Jeder, der sich ein wenig in IT und mit Computern auskennt, wird den Satz, der gleich zu Lesen ist, kennen.
"Kannste mal schnell <hier ihre Tätigkeit>?"
Dieser Satz ist der Verhängnisvollste den meine Zunft zu hören bekommt - egal ob von Fremden oder von Freunden, Kollegen, Bekanntenkindern.
Alle gehen immer davon aus, das nur weil man mit Computern zu tun hat, man generell sämtliche Probleme, die mit Kupferkabeln oder Siliziumdurchtränkten Dingen zu tun hat, Lösen könne.
Kleine Info für den geneigten Leser:
Jeder Mensch - egal in welchem Beruf - spezialisiert sich. Die einen Fahren nur den Bustyp XYZ, die anderen Reparieren nur Heizungsrohre, wieder andere Lackieren nur Fingernägel.
Und wenn Busfahrer Müller Abends Heimkommt, will er nicht noch 2 Stunden fremde Leute durch die Gegend kutschen, oder?
Genauso geht es "uns". Wenn wir nach 8 Stunden harter, kopftechnischer Arbeit nach Hause kommen, hoffen wir eben -nicht- das dann noch der DAU Jaqueline vorbeitrudelt und uns bittet, mal eben ihr Netzwerk durchzuvirtualisieren.
Oder ihr eine Homepage mit Bildergalerien, Gästebuch und Onlinestream zu programmieren.
Nicht alles, was einfach aussieht, ist auch leicht. Selbst in einem kleinen Support steckt verdammt viel Arbeit.
Denn der Tolerante IT'ler ist Tolerant und versucht, sich auf seinen Bekannten einzustellen. Fachsprache á la "Mach maln NSLookup um zu gucken welcher dein DNS-Server ist" will Chantal von nebenan nicht hören - und will man selbst auch nicht anbringen.
Also muss man geduldige, möglichst explizite Frage stellen, um schwammige Antworten zu bekommen.
Aber das ist Gut so. Ohne DAU's wäre ich Arbeitslos, und meine Welt wäre längst nicht so Amüsant, wie sie es manchmal ist. :)

Leicht unruhig stapft er mit seinen Freunden durch den Wald, die untergehende Sonne taucht alles in Mattes Licht. Tief atmet er die Waldluft und ihren Duft ein: trockenes Moos, die Rinde der Bäume, verschiedenste Blumen.
Während sie so über Trampelfade laufen beobachtet er den Boden, wie sich alles verändert. Hier eine kleine Straße Ameisen, dort Wühlspuren von Wildschweinen, ein paar Färten von Paarhufern.
«Werden wir sie finden? Was meint ihr?» fragt er seine Kameraden.
«Das wissen wir doch nicht. Lass uns weiter laufen, wer weiß wie weit wir noch müssen.»
Die Unruhe wird stärker in ihm, er beginnt etwas weiter auszugreifen mit seinen Schritten, blickt sich aufmerksam im Wald um, lauscht den Geschichten die ihn umgeben. Seine Gefährten sagen kein Wort. Aber der Wald selbst erzählt ihm genug.
Das Zwitschern der Vögel, mal leis und hoch, und dann wieder laut und krächzend. Das Rascheln der Blätter, das ihm erzählt, das die sanfte Brise zunimmt und auffrischt.
Plötzlich meint er, wasserrauschen zu hören. «Das muss es sein. Wir haben sie gefunden!» jauchzt er und beginnt zu Laufen.
Mehrere male stolpert er fast, fängt sich aber im Laufen wieder und rennt weiter.
Sein Herz beginnt zu Rasen. Er stellt sich vor, wie es aussehen, wie es sein wird.
Grinsend und Schwer Atmend kann er nur noch Laufen. «Vorwärts, weiter, weiter, schneller, gleich muss ich da sein!» denkt er.
Als er über den Hügel stolpert sieht er „sie“.
Eine Lichtung. Im schwindenden Sonnenschein in tiefes Rot-Orange getaucht.
Man sieht kleine Partikel durch die Luft tänzeln. In einem Umkreis von 10 metern gibt es keine Bäume. Er ist übersichtlich, dieser Platz. Von erhabener Schönheit. Flaches Gras, wildes Moos, Kreuzblumen und Lichtblumen wachsen verteilt an diesem Ort der Stille.
Doch in der Mitte dieses scheinbare Perfekten Kreises liegt jemand.
Eine Schönheit, in weißes Leinen gekleidet, langes, Goldblondes Haar, ein langer, schlanker Körper sieht ihn aus Mandelgroßen Augen an.
«Sei gegrüßt. Ich erwartete dich. Wie geht es Dir? Nimm doch Platz.»
Er ist Überrascht, hier jemanden zu sehen. Vor ein paar Wochen erst entdeckte er diese Lichtung und wollte unbedingt wieder hierherfinden, und jetzt ist diese Frau dort. Verunsichert kommt er langsam näher und setzt neben ihr in das Gras.
«Gut geht’s mir. Danke. Aber…was tust Du hier?»
«Ich bin Du. Zumindest das, was Du sehnst. Das, was Du dir wünschst, wenn Du des Nachts allein liegst und deine Gedanken hinauswandern. Dein Gefühl, wenn Du es so möchtest.»
«Aber…wie kann das sein? Ich meine…»
Plötzlich flimmert die Luft. Erschrocken reißt er die Augen auf, als er beobachtet, wie sich ihr ganzes äußeres verändert. Das weiße Leinen wird erst Dunkelgrau, dann Schwarz. Ihr Gesicht wird plötzlich von Narben zerrissen, tief und Breit. Dunkelrosa hebt sich das Fleisch darin vor. Ihre Augen werden Dunkel und beginnen in seinem Blick zu Brennen.
