=TLD5yzRrLDs
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"Ich selbst ziehe mich zurück, wenn mir die Situation in diesem Land über den Kopf wächst."
Götz George, deutscher Schauspieler
Viele der regelmäßige Besucher meines Blogs (wenn es sie denn tatsächlich gibt) werden sich gefragt haben, warum es seit längerer Zeit keinen neuen Blogeintrag gab. Das hat mehrere Gründe, einige davon werden nachfolgend etwas erläutert:
Wie es der Zufall so wollte, hat es sich recht kurzfristig ergeben, dass mein kompletter Hausstand und ich in eine größere Wohnung umziehen konnten. Auf diesem Weg nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, die zum größten Teil aus langjährigen Freunden bestanden. Vielen Dank für alles.
In der neuen Wohnung ist nun weder Telefon noch Internet vorhanden, weil die Umstellung ja immer mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist. Auf Grund dieses Umstandes ist es meiner Wenigkeit zurzeit auch nicht möglich meine Zitatsammlung zu pflegen oder die CD- bzw. DVD-Daten auf dem aktuellen Stand zu halten. Ich bitte mir das nachzusehen. Die Website wird bei nächstbester Gelegenheit aktualisiert.
Ein weiter Grund war wohl, dass mein Großhirn - ja, es scheint wohl doch vorhanden zu sein - durch Dinge, die sich im Nachhinein wieder mal als überaus sinnlos herausstellten - Hoffnung gehört abgeschafft (Def.: Hoffnung ist der tatkräftige Glaube an zukünftigen Erfolg entgegen einer ausweglos erscheinenden Realität), blockiert war. Kurz gesagt, man(-n) ist mal wieder um eine schmerzliche Erfahrung reicher. Um diesen zumindest temporär aus dem Weg zu gehen, wurden in den vergangen Tagen die entsprechenden Schutzmaßnahmen eingeleitet und das Leben neu sortiert.
Zum Schluss noch die Info, dass es auf jeden Fall irgendwann wieder Updates geben wird. Sowohl hier im Profil , als auch auf der Website. Wann genau kann ich aber leider nicht sagen.
http://www.youtube.com/watch?v=1r-bWx3WZfQ
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"Ein Männerabend mit Glotze, Bier und Chips ist tausendmal besser als ein nobles Abendessen mit einer Frau, die ja doch immer nur Komplimente hören will."
John McEnroe, ehemaliger amerikanischer Tennisprofi
Auch dieses Jahr lud das Kulturzentrum TOLLHAUS zum ZELTIVAL ein, das inzwischen eine feste Größe im Karlsruher Veranstaltungskalender darstellt. Es fand dieses Jahr zum ersten Mal nicht mehr in einem Zelt, sondern in der neu errichteten Zelthalle, statt. Die Stimmung und die Atmosphäre waren aber so gut wie jedes Jahr.
Am 15. Juli spielte The Ukulele Orchestra of Great Britain. Eine Coverband der besonderen Art. Denn außer den Protagonisten mit ihren Ukulelen hatten sie keine weiteren Musiker auf der Bühne. Es war doch sehr erstaunlich zu erleben, was aus diesen kleinen Instrumenten herauszuholen ist. Natürlich war die Show mit reichlich britischem Humor gewürzt und der Abend war sehr schön und kurzweilig.
Knapp einen Monat später gastierten die RED HOT CHILI PIPERS auf dem Karlsruher Sommerfestival. Dieser Auftritt war in Gegensatz zu dem einen Monat zuvor etwas lauter und actionreicher. Die Musiker wechselten sehr oft ihre Positionen und hüpften teilweise im Stile eines Angus Young im Watschelgang über die Bühne. Auch die Zusammensetzung der Band war einmalig. Zu den Standardinstrumenten wie Gitarre, Bass Keyboard, Schlagzeug und Percussion gesellten sich drei Dudelsäcke. Was die schottische Formation ablieferte, war sowohl hörens- als auch sehenswert und das Publikum in der Halle feierte ordentlich mit. Sie haben an diesem Abend bestimmt einige Fans dazu gewonnen.
Mit diesen Eindrücken freue ich mich bereits jetzt auf das ZELTIVAL nächstes Jahr. Die zwei Konzertbesuche sind wie gewohnt auf http//www.mandlweg.de gelistet.
Die Tatsche, dass vor einiger Zeit das Buch mit obigem Titel im KWICK!-Magazin vorgestellt wurde, hat mein Interesse geweckt. Die Autorin hat den Amoklauf von Winnenden, bei dem sie eine ihrer Töchter verloren hat, zum Anlass genommen ihre Sicht der Dinge klarzulegen und zu erörtern, wie es ihrer Meinung nach zu solchen Amokläufen kommt bzw. kommen kann. Schon der kurze Abriss des Inhalts im KWICK!-Artikel lies darauf schließen, dass es endlich mal jemand meine Meinung teilt und die Schuld nicht nur bei den Eltern, sondern in der Ellenbogengesellschaft bzw. dem ganzen System sucht. Die Argumentation ist stets sachlich und ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken. Meiner Meinung nach ist der Vorwurf, den man von mancher Seite hört, ihr ginge es darum aus der Tragödie einen Profit zu schlagen, haltlos. Diese Frau möchte tatsächlich wachrütteln und die Menschen dazu bewegen etwas zu ändern bzw. es zumindest zu versuchen. Trotz des etwas prekären Themas, hat es trotzdem Freude bereitet das Buch zu lesen, auch weil ich wie bereits erwähnt sehr viele ihrer Thesen und Meinungen teile. Auch über KWICK! gibt es im Buch einen kurzen Absatz, der aber nicht unbedingt positiv ausfällt.
Einige Ziate aus dem Buch wurden in die Zitatsammlung übernommen und veröffentlicht. Zusätzlich habe ich noch einige Zitate aus anderen Büchern ergänzt. Es bleibt zu hoffen, dass das Buch von vielen Menschen gelesen und verstanden wird und eventuell ein Umdenken stattfindet.
Zum Schluss noch ein Textauszug, der den Inhalt des Buches wie ich finde recht gut umreißt:
Quelle: Gisela Mayer - Die Kälte darf nicht siegen
Wir müssen Kindern klarmachen, dass wir sie auch dann akzeptieren, wenn sie andere Vorstellungen haben, wenn sie unsere Erwartungen nicht erfüllen, nicht funktionieren. Das beginnt im Elternhaus, das aktiv dafür sorgen sollte, dass die Familie Rückzugsraum bleibt. Das setzt sich in den Schulen fort, die den ganzen Menschen im Blick habe sollten nicht nur den ökonomisch verwertbaren Teil. Und das gilt in besonderem Maße für die Gesellschaft. Sie muss einen Rahmen schaffen in dem Werte nicht nur gedeihen können, sondern auch anerkannt werden. Sie muss ihre technizistische und utilitarische Sichtweise ablegen und ihre Mitglieder wieder als das wahrnehmen, was sie sind: Individuen, deren Wert darin besteht, dass sie sein dürfen und nicht werden müssen
http://www.youtube.com/watch?v=byYdTY8Im9A
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"Der beste Beweis für Menschenkenntnis ist stille Mordlust."
Frank Sinatra, amerikanischer Sänger
Aus Frust über die Tücken der modernen Technik bzw. KWICK! und Ärger über einen verloren gegangenen Blogeintrag, hab ich heute mein Profilfoto aktualisiert. Entstanden ist es auf einer
Geburtstagsfeier.
Nachdem ich ein
Buch von
Dr. Eckart von Hirschhausen durch hatte, wurde zuvor auch mein Familienstand, die Kontaktanzeige, die
Website und eventuell auch meine Einstellung zu manchen Dingen geändert. Dazu gab es auch mal einen längeren Blogeintrag, dieser ist aber - wie eingangs erwähnt - weg.
Hoffen wir mal, dass es dieses Mal ohne Probleme klappt.