«Ich bin das, was deine Gefühle ausmachen. Ich bin Du, und das, was Du aus Dir machst, in dem Du dich nicht spürst. Indem Du nicht empfindest. Dich zerstörst. Erstickst. Und ich bin immer das, was Du gerade am stärksten empfindest.» spricht sie, während sich ihr Kleid Dunkelblau färbt und ihr Gesicht sich Normalisiert, es kleiner wird, Sommersprossen darin auftauchen und ihm das Gesicht eines Kindes, mit Hoffnungen und Träumen entgegenblickt.
«Und was willst Du von mir? Was soll ich tun? Was kann ich tun?» wispert er, kaum fassen könnend, was sich da vor ihm abspielt.
«Lebe. Lebe aus, was Du fühlst. Was immer du spürst. Was du möchtest. Dann verschwinde ich, und werde dich nicht mehr Stören.» erklärt sie ihm sachlich, während ihr Gesicht sich vor Zorn verzerrt und ihn Augen voller Hass anblitzen.
«Tust Du es nicht, werde ich Dir hinterherlaufen. Ich werde immer hinter Dir sein. Irgendwann dann zerfleische ich Dich. Langsam aber sicher zerfresse ich dich von innen heraus. Die Entscheidung liegt bei Dir.»
Und während sie wieder zur Schönheit in Weiß wird, umarmt er sie und gibt ihr zart einen Kuss auf die Stirn. Langsam steht er auf, geht rückwärts wieder den Hügel hinauf. Still steht er da und sieht sie an, erwidert das warme, liebevolle Lächeln das sie ihm schenkt und dreht sich dann langsam um, um seine Freunde zu suchen, die hinter ihm zurückblieben.
Heut will ich mich mal drüber auslassen wie wir (kopf)klatschig bunten Menschen uns Privat so verhalten.
Jeder kennt das. Von Freunden, Freundesfreunden, Schwiegereltern oder nur Minimalbekanntschaften aus dem Supermarkt. Hier möchte ich Menschen groberweise in 3 Stufen aufteilen:
Fremd
Bekannt
Mitvieh.
Fremden gegenüber verhalten sich Menschen immer aufs penibelste bedacht. Stets freundlich & zuvorkommend. Wir, der wir diesen Menschen kennen wundern uns nur, was auf einmal los ist. Aber der Eindruck auf den fremden -muss- ja noch Positiv manipuliert werden. Beispiel:
ein mir Naher Mensch. Fast nur am Zetern & Motzen. Wegen Kleinigkeiten. Gerade noch eine Bärbeissige Laune vom allerfeinsten trifft er auf einen Freund von mir und wird zum freundlichsten Erklär- und Smalltalkbär den ich kenne.
Bereits Bekannten gegenüber verhält man sich schon anders. Der Kontakt ist geknüpft. Da wird der Umgang selbstverständlicher. Man lässt gewisse Kompromittierende Einblicke zu.
Beispiel:
«Ach, da bist Du ja. Verzeih das bisschen Chaos bitte. Stressig grad, weißt ja.» – obwohl die letzten Stunden faulenzte und in den letzten Minuten das allergröbste unter die Teppiche geschoben hat.
Die Sichtweise „Mitvieh“ macht den krassesten Unterschied. Scheiß drauf was der Besucher oder Freund denkt. Kennt mich ja. Und man wird flapsig, missachtet dann und wann gewisse Regeln des Respekts usw usf.
Beispiel Schwiegereltern:
Am Anfang voll Korrekt sind sie in Monaten ein Nest voller Giftspinnen. Sarkasmus auf Kosten des Partners, erwarten von Hilfe jedweder Art die nicht gedankt wird / nach der nichtml gefragt wird («Hättest ja mal selbst drauf kommen können») usw.
Ich denke man könnte aus dieser Sichtweise noch etliche Beispiele anbringen.
Am Rande sei erwähnt das selbstverständlich -nicht- jeder sich so verhält ~ man kann es dennoch oft genug beobachten denke ich. +g+
Komm, Schöne, komm nur her zu mir.
Lass mich Trinken, aus dem Kelch deines Herzens.
Jeden Atemzug will ich Rauben Dir. Du bist mein.
Bluten sollst Du für mich.
Nicht weil ich dich Liebte, Nein. Weil ich will.
Du bist mir vollkommen egal. Mich dürstet
nach menschlichem Gefühl, Schmerz, Hoffnung und
der Illusion eines Lebens.
Komm, Schöner, komm nur her zu mir.
Lass mich Zehren, aus der Schale deiner Knochen.
Jede Bewegung will ich Rauben Dir. Sei mein.
Sterben sollst Du für mich.
Nicht weil ich dich Liebte. Nein, weil mir danach ist.
Du bist mir vollkommen egal. Mich hungert
nach menschlichem Leben, wachen Augen,
der Illusion eines Friedens.
Ich lausche schnellen Rythmen,
schönen Weisen, schließe die Augen
und sehe 2 Gestalten, in Schatten gewandet
einander gehüllt, in tiefen
Blicken verbunden, einander gebunden
suchend des andern Wärme
Wimpernschläge streicheln das Antlitz
Lippen bekennen Denken,
Hände erkennen Bedenken,
Atem zerstreut, was
die Welt umher bewegt, in Stille
versunken dies Bild
brennt es sich ins Herz und
Stürmt es durch den Kopf.